Hanns-Seidel-Stiftung China
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Neu erschienen
KOORD-Blatt Dezember 2012
Über die Arbeit der Hanns-Seidel-Stiftung in China.
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"Demografischer Wandel in China und Deutschland"
Schriftenreihe "Im Dialog mit China"
Band 8, 2012
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Demografischer Wandel
Eine politische Gestaltungsaufgabe für China und Deutschland
Das Thema „Demografischer Wandel in China und Deutschland – Gesellschaftliche Herausforderungen und Handlungsoptionen“ stand am 16. März 2012 im Mittelpunkt des akademischen Dialogs, der gemeinsam von der Hanns-Seidel-Stiftung und der Hochschule des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas in Peking veranstaltet wurde.
In seiner Eröffnungsansprache verwies der Stellvertretende Direktor des General Affairs Office, Prof. Zhang Zhongjun, auf die Ein-Kind-Politik der VR China. Sie habe dem damaligen Bevölkerungsdruck entgegengewirkt und sich positiv auf die Gesamtentwicklung des Landes ausgewirkt. Die heutige Situation unterscheidet sich in vielem von der damaligen: Die chinesische Gesellschaft altert, der Bonus einer jungen Bevölkerung ist in Kürze aufgezehrt und das Arbeitskräftereservoir schwindet. Somit steht China in bevölkerungspolitischer Hinsicht vor neuen Herausforderungen.
Anschließend referierte Frau Prof. Dr. Shi Xia von der Parteihochschule zum Thema „Demografischer Wandel und Neuausrichtung des chinesischen Entwicklungsmodells“. Sie betonte, dass sich die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft unausgewogen vollzieht. Zwar sind annähernd drei Viertel der Bevölkerung in den Erwerbsprozess integriert, aber die Industrie dominiert und der Dienstleistungssektor ist im Vergleich hierzu unterentwickelt. Zugleich ändert sich die Altersstruktur der Erwerbsbevölkerung relativ schnell. Eine Neuausrichtung in Richtung höherer Wertschöpfung erfordert eine wirtschaftliche Umstrukturierung, hat aber zugleich gewisse Implikationen. Die steigende Kapitalintensität führt tendenziell zu einem Beschäftigungsabbau in arbeitsintensiven Branchen, so Shi Xia. Gleichzeitig steigt der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften. Aber gerade hier besteht auf dem Arbeitsmarkt eine Lücke. Insgesamt ist in der chinesischen Volkswirtschaft von Jahr zu Jahr ein Rückgang der Beschäftigungszunahme auszumachen, wie Shi Xia bemerkte. Von besonderer Relevanz sei angesichts der wirtschaftlichen Veränderungen die Förderung von Humanressourcen, und hier zuvörderst Veränderungen im Bildungssystem, einschließlich einer stärkeren Förderung der beruflichen Bildung.
Der Anteil des Dienstleistungssektors am Bruttoinlandsprodukt beträgt in China gerade einmal 43 Prozent und absorbiert nur 35 Prozent der Beschäftigten. In Industriestaaten sind dies bis zu 70 Prozent und in anderen sich entwickelnden Staaten 50 Prozent. Potenziale für den Ausbau des Dienstleistungssektors und somit vielfältige Beschäftigungschancen liegen in der weiteren Urbanisierung, nicht nur begrenzt auf die großen Ballungsräume, erläuterte Shi Xia. Dies gilt insbesondere auch für Erwerbspersonen mit geringeren Qualifikationen sowie für Ältere. Aus der fortschreitenden Urbanisierung resultieren positive Effekte für den Binnenmarkt. Außerdem ändert sich im urbanen Raum auch das Reproduktionsverhalten der Menschen, was wiederum Spielraum lässt im Hinblick auf eine Lockerung der Familienplanungspolitik.
Den Blick auf Deutschland richtete Dr. Steffen Kröhnert vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in seinem Vortrag „Die demografische Lage in Deutschland – Ursachen und Konsequenzen“. Seit den 1970er Jahren beträgt die Geburtenrate in der Bundesrepublik Deutschland etwa 1,4. Bei diesem Niveau schrumpft die Gesamtbevölkerung und von Generation zu Generation reduziert sich auch der Anteil der potentiellen Mütter, wodurch der Trend noch verstärkt wird. Zur Aufrechterhaltung des bestehenden Bevölkerungsniveaus wäre aber eine Geburtenrate von 2 Kindern je Frau erforderlich. Gegenwärtig leben etwas weniger als 82 Mio. Menschen in Deutschland. Auf der Basis von Bevölkerungsvorausberechnungen ist von einem Bevölkerungsrückgang von schätzungsweise 10 bis 15 Mio. Einwohnern bis zum Jahr 2060 auszugehen, auf 65-70 Mio. Einwohner. Im Zuge dieser Entwicklung kommt es zu einer starken Veränderung der Bevölkerungsstruktur: der Anteil der erwerbsfähigen Menschen wird sich bis 2040 um 25 Prozent verringern und der Anteil der über 80-Jährigen verdoppeln. Dieser Schrumpfungsprozess, so Kröhnert, hat vielförmige Auswirkungen und wird das Land verändern. Früher vollzog sich die demografische Entwicklung flächendeckend. Heute vollzieht sich die Bevölkerungsentwicklung uneinheitlich. Während Städte und insbesondere Metropolregionen ihr Bevölkerungsniveau halten können oder gar Wachstum verzeichnen werden, wird es im ländlichen Raum zu Einwohnerverlusten und zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang kommen, was die Siedlungsstruktur in Deutschland nachhaltig ändern wird.
