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Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

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Referat IV/3 Geistes-, Sozial- Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (Uni)
Dr. Gabriele-Maria Ehrlich
Tel.: 089 1258-330 | Fax: -403
E-Mail: ehrlich@hss.de

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Hanns-Seidel-Stiftung
Institut für Begabtenförderung
Lazarettstraße 33
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Interkulturelle Kommunikation

Wochenendseminar für Stipendiaten vom 13. bis 15. Juni 2008 in Wildbad Kreuth
Vor einem Studienaufenthalt im Ausland gehört es nicht nur zur persönlichen Kultur, sondern bedeutet es eine unverzichtbare Notwendigkeit für den persönlichen Kontakt, sich über Kulturtraditionen, religiöse Sitten und Tabus, Umgangsformen und Gewohnheiten sowie die aktuellen politischen Verhältnisse zu informieren und sich sprachlich vorzubereiten.

Aber auch im Heimatland bilden diese Kenntnisse, gepaart mit kommunikativen Fähigkeiten, die Voraussetzung für den freundlichen und integrativen Umgang miteinander, da gerade heute das öffentliche Leben geprägt ist durch Beziehungen von Menschen unterschiedlicher Kulturkreise. Das Verstehen des Einflusses kultureller Faktoren wirkt sich sowohl auf das Arbeitsleben wie auf das gesellschaftliche und familiäre Leben aus. Die Förderung der eigenen kulturellen Sensibilität führt aber erst zur Wahrnehmung und vorbehaltlosen Beziehungsbereitschaft mit fremden Kulturen und ermöglicht einen respekt- und taktvollen Umgang miteinander. In einem Wochenendseminar vom 13. bis 15. Juni 2008 fanden Stipendiaten des Förderungswerks in Wildbad Kreuth unter fachkundiger Anleitung Zugang zu diesem Thema.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars mit der Trainerin Cornelia Wolfgruber (2. v. l.)
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars mit der Trainerin Cornelia Wolfgruber (2. v. l.)

Landesidentitäten, nationale Stereotypen und "heimliche Standards" der Kulturen
Die Rhetorik-Trainerin Dr. Cornelia Wolfgruber, selbst ehemalige Stipendiatin, beleuchtete in ihren Ausführungen die verschiedenen Kulturkriterien einzelner Nationen, Landesidentitäten und nationale Stereotypen. Sie stellte mittels einer Reihe von Präsentationen das Zusammenspiel von sprachlicher und nichtsprachlicher Ausdrucksweise dar und zeigte die kulturellen Unterschiede dabei auf. Die Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Kulturen hinsichtlich Körpersprache und Sprachgebrauch, aus denen die "heimlichen Standards" zu ersehen und herauszuhören sind, wurden herausgearbeitet.

In Einzel- und Gruppenübungen auch mithilfe eines Kulturassimilators schlüpften die Stipendiaten in verschiedene Rollen und konnten sich in die Lage eines Vertreters einer anderen Kultur einfühlen, seine Sichtweisen einnehmen und verstehen.

Cornelia Wolfgruber zitierte: "Vor allem, Scout, sagte er, musst du einen ganz einfachen Trick lernen, dann wirst du viel besser mit Menschen aller Art auskommen. Man kann einen anderen nur richtig verstehen, wenn man die Dinge von seinem Gesichtspunkt aus betrachtet. Ich meine, wenn man in seine Haut steigt und darin herumläuft." ("Wer die Nachtigall stört", Harper Lee, 1960).


Der Spaß kam - auch während der Übungen - nicht zu kurz
Der Spaß kam - auch während der Übungen - nicht zu kurz

Redeeinstieg auf amerikanisch
Der Einstieg in einen Vortrag oder in eine freie Rede stellt einen entscheidenden Schritt in der Akzeptanz dar. Wie der 'richtige' Einstieg aussieht und welche Bedeutung ihm zukommt, ist in den verschiedenen Nationen sehr unterschiedlich. Frau Dr. Wolfgruber erläuterte anhand von beispielhaften 'Short statements' von Europäern, Asiaten und Amerikanern die teils gravierenden Unterschiede. Ein videogestützes Redetraining bildete den Abschluss des Seminars.