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Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

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Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP), Bibliothek und Dokumentation
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Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP), Bibliothek und Dokumentation
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Schäffer Fritz
geb. 12.05.1888, gest. 29.03.1967
Dr. iur.; Beamter, Staatsrat, MdL, MdB, Bayerischer Ministerpräsident, Bundesminister

1907-1911 Studium der Rechtswissenschaften in München; 1915-1916 Soldat; 1917 Referent im Innenministerium, 1918 Bezirksamtsassessor in Kelheim, 1920 Regierungsrat im Kultusministerium; 1920-1933 MdL der BVP, 1929-1933 deren Landesvorsitzender; 1931-1933 Staatsrat und kommissarischer Leiter des bayerischen Finanzministeriums; 1933 abgesetzt; 1933-1945 Rechtsanwalt in München, mehrfach inhaftiert; Mai bis September 1945 Bayerischer Ministerpräsident, 1945 Mitgründer der CSU und erster Vorsitzender des CSU-BV München, 1946-1948 politisches Betätigungsverbot durch die amerikanische Militärregierung, 1949-1961 MdB, 1949-1957 Bundesfinanzminister, 1957-1961 Bundesjustizminister

Bestand: CSU (Landespartei und KV Passau), Bundestagswahlen, Ministertätigkeit, Memoiren (Manuskript) 1946-1961

Findmittel: Datenbank

Umfang: 0,2 lfd m Teilnachlass; (Bundesarchiv)

Literatur:  Menges, Franz: Fritz Schäffer (1888-1967) in: hg. v. Jürgen Aretz, Robert Morsey, Anton Rauscher, Zeitgeschichte in Lebensbildern, Band 6, 1984 S. 139-152; Haushaltsreden: Die Ära Schäffer 1949-1957, Bonn 1992, hg. v. Bundesministerium der Finanzen (Schriftenreihe zur Finanzgeschichte Bd.1); Otto Altendorfer, Fritz Schäffer als Politiker der Bayerischen Volkspartei (1888-1949) (UQZ Bd.1) München 1993; Christoph Henzler, Fritz Schäffer (1945-1967): Eine biographische Studie zum ersten bayerischen Nachkriegs-Ministerpräsidenten und ersten Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland, (UQZ Bd.2) München 1994; Karl-Ulrich Gelberg, Michael Stephan, Ministerpräsident Fritz Schäffer, in: "Das schönste Amt der Welt". Die bayerischen Ministerpräsidenten 1945-1993, München 1999, S. 31-43; Alf Mintzel, Schäffer Fritz, in: hg. v. Udo Kempf, Hans-Georg Merz, Kanzler und Minister 1949-1998. Biographisches Lexikon der deutschen Bundesregierungen, Wiesbaden 2001, S. 568-574: Altendorfer, Otto: Fritz Schäffer (1888-1967). Bayerischer Ministerpräsident, Bundesfinanzminister, in: hg. v. Günter Buchstab, Brigitte Kaff, Hans-Otto Kleinmann, Christliche Demokraten gegen Hitler. Aus Verfolgung und Widerstand zur Union, Freiburg i. Breisgau 2004, S. 422-429; Franz Menges, Fritz Schäffer, in: NDB 22 (2005) S. 516-518; Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949-2002, München 2002, S. 724f.; Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819-2003.

Scharnagl Wilfried
geb. 26.10.1938
Journalist, Chefredakteur

Studium der Geschichte in München und Frankfurt, Volontariat, Redakteur beim Freisinger Tagblatt, seit 1964 Redakteur, 1977-2001 Chefredakteur des Bayernkurier

Bestand: Bayernkurier 1952, Manuskriptsammlung, Kondolenzpost Marianne Strauß 1984, Fotos von Reisen mit Franz Josef Strauß 1988; Tonbänder, Video, Materialsammlung zu Franz Josef Strauß

Findmittel: Repertorium

Umfang: 3,5 lfd m

Literatur: von Wilfried Scharnagl u.a.: Konzern Europa. Wunsch und Wirklichkeit, München 1972; Japan. Die konzertierte Aggression, München 1972; Zweimal Bayern: Kontraste eines ungewöhnlichen Landes, München 1975; Marianne Strauß: Ein Buch der Erinnerung, Percha am Starnberger See 1984; Strauß in Moskau ... und im südlichen Afrika, Percha am Starnberger See 1988; Franz Josef Strauß: Der Mensch und Staatsmann. Ein Portrait, Percha am Starnberger See 31988; Bayern und Strauß. Lebenswerk und Abschied, Percha am Starnberger See 1989; Mein Strauß. Staatsmann und Freund, München 2008; De amicita. Politische Studien – Zeitgespräch mit Wilfried Scharnagel, in: Politische Studien 421 (2008), S. 9-27.

