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Medizinische Berufsfelder - Chancen nach dem Studium

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der CdAS-Fachgruppe Medizin und dem Stipendiaten-Fachforum Medizin am 28. Juni 2008 im Konferenzzentrum München standen die Berufsfelder der Medizin und ihre Anforderungsprofile im Mittelpunkt. Altstipendiat und Sprecher der CdAS-Fachgruppe Medizin Prof. Dr. med. Hans Roland Dürr und Marcus Vallaster, Sprecher des Fachforums Medizin, haben sieben Fachvertreter eingeladen, die den angehenden Medizinerinnen und Medizinern Einblick in ihren persönlichen Werdegang und Berufsalltag gaben und individuelle Karrieremöglichkeiten aufzeigten.

Von den Hochschullehrern Prof. Dr. Dr. Ulrich Welsch, Leiter der Anatomischen Anstalt der LMU München, und Prof. Dr. med. Hans Roland Dürr, Schwerpunktleiter der Tumororthopädie an der Orthopädischen Klinik der LMU München, erfuhren die Studenten, was es heißt, sich für eine universitäre Laufbahn zu entscheiden. Dem gegenüber stellte Dr. Michael Sixt vom Max-Planck-Institut für Biochemie seinen fast vollständig auf Forschung ausgerichteten Arbeitstag dar. Der Kontrast zwischen dem Spannungsfeld aus Forschung, Lehre und Klinik auf der einen Seite und idealen Rahmenbedingungen hinsichtlich persönlicher Forschungsintention auf der anderen wurde deutlich.

Mit seiner Schilderung vom klassischen Berufsweg als niedergelassener Arzt mit eigener Praxis versetzte Dr. Karsten Lohscheidt, Orthopäde in Landsberg, die Zuhörer in großes Staunen: Ein Großteil hatte sich seinen späteren Arbeitsalltag mit weniger als 70 bis 80 Wochenarbeitsstunden vorgestellt.

Prof. Dr. Ralf Huss, Leiter der Abteilung Pathologie und Tumorbank der Roche Diagnostics GmbH, Penzberg, klärte die angehenden Mediziner über das Arbeiten in der Pharmaindustrie auf. Die Illusion, unmittelbar im Anschluss an das Studium "in der Pharmaindustrie das schnelle Geld zu machen", wurde den Zuhörern durch Schilderungen aus seinem Alltag und Lebenslauf schnell genommen.

Wie der Aufgabenbereich und das Tätigkeitsfeld eines Chefarztes einer nichtuniversitären Einrichtung aussieht, skizzierte Prof. Dr. med. Matthias Anthuber vom Klinikum Augsburg. Zwischen Operationstisch, Verwaltung und Mitarbeiterführung sind neben fachlicher Exzellenz eine Reihe von Soft Skills erforderlich

Dem breiten Spektrum an Berufsmöglichkeiten im medizinischen Sektor wurde auch durch ein Referat von Dr. med. vet. Gerhard Heim, niedergelassener Praktischer Tierarzt, Rechnung getragen. Für die überwiegende Mehrzahl der Zuhörer, die sich für den humanmedizinischen Bereich entschieden hatten, war das große Aufgabenspektrum - von der Spinne bis zur Kuh und von der Arzneimitteldispension bis hin zur Fleischbeschauung - besonders faszinierend.

Einen weiteren medizinischen Berufsbereich stellte der niedergelassene Zahnarzt Dr. Thomas Rieger vor und bildete damit den Abschluss der Vortragsreihe. Deren Organisatoren um Prof. Dürr und Marcus Vallaster zeigten sich über den Verlauf der gelungenen Auftaktveranstaltung in Kooperation zwischen Fachgruppen und Fachforum sehr zufrieden. Insbesondere der Rahmen der Veranstaltung, der es möglich machte, in ungezwungener Atmosphäre sowohl einen Eindruck vom vielseitigen medizinischen Berufsethos als auch "Insider-Tipps" zu erhalten, fand bei den zahlreichen Teilnehmern großen Anklang

Bericht: Stephanie Egelseer