Hanns-Seidel-Stiftung China
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Neu erschienen
KOORD-Blatt Dezember 2012
Über die Arbeit der Hanns-Seidel-Stiftung in China.
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"Demografischer Wandel in China und Deutschland"
Schriftenreihe "Im Dialog mit China"
Band 8, 2012
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Peter Witterauf zu Gesprächen in China
Im Rahmen seines Aufenthalts vom 30. Mai bis 5. Juni 2012 in der VR China unterzeichnete der Hauptgeschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung, Dr. Peter Witterauf, in Peking ein Memorandum über die weitere Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Flurneuordnung (Land Consolidation and Rehabilitation Center, LCRC) des Ministeriums für Land und Ressourcen.
Beide Institutionen arbeiten seit zehn Jahren im Bereich der Flurneuordnung zusammen, im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen die Durchführung von Modellprojekten sowie die Personalqualifizierung auf höherer Ebene. Die Hanns-Seidel-Stiftung ist bereits seit Beginn der 1990er Jahre auf diesem Feld aktiv, mit der Entwicklung und Durchführung eines Modellprojektes zur Dorfentwicklung und Flurneuordnung in der Gemeinde Nanzhanglou, Provinz Shandong.
Im Zuge der Urbanisierung kommt der Entwicklung des ländlichen Raumes eine größere Bedeutung zu. So genehmigte der Staatsrat im März 2012 den Nationalen Plan zur Bodenordnung, der maßgeblich vom Zentrum für Flurneuordnung ausgearbeitet wurde. Wu Haiyang, Direktor des LCRC, erklärte, man habe in China bei der Flurneuordnung auf die Erfahrungen in Deutschland zurückgegriffen. Wang Shiyuan, Vizeminister des Ministeriums für Land und Ressourcen, betonte, dass mit dem fortgesetzten Prozess der Urbanisierung auch Fragen des Landmanagements bzw. der Neuordnung landwirtschaftlicher Flächen hinsichtlich einer zukünftigen Nutzung zu klären sind. Diskutiert wurde auch das Konzept einer Landschaftsplanung, die örtliche Erfordernisse integriert und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege enthält.
Auch ein Gespräch mit dem Stellvertretenden Leiter der Internationalen Abteilung des Bildungsministeriums (MoE), Xu Yongji, und der Direktorin der Europaabteilung, Xi Ru, stand auf dem Programm. Man tauschte sich über die bildungspolitische Kooperation und die Aktivitäten des Bildungsnetzwerkes der Hanns-Seidel-Stiftung aus.
In diesem Zusammenhang führte Dr. Peter Witterauf in Tibet Gespräche mit dortigen Vertretern der Bildungskommission sowie lokalen Bildungsbehörden. Er besuchte u.a. die Berufsschule Damxiong, die seit 2003 zum Bildungsnetzwerk der Hanns-Seidel-Stiftung in China gehört. Im Fokus der Aktivitäten steht hier die Fortbildung von Berufsschullehrern aus ganz Tibet in den Bereichen Kfz-Technik, Metall, Elektrotechnik sowie Photovoltaik. In den Kursen werden auch im Selbstbau Werkstatteinrichtungen gebaut und Lehrmittel erstellt. Lehrkräfte fertigen ebenfalls mobile Solarmodule, die den Nomaden zur Verfügung gestellt werden.
Daneben traf sich Peter Witterauf in Peking zu einem Gespräch mit Li Xiaolin, Präsidentin der Gesellschaft des Chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland (Freundschaftsgesellschaft). Im Mittelpunkt der Kooperation mit der Freundschaftsgesellschaft, dem ältesten Partner der Hanns-Seidel-Stiftung in China, steht der Dialog zu aktuellen gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Themen.



