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Fachforum Medien: Crossmedia

Unter dem Schlagwort "Crossmedia" hat das Internet eine beispiellose Revolution in der Medienlandschaft ausgelöst. Grenzen zwischen Print, Radio und Fernsehen, die früher leicht zu ziehen waren, verwischen angesichts der umfangreichen multimedialen Inhalte, die überall online zu finden sind. Dieser breiten und bewegenden Thematik widmete sich das Fachforum Medien 2008 der Hanns-Seidel-Stiftung. Am Wochenende vom 26. bis 28. September 2008 trafen sich Stipendiaten und Altstipendiaten in Wildbad Kreuth, um gemeinsam verschiedene Aspekte und Hintergründe der crossmedialen Welt zu erfassen und zu verstehen. Organisiert wurde die Veranstaltung von den drei Fachforumssprechern Ute Badulescu, Dagmar Diener und Anton Preis.

Die am Fachforum teilnehmenden Stipendiatinnen und Stipendiaten
Die am Fachforum teilnehmenden Stipendiatinnen und Stipendiaten

"Die Medienkonsumenten waren schon immer crossmedial", erläuterte Michael Bachmann, Kommunikationsberater und Geschäftsführer der Gesellschaft für Medien Marketing GMM, im Rahmen des Einführungsvortrags am Freitagabend. Immer wieder sei die Medienlandschaft vor Veränderungen gestanden, sei es durch die Etablierung des Fernsehens oder auch die Verbreiterung des Angebots durch private Rundfunk- und Fernsehanstalten. Ohne Vergleich stehe jedoch die Veränderung der Medienwelt durch das Internet im Laufe der letzten Jahre da. Wo keine Grenzen mehr sind, müsse grenzenloses Denken und Kundenorientierung entstehen, gab er den Teilnehmern mit auf den Weg. "Sie müssen die ganze Klaviatur im Medienbereich beherrschen", so Bachmann.

In der Podiumsdiskussion, die am Samstagvormittag stattfand, setzten sich die Teilnehmer des Fachforums mit verschiedenen Blickwinkeln auf das Thema "Crossmedia" auseinander: Dr. Wolfgang Stöckel, Vorsitzender des Bayerischen Journalistenverbands, erläuterte, welche Probleme auf die Journalisten in einer solch schnelllebigen Zeit zukommen. Er sprach die Gefahr schwindender Qualität an bei immer höherem Zeitdruck. Für die Zukunft müsse die Ausbildung von Journalisten noch breiter sein und die Vernetzung untereinander noch umfangreicher. Er betonte auch die wichtige ethische Komponente journalistischen Schaffens: "Sie dürfen nicht ins Blaue hineinschreiben, sondern müssen sich fragen: "Was tue ich da eigentlich?"

Standen bei der Podiumsdiskussion Rede und Antwort: Dr. habil. Rau, Dr. Wolfgang Stöckel, Raimondo Sanna, Michael Bachmann
Standen bei der Podiumsdiskussion Rede und Antwort: Dr. habil. Rau, Dr. Wolfgang Stöckel, Raimondo Sanna, Michael Bachmann

Raimondo Sanna, Geschäftsführer von munich-online, der Online-Plattform von Münchner Merkur/tz, stellte die wirtschaftlichen Chancen und Risiken von Crossmedia für einen Printverlag dar. Das wichtigste Gut in einem regional ansässigen Verlag sei der regionale Content, so Sanna. Aus diesem gelte es, Kapital zu schlagen. Er erläuterte außerdem, wie spät die fortschreitenden Entwicklungen im Internet durch die Verlage erkannt wurden und wie teuer danach manchem Traditionshaus eigene Projekte gekommen seien.

Dr. Harald Rau, Medienwissenschaftler an der Universität Leipzig, Publizist und Berater, stand für die wissenschaftliche Seite der crossmedialen Entwicklung und zeigte aus der Perspektive der Forschung, wohin die Reise bei der Konvergenz der Medien gehen könnte. "Erhalten Sie sich Ihre Neugier, dann brauchen Sie keine Angst vor der Zukunft haben", ermunterte Rau die Teilnehmer des Fachforums und damit die vielen künftigen Journalisten im Kreise der Stipendiaten.


Der Podiumsdiskussion schlossen sich Workshops an. Gemeinsam erarbeiteten die Stipendiaten und Altstipendiaten ein Curriculum für Aus- und Weiterbildung von jungen Journalisten, bereiteten Printtexte zu Online-Content auf, diskutierten die neue Rolle des Journalisten im Rahmen von Vorabergebnissen der Studie "Bewegtbildkommunikation im Internet" und bearbeiteten einen Business-Case zur Online-Neukonzeption des Anzeigengeschäfts eines Printverlags.

Julia Schmitt-Thiel, Anton Preis, Ute Badulescu, Dagmar Diener, Prof. Hans-Peter Niedermeier, Leiter des Förderungswerks
Julia Schmitt-Thiel, Anton Preis, Ute Badulescu, Dagmar Diener, Prof. Hans-Peter Niedermeier, Leiter des Förderungswerks

Der Samstagabend bot Platz für Networking und Gespräche. Der Club der Altstipendiaten hatte zu einem Empfang geladen.

Am Sonntag legten die Teilnehmer der Fachforumsveranstaltung mit "Auslandsberichterstattung" das Thema für 2009 fest. Weiterhin stand traditionell die Neu- bzw. Wiederwahl der Fachforumssprecher auf dem Programm. Dagmar Diener und Anton Preis wurden erneut in ihrem Amt bestätigt. Für die nunmehr im Kreise der Altstipendiaten aufgenommene Ute Badulescu und zugleich neue Sprecherin der Fachgruppe "Medien" der Altstipendiaten wurde Julia Schmitt-Thiel ins Sprecheramt gewählt. Letztere war bereits als JFS-Stipendiatin Sprecherin des Fachforums Medien und freut sich über ihre neue alte Aufgabe.´

Bericht und Bildmaterial: Dagmar Diener, Anton Preis