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Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

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Referat V/3 Afrika, südlich der Sahara
Klaus Liepert
Tel.: 089 1258-366 | Fax: -340
E-Mail: liepert@hss.de

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Argumentation kompakt 9. November 2016 – 17/2016 „Wir wollen Partnerschaft und keine Konflikte“
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Peter Witterauf auf Projektvisite in der Demokratischen Republik Kongo

Informationsveranstaltung für Siedler in Mbankana

Im Rahmen eines Besuches informierte sich vom 21. bis 24. April 2008 Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Witterauf über die Stiftungsprojekte in der Demokratischen Republik Kongo. Einer der Höhepunkte für Dr. Witterauf, der von Klaus Liepert, dem Leiter des Referates "Afrika südlich der Sahara" begleitet wurde, war die Besichtigung des agroforstwirtschaftlichen EU-Siedlungsprojektes in Mampu. Hier kam es zur Ansiedlung von rund 3.000 Menschenn, die sich dort durch Wechselfelderwirtschaft und Holzkohleproduktion in Plantagenwirtschaft eine solide Lebensgrundlage erarbeitet haben. Das erfolgreiche Projekt dient der EU und auch der Privatwirtschaft in anderen Landesteilen als Vorbild für ähnliche Vorhaben.

Das Geheimnis zum Erfolg dieses Projekts ist der Nachwuchs der Akazien ohne Nachpflanzung! Dies wird dadurch erreicht, dass nach der ersten Rodung vor der Pflanzung von Mais und/oder Maniok die gerodeten Flächen nochmals brandgerodet werden, wodurch der Boden entscheidend mit Kalium angereichert wird und durch diese Brandrodung die im Boden vorhandenen Akaziensamen zu keimen beginnen. Anschließend wird in diese Fläche Maniok und/oder Mais gepflanzt, der dann durch den Nährstoffgehalt im Boden hervorragend gemeinsam mit den Akazien wächst. Mais und/oder Maniok kann dann mehrmals jährlich geerntet werden, und nach sieben Jahren kann das Akazienholz zur Holzkohlegewinnung geschlagen werden, und der Zyklus beginnt von Neuem. Langfristig bietet diese Methode eine Möglichkeit Savannengebiete in großem Rahmen zur landwirtschaftlichen Nutzung aufzuforsten, und damit eine Änderung u.a. auch des Kleinklimas in diesen Regionen zu erreichen.

Fischzucht des Partners in Mbankana

Das EU-Projekt ist derzeit das größte Projekt aus Mitteln der Europäischen Union, das von der Hanns-Seidel-Stiftung durchgeführt wird. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Siedlungsprojekt der Stiftung in Mbankana, ca. 160 km östlich der Hauptstadt Kinshasa. Dort wurden seit 1981 im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Stadtverwaltung Kinshasa und der Hanns-Seidel-Stiftung 250 Familien aus Kinshasa (rund 2.000 Personen) in kleinbäuerliche Siedlerstellen in acht Dörfern auf dem Bateke-Plateau angesiedelt. 1999 wurden die etwa 30 ha großen Siedlerbetriebe mit rechtsgültigen Besitztiteln an die Siedler übergeben. Die Dörfer haben sich in der Zwischenzeit in die bestehenden Wirtschaftskreisläufe integriert. Eine öffentliche Infrastruktur wurde geschaffen. Diese beinhaltet Schulen, medizinische Versorgung, Erwachsenenbildung und Verkehrswege. Die traditionellen dörflichen Gemeinschaften in der Umgebung von Mbankana wurden in die Projektmaßnahmen einbezogen. Das System der Agroforstwirtschaft wurde eingeführt.

Insgesamt haben die beiden Landwirtschaftsprojekte sehr positive Auswirkungen auf eine Region, in der derzeit über 20.000 Menschen leben.

In der kleinen Näherei einer Kleiderproduzentin

Auch in Kinshasa besuchte Dr. Witterauf die "Grass-Root-Arbeit", die dort vom einem Partner der Hanns-Seidel-Stiftung, dem Institut CADEA (Centre d´Actions pour le Développement des Entreprises en Afrique) durchgeführt wird. Der Inhalt der Arbeit ist dort die Schulung von Kleinunternehmern. Pro Jahr werden dabei ca. 30 Kleinunternehmer aus allen Stadtvierteln Kinshasas mit Fortbildungen und Betriebsberatungen unterstützt. Der Erfolg dieser Maßnahme dokumentiert sich in tatsächlichen Umsatz- und Einnahmesteigerungen der Zielgruppe und trägt so direkt zur Armutsminderung bei.

Neben Terminen bei einer Veranstaltung zur Korruptionsbekämpfung, die vom Partner ISDD (Institut de Stratégies pour Développement Durable )durchgeführt wurde, fanden auch Gespräche mit dem Generalsekretär des Planungsministeriums und dem Umweltminister statt. Gemeinsam mit dem Planungsministerium unterstützt die Hanns-Seidel-Stiftung die Fortbildung von Verwaltungsbeamten aus allen Bereichen auf dem IT-Sektor. Das Umweltministerium ist ein Partner im Rahmen der Durchführung der EU-Projekte.

Abgerundet wurde der Besuch durch politische Hintergrundgespräche mit dem Generalsekretär der PALU, der Partei von Premierminister Gizenga, dem deutschen Botschafter, Dr. Weißhaupt, und dem Leiter der Unabhängigen Wahlkommission, Appolinaire Malu-Malu.

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