Bei der Bevölkerungsentwicklung spielen auch Migrationsprozesse eine wichtige Rolle. Der Anteil der Bevölkerung mit einem Migrationshintergrund liegt in Deutschland bei etwa 20 Prozent. In dieser Bevölkerungsgruppe beträgt die Geburtenrate noch 2 Kinder pro Frau und der Anteil der in Deutschland lebenden Kinder mit einem Migrationshintergrund umfasst so rund ein Drittel aller Kinder. Sprachbarrieren behinderten bisher eine reibungslose Integration junger Migranten in den Arbeitsmarkt. Aber im Hinblick auf den Arbeitsmarkt verbessern sich besonders die Arbeitsmarktchancen für junge Menschen und auch für bislang benachteiligte Gruppen.
Angesichts der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten sind nach Auffassung von Kröhnert Anpassungsstrategien zu entwickeln und verschiedene Maßnahmen zu ergreifen: die Förderung einer stärkeren Erwerbstätigkeit von Frauen und älteren Arbeitnehmern, ein späteres Renteneintrittsalter, eine moderne Familienpolitik, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht, sowie eine aktive Zuwanderungs- und Integrationspolitik.
In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Aspekte angesprochen, u. a. die Rolle der Familienpolitik im Kontext der Bevölkerungspolitik. Für Kröhnert ist eine fehlende Familienpolitik, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Ziel hat, ein wesentlicher Faktor für die geringe Geburtenrate in Deutschland. Die skandinavischen Länder liefern hierfür ein positives Beispiel. Seiner Meinung nach muss das Klima für Familien verbessert werden. Mit etwa 1,5 Kindern pro Frau hat China ebenfalls eine geringe Fertilitätsrate, sie ist aber im Kern Ergebnis der Ein-Kind-Politik. Shi Xia plädierte vor dem Hintergrund der chinesischen Bevölkerungsentwicklung für mehr Flexibilität in der Familienpolitik. Nach Auffassung von Frau Guo Weiming vom China Population and Development Research Center war die Ein-Kind-Politik bereits von Beginn an mit einer gewissen Flexibilität ausgestattet. Zum einen gäbe es zahlreiche regionale Ausnahmeregelungen sowie Sonderregelungen für ethnische Minoritäten, zum anderen bestehe auf dem Lande die Tendenz zu zwei Kindern, vor allem, wenn das erstgeborene Kind ein Mädchen ist.
Angesprochen auf Möglichkeiten, der Entvölkerung ländlicher Regionen in China entgegenzuwirken, räumte Kröhnert ein, dass die Einwirkungsmöglichkeiten auf Wanderungsbewegungen in Richtung Großstädte und Metropolen sehr begrenzt sind. Ein Anknüpfungspunkt bestehe in der Förderung von Städten bzw. Oberzentren, die so als regionale Anlaufstelle eine gewisse Attraktivität entfalten können. Sowohl für Deutschland wie auch China könnte ein jahrzehntelanger Gewöhnungsprozess der Gesellschaft an geringe Geburtenraten und Kinderlosigkeit zum Problem werden und eine Trendumkehr erschweren, da die Gesellschaft diese Situation bereits als Normalität erachtet, wie Kröhnert bemerkte. In modernen Gesellschaften habe sich gezeigt, dass der Kinderwunsch eben kein Naturgesetz ist.
Im zweiten Teil der Tagesveranstaltung standen die arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Auswirkungen der demografischen Entwicklung in China im Mittelpunkt. Prof. Dr. Xu Pinghua von der Abteilung für Wirtschaftswissenschaften der Parteihochschule referierte zum Thema „Vom Überfluss zum Mangel. Umbruch auf dem chinesischen Arbeitsmarkt“ und Dr. Günter Schucher vom GIGA Institut für Asien-Studien sprach über „Das 4-2-1 Problem. Altern, Familie und soziale Sicherung in China“.
