Menü
Zusätzliche Informationen einblenden

Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

Kontakt

Verbindungsstelle Moskau
N.N. 
Tel.: +7 495 690-2807
Fax: +7 495 913-7002
E-Mail: moskau@hss.de

Publikationen

Argumentation kompakt 9. November 2016 – 17/2016 „Wir wollen Partnerschaft und keine Konflikte“
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation

Argumente und Materialien der Entwicklungszusammenarbeit 18
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation
Diese Publikation bestellen

Aktuelle Veranstaltungen

Sonntag, 04. Dezember 2016 bis Freitag, 09. Dezember 2016

Kloster Banz

Forum der älteren Generation

Sonntag, 04. Dezember 2016 bis Dienstag, 06. Dezember 2016

Kloster Banz

Verbraucher: Aktuelles zum Verbraucherschutz

Meine HSS

Seite hinzufügen
löschen
 

Dialog- und Konferenzprogramm für junge Politiker in Moskau

Die Delegation mit Christine Haderthauer (4.v.r.) in der Staatsduma bei Anbjar Karmejew (7.v.r.)

Für die Weiterentwicklung der Demokratie in Russland kommt es entscheidend darauf an, junge politische Führungskräfte dafür zu gewinnen, sich für die Verwirklichung demokratischer Prinzipien in ihrem Land einzusetzen. Der ins Stocken geratene Demokratisierungsprozess kann nur neuen Schwung bekommen, wenn es endlich gelingt, hierfür mehr Engagement bei der noch weitgehend unpolitischen Jugend Russlands zu erreichen.

Mit diesem dreitägigen Dialog- und Konferenzprogramm vom 25. bis 28. Juni 2007 erhielten neun junge politische Führungskräfte aus Bayern unter der Leitung von Christine Haderthauer, MdL, in Moskau die Gelegenheit, mit überwiegend jungen Politikern aus Russland einen Erfahrungsaustausch über demokratie-politische Themen und aktuelle Probleme der jungen Menschen in beiden Ländern zu erörtern.

Darüber hinaus bekam die deutsche Delegation durch Briefing-Termine mit hochrangigen russischen Politikern und Experten einen Einblick in die aktuelle politische Situation in Russland und konnte sich über den aktuellen Stand der deutsch-russischen und der europäisch-russischen Beziehungen informieren.

Im russischen Außenministerium mit Oleg Krasnitzkij (2.v.r.), neben ihm Christian Forstner, HSS

Nach einem ersten Informationsgespräch am Abend der Anreise mit Claudia Miller, Referentin für Innenpolitik und Menschenrechtsfragen an der deutschen Botschaft in Moskau, nahmen die jungen deutschen Politiker am 26. Juni 2007 an zwei jeweils zweistündigen Diskussionsrunden mit jungen russischen Politikern und Europaexperten teil.

Die erste Konferenz zum Thema "Jugendparteien in Deutschland und Russland: Aufgaben, Chancen und Selbstverständnis" fand in der Zentrale der Jugendorganisation "Junge Garde" statt, die der Regierungspartei "Einiges Russland" angehört. Der Leiter des politischen Stabes, Andrej Sawronow, erläuterte dabei die Methoden der "Jungen Garde", um junge Menschen für politisches Engagement zu gewinnen.

Am Nachmittag traf man sich zu einer Gesprächsrunde im Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften, um mit jungen Deutschland- und Europa-Experten zum Thema: "Deutschland und Russland als 'strategische Partner' in Europa" zu diskutieren. Dabei hob der Leiter des Deutschland-Zentrums des Instituts, Dr. Wladislaw Below, hervor, welch bedeutende Rolle Deutschland als engster Partner Russlands im Westen spielt.

Ljudmilla Trubina referiert unter dem Bild ihres Staatspräsidenten in der Moskauer Pädagogischen Universität

Folgende weitere Gesprächstermine enthielt das Programm: Begegnungen in der Russischen Staatsduma mit den Abgeordneten Waleri Bogomolow, Stv. Vors. der Fraktion "Einiges Russland", und Anbjar Karmejew, Stv. Vors. des Ausschusses für Informationspolitik, ein Gespräch im Russischen Außenministerium mit Oleg Krasnitzkij, Leitender Ministerialreferent in der Europaabteilung, über die Grundlagen der russischen Außenpolitik, eine Diskussion mit der Prorektorin der Moskauer Pädagogischen Universität, Prof. Dr. Ljudmilla Trubina, über die aktuellen Bildungsreformen in Russland sowie Referate von Generalmajor Jewgenij Grigorjew, Abteilungsleiter im Staatlichen Komitee zur Bekämpfung des Rauschgifthandels und der Drogenkriminalität, Anatolij Bajbakow, Chef des Dienstes für gesellschaftliche Ordnung im Moskauer Zentralbezirk, über die Herausforderungen an die innere Sicherheit Moskaus und Tatjana Newerowa, Stv. Leiterin der Abteilung für Jugend und Familie der Stadtregierung, die die aktuellen Maßnahmen Moskaus zur Bewältigung der demografischen Probleme darstellte.

Jewgenij Grigorjew (2.v.r.) stellt die Bekämpfung des Drogenhandels in Moskau dar

Aus allen Gesprächen ging das ernsthafte Bemühen der russischen Politik und Verwaltung hervor, die vielen Probleme auf demokratische Weise zum Nutzen aller Bürger zu lösen. Den deutschen Teilnehmern wurde jedoch auch klar, dass die Probleme des größten Flächenstaates der Erde und der Multimillionenstadt Moskau nur schwer mit Maßstäben zu messen sind, wie sie in Deutschland und im Freistaat Bayern angewendet werden.

Nach den dreitägigen intensiven Informationsgesprächen und Diskussionen mit vielen an Deutschland sehr interessierten russischen Politikern und Experten kehrte die deutsche Delegation mit vielfältigen Informationen, zahlreichen neuen Kontakten sowie auch einigen angenehmen Impressionen vom sommerlichen, im Wirtschaftsboom befindlichen Moskau am nach München zurück.