Scheer Siegfried
geb. 27.5.1912, gest. 04.03.1992
Diplom-Bibliothekar

1934-1959 Universitätsbibliothekar in Hamburg, 1946-1958 Mitglied des Sozial- und Beam­tenausschusses der CSU, 1960-1974 Bibliotheksleiter der Heeresoffiziersschule in München

Bestand: Druckschriften der CDU und CSU (u.a. Parteitage), schriftliche Unterlagen 1946-1974

Findmittel: Repertorium

Umfang: 0,2 lfd m

Scherzer Hans Karl
geb. 28.08.1929, gest. 27.08.2009
Gymnasiallehrer, Ministerialdirigent

Studium der Geschichte, Germanistik, Geographie und Philosophie in Regensburg und Würzburg; Staatsexamen für das Höhere Lehramt, Studienrat in Weiden/Opf. und München, Mitarbeiter von Prof. Hans Maier im Deutschen Bildungsrat und am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München; 1971-1991 Referent, dann Abteilungsleiter für Grundsatzfragen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Bayerischen Staatskanzlei; Leiter des Lehrgangs für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei

Bestand: Handakten: Sachakten, Länder, Korrespondenz, 1966-1991

Findmittel: Datenbank

Umfang: 4,2 lfd m

Literatur: Hans Karl Scherzer, Josef Müller - Politik für eine neue Zeit. Eine Würdigung, in: Zum 100. Geburtstag. Josef Müller. Der erste Vorsitzende der CSU. Politik für eine neue Zeit, hg. v. d. Hanns-Seidel-Stiftung 1998, S. 27-9.

Schinagl Hanns
geb. 16.06.1899; gest. 25.01.1986
Angestellter, Journalist

seit 1913 bei der katholischen Kolping-Jugend engagiert, seit 1919 Mitglied der BVP, 1920-1933 Anzeigen- und Vertriebsleiter des Bayerischen Kuriers und des Neuen Münchener Tagblattes, Mitglied im katholischen Jugend- und Jungmännerverband, 1924 Geschäftsführer des Friedensbundes der Katholiken Deutschlands in München; 1934-1939 Versandleiter, 1939-1945 Militärdienst; 1945 Mitgründer der CSU und deren erster Vorsitzender im Münchner IX. Stadtbezirk (Hauptbahnhof); Mitglied im Dienstag-Club

Bestand: Zeitungsausschnitte, Druckschriften und Korrespondenz 1913-1933; CSU 1945-1957; Fotos 1913-1930

Findmittel: Abgabeverzeichnis

Umfang: 0,5 lfd m

Literatur:  Lehrjahre der CSU. Eine Nachkriegspartei im Spiegel vertraulicher Berichte an die amerikanische Militärregierung, hg. von Klaus-Dietmar Henke und Hans Woller, Stuttgart 1984; Politische Bildung im "Dienstag-Club", in: Schröder Michael, Bayern 1945. Demokratischer Neubeginn. München 1985, S. 105; Der Sturz des Ochsensepp in: Michael Schröder: Bayern 1945. Demokratischer Neubeginn, 1985 S. 105-111.

Schleicher Marielies
geb. 28.07.1901, gest. 17.01.1996
Hausfrau, Stadträtin, MdL

Ab 1920 Studium der Medizin in Bonn und Würzburg; 1948 Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes und des Katholischen Mädchenschutzver­eins, 1951 Konstituierung einer Arbeitsgemeinschaft der Hausfrauenverbände Aschaffenburgs, 1952 Gründung eines Mädchenlehrlingsheimes mit Haushalts- und Sozialpflege-Schule; 1952 Mitglied der CSU-Stadtratsfraktion Aschaffenburg; 1954 Bildung des Ortsausschusses für hauswirtschaftliche Berufsausbildung; 1956 gewählte Beirätin für das Fürsorgewesen der Stadt Aschaffenburg; 1962-1974 MdL; 1963-1974 Mitglied des Landesgesundheitsrates; 1966-1974 Schriftführerin des Landtagspräsidiums; 1991 Ehrenbürgerin der Stadt Aschaffenburg

Bestand: Landtagsarbeit 1962-1974, Soziale Einrichtungen 1970-1978, Katholischer Frauenbund 1976-1984, Vietnamflüchtlinge 1977-1979

Findmittel: Abgabeverzeichnis

Umfang: 1,2 lfd m

Literatur: Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819-2003.

