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Wissens- und Technologietransfer: Von der Wissenschaft zur Wirtschaft

Das Podium der Veranstaltung

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bilden den dynamischsten Wirtschaftssektor und ihr Wachstum ist entscheidend für das wirtschaftliche Wohlergehen insgesamt. Innovationshemmnisse in mittelständischen Unternehmen schaffen jedoch Wettbewerbsnachteile. Diese Thematik wurde auf einer gemeinsamen Fachtagung der Hanns-Seidel-Stiftung und der Bayerischen Elite-Akademie am 10. September 2008 in Brüssel erörtert.

Die Bayerische Elite-Akademie identifiziert in ihren Projekten mittelstandsspezifische Innovationshemmnisse und stellt mögliche Lösungsansätze vor. Hierzu gehören u.a. die Schaffung einer innovationsfreundlichen Unternehmenskultur, geprägt durch den Unternehmer; die Verbesserung der innerbetrieblichen Kommunikation; der Abbau von Berührungsängsten zwischen Mittelstand und Hochschulen; die Steigerung der Attraktivität mittelständischer Unternehmen für Studienabgänger sowie die übersichtlichere Gestaltung der Fördermöglichkeiten.

Im Rahmen der Tagung wurden spezifische Projektbeispiele einem breiten europäischen Publikum vorgestellt. Moderiert durch Prof. Dr. Dr. h.c. Franz Durst, Geschäftsführer der FMP Technology GmbH in Erlangen und Stiftungsvorstand der Bayerischen Elite-Akademie, diskutierten zu diesem Thema Maria Da Garca Carvalho, Hauptberaterin im Beratergremium (BEPA) des Präsidenten der Europäischen Kommission, Dipl. Ing. Frank M. Salzgeber, Head of Technology Transfer Programme Office bei der ESA, Mag. Gerhard Huemer, Direktor für Wirtschafts- und Finanzpolitik der UEAPME, und Tim Robert Wegner, Student an der Bayerischen Elite-Akademie.

Ana Martinho

Heidrun Piwernetz, Leiterin der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union, wies in Ihrer Eröffnungsrede darauf hin, dass man in Deutschland die Investitionen zu Förderungen im Innovationsbereich der High Technology anstreben müsse und ein Transfer von der Wissenschaft zur Wirtschaft einen Lösungsansatz für die Umsetzung der Erfindungen bilden könne.

Ana Martinho, Hauptberaterin im Kabinett des Präsidenten der Europäischen Kommission, setzte diesen Ansatz fort und betonte, dass viele Hindernisse überwunden werden müssten. Besonders das Know-how – welches als Ressource sehr wichtig sei – müsse daher in allen Ebenen von Universitäten angeboten bzw. geschaffen werden, um dieses dann auch anwenden zu können. Weiterhin solle man bedenken, dass durch die voranschreitende Globalisierung die Bürger immer wieder neuen Herausforderungen ausgesetzt sind. Um diese darauf vorbereiten zu können, seien Reformen an Universitäten notwendig, damit man sich das nötige Know-how aneignen könne. Universitäten müssten auf Veränderungen schneller reagieren und vermehrt Bindungen bzw. Partnerschaften mit der Wirtschaft eingehen. Institute im Bildungsbereich – wie zum Beispiel die Einrichtung "Institute for Environmental Decisions" (IED) – müssten über ihre Grenzen hinauswachsen, da vermehrt Probleme durch die Wandlung der Welt, Wirtschaft und Gesellschaft entstünden, für die Lösungen gefunden werden müssten. Als Beispiel hierzu nannte sie den Klimawandel, die Verringerung der Ressourcen und die Lebensmittelsicherheit.

Moderator Prof. Dr. Dr. h.c. Franz Durst

Mit der rhetorischen Frage, wie man das Wissen an den Universitäten in die Industrie bringen solle, leitete Prof. Dr. Dr. h.c. Durst die Projektpräsentationen von Studenten der Bayerischen Elite-Akademie ein. Seiner Meinung nach müsse eine Rationalisierung stattfinden, um gewisse Systeme, wie die internationale Preisbildung, das Gehaltssystem oder auch die Sozialstruktur, erhalten zu können. Um einen ersten Schritt in Richtung Wissenstransfer zu setzen, hat Professor Durst mit Studenten der Bayerischen Elite-Akademie ein Projekt gestartet, in dessen Rahmen zehn von 81 Einzelprojekten von verschiedenen Universitäten ausgewählt und ein Businessplan erstellt wurde. Hieran wirkten Studenten aus verschiedenen Studienrichtungen mit, um einen Wissenstransfer zu gewährleisten. Aus diesen Projekten sind vier Unternehmen entstanden, von denen drei auf dieser Konferenz vorgestellt wurden:

  1. Zen System: Bei diesem Projekt ging es um innovative Leuchtlösungen.

  2. Solea Med Solutions: Die Studenten dieses Unternehmens haben Softwareunterstützung für die Medizin entwickelt.

  3. Orcan Industries – Innovative Recovery of Energy: Im Rahmen des erfolgreichsten Projektes dieses Jahrganges an der Elite-Akademie ist es den Studenten gelungen, Energie innovativ wieder in den Verbraucherprozess einzubinden.
Teilnehmer der Gruppe 1

In der anschließenden Diskussion betonte Mag. Huemer, dass Innovation in verschiedenen Rollen vorkämen, nicht nur im Bereich Technologie, sondern auch im Zulieferungs-, Kunden- und Dienstleistungswesen. Besonders wichtig sei die stetigen Entwicklung und die Unterstützung junger Leute, sich Know-how anzueignen. Auf die oft gehörte Aussage, dass die Vereinigten Staaten viel bessere Chancen böten, erwiderte Huemer, dass Europa durchaus mit den brillanten Ansätzen der USA mithalten könne.

Maria Da Garca Carvalho schloss sich dem an, hob jedoch hervor, dass das gesamte System der Bildung effizienter gestaltet werden müsse. Doch diese Materie sei sehr komplex, da sie von vielen Faktoren abhängig sei. Wichtig wäre es, weniger, dafür aber bessere Bestimmungen bzw. Regeln aufzustellen, und eine Balance zwischen gerechten Möglichkeiten für einen jeden und dem Bildungssystem zu finden. Bis zum 16. Lebensjahr sollte jeder die gleichen Chancen auf Bildung haben und sich danach für eine praxisorientierte oder eine höhere bzw. universitäre Ausbildung entscheiden können. Eine Permeabilität zwischen beiden Bildungswegen solle gewährleisten, dass den Absolventen der praktischen Ausbildung im Anschluss daran auch der Weg in das höhere Bildungswesen offen stehe.

Teilnehmer der Gruppe 2
Teilnehmer der Gruppe 3