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Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

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Ecuador: Internationales Seminar zum Thema "Regierbarkeit und Interkulturalität"

Das Podium des Seminars

Interkulturalität ist mit gelebter Demokratie gleichzusetzen und zugleich auch Bedingung für eine friedliche Entwicklung. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer des internationalen Seminars zum Thema "Regierbarkeit und Interkulturalität", das am 12. März 2007 in Quito/Ecuador stattfand. INDESIC, der ecuadorianische Partner der Hanns-Seidel-Stiftung, veranstaltete dieses Seminar anlässlich der Verabschiedung von Armin Schlegl, langjähriger Projektleiter der Stiftung in Ecuador. 

Die Teilnehmer, zu denen auch indianische Referenten aus Mexiko, Guatemala und Bolivien zählten, betonten dabei, welche Bedeutung dem Herkommen, der Kultur und den gemeinsamen Erfahrungen für das Leben in sozialen Gemeinschaften zukomme. Nur eine Politik, die auf dieser Basis ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Ethnien sichere, werde der Interkulturalität gerecht. In der Realität kennzeichneten jedoch häufig Macht und Unterdrückung das Zusammenleben. Auch die schwierige Diskussion in Ecuador um eine neue Verfassung sei eine Reaktion auf diese Umstände.

Dra. Lourdes Tibán, Leiterin des Rates für die Entwicklung der Nationalitäten und Völker Ecuadors, Luis Alfonso Chango, Geschäftsführer der Kredigenossenschaft Mushuc Runa, Dr. Rainer Gepperth, Luis Pachala, Parlamentsabgeordneter (v.l.n.r.)

Dieser Seite der Wirklichkeit ging Dr. Rainer Gepperth, Leiter des Instituts für Internationale Begegnung und Zusammenarbeit, in Gesprächen mit Abgeordneten der Indianerbewegung, aber auch mit Mitgliedern der christlich-sozialen Partei Ecuadors nach. Hier wurde deutlich, wie schwierig und ungewiss der Weg Ecuadors in eine demokratische Zukunft ist, insbesondere dann, wenn das Vorhaben einer Verfassungsgebenden Versammlung nicht alle Teile der Bevölkerung gleichberechtigt einschließt.

INDESIC (Instituto para el Desarrollo Social y de las Investigaciones Científicas) unterstützt die Integration der indianischen Bevölkerung. Das Institut verwaltet heute eigenständig das Stipendienprogramm, begleitet es durch gesellschaftspolitische Kurse und führt Maßnahmen zur Förderung der indigenen Völker und Nationalitäten durch. Es entstand durch den Aufbau eines Stipendienprogramms der Hanns-Seidel-Stiftung, von dem zwischenzeitlich nahezu 600 junge Indianerinnen und Indianer in ihrer akademischen Bildung profitiert haben. Daran maßgeblich beteiligt war Armin Schlegl, dessen Verdienste Dr. Gepperth ausdrücklich würdigte. Dass in Ecuador die Förderung der indianischen Bevölkerung weiterhin zu den Schwerpunkten der Stiftung zählt, machte er bei der Vorstellung des Nachfolgers, Dr. Klaus G. Binder, deutlich.

Dr. Rainer Gepperth, Innen- und Justizminister Dr. Carlos Holguín

Dem Besuch in Ecuador war ein zweitägiger Aufenthalt in Bogota vorausgegangen, bei dem Dr. Gepperth das Arbeitsprogramm der Stiftung in Kolumbien besprach. Angesichts der für Herbst 2007 angesetzten Kommunal- und Regionalwahlen steht eine breite Qualifizierung im Mittelpunkt, die sich an Kandidaten für Wahlämter richtet. Sie informiert über die gesetzlichen Voraussetzungen der Wahl und der Amtsübernahme. Neben der Schulung des persönlichen Auftretens erfolgt eine fachliche Vorbereitung, die befähigt, Politik vor Ort für die Menschen zu machen. Innen- und Justizminister Dr. Carlos Holguín sowie der amtierende Vorsitzende des Conservatismo Colombiano, Senator Julio Manzur, dankten der Hanns-Seidel-Stiftung für ihre Unterstützung.

Weitere Informationen

undefinedDie Arbeit der Hanns-Seidel-Stiftung in Lateinamerika