Der chinesische Arbeitsmarkt, so Xu Pinghua, ist in Bewegung. Die Altersstruktur der Erwerbsbevölkerung verändert sich relativ schnell und der Arbeitsmarkt, der sich in der Vergangenheit durch ein großes Arbeitskräfteangebot ausgezeichnet hat, wandelt sich dahingehend, dass in Teilbereichen ein zunehmender Arbeitskräftemangel auszumachen ist. Somit hat sich innerhalb einer Dekade die Arbeitsmarktsituation grundlegend geändert. Unternehmen können nicht mehr ohne Weiteres ihren Arbeitskräftebedarf decken. Betrachtet man die Nominallohnentwicklung der ländlichen Arbeitsmigranten, so stieg deren Lohn zwischen 2003 und 2009 um jährlich 10,2 Prozent und seit 2010 um 18 Prozent. Regional betrachtet tritt der Arbeitskräftemangel am deutlichsten in den östlichen Regionen zutage, aber auch im Binnenland ist diese Entwicklung auszumachen. Bezogen auf einzelne Berufsgruppen ergibt sich jedoch ein heterogenes Bild. So fehlen etwa im produzierenden Gewerbe Arbeitskräfte, während im Office-Bereich ein Arbeitskräfteüberhang auszumachen ist, und gesucht werden vor allem jüngere Arbeitnehmer.
Nach Xu Pinghua besteht auf dem Arbeitsmarkt ein Mangel an so genannten „Bauernarbeitern“ während es für Hochschulabsolventen schwieriger geworden ist, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Erstbeschäftigungsquote der Hochschulabgänger hat sich zwar wieder etwas verbessert, auf etwa 72 Prozent, aber das Niveau der frühen Nullerjahre mit rund 90 Prozent nicht mehr erreicht. Demgegenüber hat sich die Situation der Berufsschulabgänger bzw. jungen Facharbeiter auf dem Arbeitsmarkt merklich verbessert. Ihre Qualifikationen werden stärker nachgefragt. Angesichts der Veränderungen sprach sich auch Xu Pinghua für einen wirtschaftlichen Strukturwandel aus, mit dem Ziel einer höheren Wertschöpfung. Notwendig erscheint in diesem Zusammenhang eine Verbesserung des Bildungssystems, eine Förderung des Fachkräftemarktes sowie eine Reform des Haushaltsregistrierungssystems.
Dr. Günter Schucher machte zu Beginn seines Vortrages deutlich, dass sich die chinesische Gesellschaft seit dem Jahr 2000 im Stadium der Alterung befindet. Dieser gesellschaftliche Alterungsprozess vollzog sich in den meisten altindustriellen Gesellschaften über einen langen Zeitabschnitt. In China hingegen wird dieser Prozess mit hohem Tempo vonstatten gehen und sich auf der Basis eines niedrigen Einkommensniveaus vollziehen. Diese Entwicklung, so Schucher, hat gravierende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Der Anteil der älteren Beschäftigten nimmt in den nächsten Jahrzehnten stark zu, weniger jüngere Arbeitskräfte kommen nach und das Arbeitskräftepotenzial nimmt ab. Im Zeitraum 1980 bis 2010 strömten 360 Mio. Menschen auf den Arbeitsmarkt. Bis 2050 jedoch werden ihm 233 Mio. Menschen entzogen. Auf der Grundlage dieser Entwicklung werden die Belastungen der im Erwerbsprozess stehenden Menschen erheblich zunehmen. 1950 kamen auf 7,7 Personen im erwerbsfähigen Alter (15-59 Jahre) eine über 60-jährige Person, 2010 betrug die Relation 5,5:1 und laut den Prognosen wird sich das Verhältnis bis 2050 auf 1,6:1 verschlechtern.
Chinas Altersstruktur entspricht der eines entwickelten Landes, aber China hat, wie andere asiatische Länder auch, kein ausgereiftes soziales Sicherungssystem und das Zeitfenster zu dessen flächendeckender Verankerung ist relativ eng. In den vergangenen Jahren wurden große Anstrengungen auf dem Feld der Sozialpolitik unternommen, aber China ist laut Schucher dennoch schlecht auf die gesellschaftliche Alterung vorbereitet. Es existiert kein einheitliches Rentensystem und die Zuständigkeiten sind fragmentiert, der Deckungsgrad ist gering, die Mitnahme der erworbenen Ansprüche nur eingeschränkt möglich. Außerdem muss das Rentensystem historische Altlasten tragen und die Rentenersatzquote hat ein niedriges Niveau. Mit zunehmendem Alter sind die Menschen auf die Familie als Hauptquelle der Unterstützung angewiesen. Der Familie fällt in China zwar traditionell eine zentrale Rolle zu bei der Unterstützung älterer Menschen, aber dieses familiäre Unterstützungssystem mit verpflichtendem Charakter wird aufgrund des demografischen und gesellschaftlichen Wandels brüchiger.
