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Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

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20 Jahre Hanns-Seidel-Stiftung in Korea

Won Se-Hun, Hans Zehetmair

Anlässlich des 20-jährigen Engagements der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea hielt sich der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, mit dem Leiter des Instituts für Internationale Begegnung und Zusammenarbeit, Dr. Rainer Gepperth, vom 9. bis 13. Juli 2008 in Korea auf und nutzte den Besuch für politische Gespräche mit der neuen Regierung.

Bei Treffen mit dem Chefberater des Präsidenten, Chong Jong-Kil, dem Innenminister Won Se-Hun, dem Umweltminister Lee Man-Eui und dem Generalsekretär des National Unification Advisory Council, Kim Dai-Sik, standen vor allem die Projekte der Hanns-Seidel-Stiftung in Nordkorea, die Arbeit der Stiftung im innerkoreanischen Grenzgebiet und die deutschen Erfahrungen mit der Versöhnungspolitik im Vordergrund.

Verleihung der Ehrendoktorwürde

Zum Auftakt der Reise wurde Dr. h.c.mult. Hans Zehetmair die Ehrendoktorwürde der Woosuk-Universität für seine Verdienste um die Entwicklung des Hochschulwesens in Bayern und die Internationalisierung der Hochschulen verliehen. Dies, so Rektor Ra Jong-Il in seiner Laudatio, sei auch ein Ansporn für koreanische Universitäten. Dr. Zehetmair lobte die entsprechenden Globalisierungsanstrengungen der Woosuk-Universität und versprach, sich für die Entwicklung der deutsch-koreanischen Hochschulkontakte einzusetzen.

Bei einer großen Konferenz zur Wiedervereinigungspolitik der neuen Regierung ging Dr. Zehetmair während seiner Grundsatzrede vor allem auf die Lehren aus der deutschen Ostpolitik der Regierung Helmut Kohl in den 1980er Jahren ein, die zahlreiche Parallelen zur politischen Situation der Lee-Regierung von heute aufweist.

Rainer Gepperth, Lee Sang-whi

Schon vorher hatte Dr. Zehetmair im Abgeordnetengebäude der koreanischen Nationalversammlung die Ausstellung "History Codes" eröffnet, die Poster junger deutschen Kunst- und Designstudenten zu Fragen von Teilung und Wiedervereinigung enthält. In einer Festveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum wurde insbesondere Dr. Rainer Gepperth für seine Verdienste im koreanischen Aussöhnungsprozeß durch den Staatssekretär im Wiedervereinigungsministerium, Dr. Hong, geehrt. Eine weitere Ehrung fand durch den Präsidenten des Community Development Institute (CDI) in Chonju, Prof. Lee Sang-Hwi, für die Verdienste von Dr. Gepperth für die Entwicklung der kommunalen Selbstverwaltung in Chollabukdo statt. Grußworte der stv. deutschen Botschafterin Claudia Schmitz sowie des Mitglieds im Präsidium der GNP, Ho Tae-Yol, rundeten das Programm ab, das mit einer Eröffnungsrede durch Stiftungsvorsitzenden Dr. Zehetmair begonnen wurde.

Unterzeichnung des Memorandums

Auf einer zweitägigen Fahrt in die Gangwon-Provinz, die Partnerprovinz der Hanns-Seidel-Stiftung, konnte sich Dr. Zehetmair vom Engagement in der Grenzregion im Bereich der Aussöhnung, vor allem aber auch der nachhaltigen Entwicklung überzeugen. Die enge Verbundenheit mit Gouverneur Kim Jin-Sun von Gangwon-Do, wurde erneut bestätigt. Zuvor hatten Gespräche mit der Tageszeitung Gangwon Ilbo und dem Gangwon Development Research Institute stattgefunden. Im Landkreis Goseong, dem einzigen geteilten Landkreis in Korea, wurde mit Landrat Hwang Jong-Kook ein Memorandum zur Fortsetzung der Arbeit bis 2010 unterzeichnet.

Der Besuch festigte die guten Beziehungen der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea mit der südkoreanischen Politik. Gleichzeitig zeigte der zeitgleich stattfindende traurige Zwischenfall, bei dem eine südkoreanische Touristin in der nordkoreanischen Sondertourismuszone direkt an der Grenze erschossen wurde, wie schwierig die Überwindung der Teilung Koreas noch ist.

Unsere Arbeit in ...