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Referat V/5 Süd-/Südostasien
Hanns Bühler
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Die Tehrik-e-Taliban im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet
Die Gewaltanschläge der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) nehmen kein Ende. Am Samstag, den 15. Dezember 2012, greifen Kämpfer der pakistanischen Taliban den internationalen Flughafen der Provinzhauptstadt Peschawar an. Ziel des Angriffs ist augenscheinlich eine militärische Einrichtung innerhalb des Flughafengeländes. Die Angreifer schießen mit einer Rakete ein Loch in die Begrenzungsmauer des Flughafens.
Bei dem Versuch, mit einem Fahrzeug durch die Lücke auf das Flughafengelände zu gelangen, explodiert das Fahrzeug. Die fünf schwer bewaffneten Insassen werden dabei getötet. Anschließend liefern sich Sicherheitskräfte ein mehrstündiges Feuergefecht mit einer zweiten Gruppe von Angreifern, die sich in einem nahegelegenen Gebäude verschanzt hält.
Es ist nicht der erste Anschlag dieser Art in diesem Jahr.
Bereits Mitte August gelingt der TTP ein spektakulärer Angriff auf die Minhas Airbase bei Kamra. Neun schwer bewaffnete Kämpfer dringen in einen der größten Luftwaffenstützpunkte Pakistans ein und liefern sich dort ein mehrstündiges Feuergefecht mit den Sicherheitskräften. Westliche Experten gehen davon aus, dass auf der Minhas Airbase ein Teil der pakistanischen Atomwaffen lagert.
Seit Mitte 2011 nehmen die Anschläge der TTP an Quantität und Qualität zu. Insbesondere die Distrikte Bajaur, Dir und Chitral sind regelmäßig grenzübergreifenden Angriffen der TTP vom benachbarten Afghanistan ausgesetzt.
In Swat sind Gegner der TTP immer wieder Opfer von gezielten Mordanschlägen. Mit dem Anschlag auf den internationalen Flughafen von Peschawar ist der Konflikt nun bis in das Zentrum der Provinz Khyber-Paschtunistan (KP) vorgerückt.

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