Reformbedarf bestehe, wie Schucher hervorhob, im Bereich der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, wobei hier im Rahmen des 12. Fünf-Jahres-Programms bereits Eckpunkte des neuen Entwicklungsmodells skizziert worden sind. Handlungsbedarf besteht bei der Förderung der Mobilität von Arbeitskräften sowie beim Rentenalter. Bevölkerungspolitisch könnte mit einer Lockerung der staatlichen Ein-Kind-Politik der Trend niedriger Geburtenraten abgemildert werden. Auf dem Gebiet der Rentenpolitik liegen die Herausforderungen in der Schaffung eines einheitlichen Systems und in der Einbeziehung eines Großteils der Bevölkerung bei niedrigen Beitragssätzen.
In der daran anknüpfenden Diskussion wurde der Aspekt Arbeitsmarkt und Hukou-System noch einmal näher beleuchtet. Xu Pinghua erklärte, dass das Hukou-System, ein Instrument zur Lenkung der Mobilitätsströme, immer mehr Kritik hervorrufe. Die Hukou-Reform kann aber seiner Auffassung nach nur auf graduellem Weg erfolgen, da eine schnelle Abschaffung die Ballungsräume überfordern würde. Erste Reformschritte werden gegenwärtig in einzelnen Regionen auf der Grundlage eines Punktesystems umgesetzt. Mit einer schrittweisen Flexibilisierung des Hukou-Systems kann so den Arbeitsmarkterfordernissen besser Rechnung getragen werden. Das Hukou-System zu verwalten, merkte Prof. Yang Hengda von der Renmin Universität an, genüge nicht mehr, sondern es müsse aktiv gestaltet werden. Hierzu gehöre auch eine Regionalförderung, damit die Menschen Optionen haben und nicht die Metropolen als einzige Anlaufstelle ansteuern.
Frau Dr. Cai Heping von der Chinese Academy of Governance widersprach Xu Pinghuas Arbeitsmarktanalyse dahingehend, dass zwar in den Küstenregionen ein Arbeitskräftemangel existiere und insbesondere jüngere Arbeitskräfte stark nachgefragt werden, die ländlichen Arbeitsmigranten aber nicht mehr ohne weiteres dem Marktangebot folgen, wie in früheren Jahren. Es gibt, so Xu Pinghua, verschiedene Positionen zur Arbeitsmarktentwicklung: Während die Chinese Academy of Social Sciences gleichfalls einen flächendeckenden Arbeitskräftemangel diagnostiziert, sieht das Arbeitsministerium regional begrenzte Arbeitsmarktprobleme. Seinen Recherchen zufolge verfestigt sich der Arbeitskräftemangel und tritt in Teilbereichen der Wirtschaft flächendeckend auf. Im unteren Lohnsegment ist es z. B. generell schwierig geworden, Arbeitskräfte zu finden.
Das Renteneintrittsalter ist im internationalen Vergleich mit 55 Jahren bei Frauen und 60 Jahren bei Männern in China sehr niedrig. Aber diese Zahlen trügen, wie Prof. Liu Liqun von der Beijing Foreign Studies University bemerkte, denn viele gehen auch im Ruhestand noch einer Tätigkeit nach und scheiden somit nicht aus dem Erwerbsleben aus. Zwar könnte mit einer Anhebung des Renteneintrittsalters temporär das Erwerbspersonenpotenzial auf einem gewissen Niveau gehalten werden, doch dadurch könnte es im Öffentlichen Dienst zu einem Beförderungsstau kommen, gab Prof. Yang Hengda zu bedenken.
Eine Integration der verschiedenen Teilsysteme der Rentenversicherung in ein einheitliches System ist ein schwieriges Unterfangen, da sie auf unterschiedlichen Voraussetzungen basieren, merkte Zhao Jinhui, Professor an der Parteihochschule, an. Jedoch fördert ein einheitliches Rentensystem die Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, wie Schucher betonte, und dies ist ein Umstand, der in Zukunft wichtiger werden dürfte. Anzustreben ist ein Rentensystem mit einer hohen Deckungsrate und geringen Beitragssätzen als Anreiz, in das System einzuzahlen. Aber eine flächendeckende Absicherung älterer Menschen ist angesichts der Dimension nur auf niederem Niveau möglich.
Vorträge und Diskussion zeigten, dass die demografische Entwicklung sich auf viele Lebensbereiche auswirkt. Und sowohl für China und für Deutschland besteht in den kommenden Jahren die Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft darin, diesen Prozess zu gestalten.