Schleicher Ursula
geb. 15.05.1933
Harfenistin, Frauenreferentin der CSU, MdB, MdEP, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments

Tochter von Marlies Schleicher, 1953-1957 Studium der Kulturwissenschaften und Medizin in Frankfurt/Main, 1957-1961 Studium der Musik in München; 1961-1963 Seminaros Livros di musica in Bahia (Brasilien); seit 1965 Mitglied der CSU, 1965-1975 Frauenreferentin der CSU, 1972-1980 MdB, 1972-1979 Schriftführerin beim Präsidium des Bundestages, 1975-1995 Vorsitzende des FU-BV Unterfranken, 1975-1983 stv. Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer, 1976-1980 Mitglied des Vorstandes der CSU-Landesgruppe und der CDU/CSU Bundestagsfraktion, 1977-1980 Vorsitzende der Enquête-Kommission "Frau und Gesellschaft", 1979-2004 MdEP und Mitglied des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherschutz, 1984-1994 Vizepräsidentin dieses Ausschusses, 1980-2007 Vizepräsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland; 1983-1987 Präsidentin der Europäischen Frauen-Union, 1984-2004 Mitglied des Fraktionsvorstandes der Europäischen Volkspartei, 1985-2005 stv. Vorsitzende CSU-BV Unterfranken, 1988-1994 Landesvorsitzende der Paneuropa-Union in Bayern, 1994-1999 Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, seit 1995 stv. Bundesvorsitzende der Paneuropa-Union Deutschland; 1997-2004 Präsidentin der Belgisch-Bayerischen Gesellschaft; 1998-2004 Präsidentin, seit 2004 Ehrenpräsidentin der Parlamentarischen Gesellschaft des Europaparlaments; 1999-2004 Vorsitzende der interparlamentarischen Delegation in den parlamentarischen Ausschüssen für Zusammenarbeit für die Beziehungen zu Armenien, Aserbaidschan und Georgien,

Bestand: CSU 1971-1979, Gesundheits- und Umweltpolitik, Frauen- und Familienpolitik im Bundestag und im Europäischen Parlament 1975-1987, Frauen-Union und Europäische Frauenunion 1975-1997, Oberbürgermeisterwahlkampf in Aschaffenburg 1982, Reden 1982-1997; Sachakten, Anfragen, Korrespondenz, Veranstaltungen, Presseberichte, Reden als MdEP 1979-1999; auch zur Tätigkeit als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments

Findmittel: Abgabeverzeichnis

Umfang: 90 lfd m

Literatur: Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages
1949-2002, München 2002, S. 745f.; Biographischer Artikel in Munzinger Archiv.

von Ursula Schleicher u.a.: Glöcknerin von Bonn: Ingeborg Geisendörfer, in:hg. v. Renate Hellwig, Frauen in der Politik. Die Christdemokratinnen. Unterwegs zur Partnerschaft, Stuttgart/Herford 1984, S. 212-221; Frauenpolitik in Europa, Europäische Umweltpolitik - Die Herausforderung der 90er Jahre, in: Europa unsere Zukunft. Ein Traum wird Wirklichkeit, hrsg. v. Werner Münch u.a., Herford 1989; Ursula Schleicher. Kleine Hommage zum 65. Geburtstag und Reden im Plenum vom Januar 1993 - März 1998, 1998; Das Europäische Parlament im 21. Jahrhundert in: hg. v. Günter Rinsche, Ingo Friedrich: Weichenstellung für das 21. Jahrhundert, 1998 , S. 25-31Birgit Graß, Ursula Schleicher MdEP, in: Festschrift zum 250jährigen Bestehen des Instituts der Englischen Fräulein Maria-Ward-Schule, Aschaffenburg 1998; Gewalt gegen Frauen, Bonn 1999.

Schlögl Alois
geb. 04.04.1893, gest. 27.09.1957
Dr. rer.pol.; Journalist, MdL, Staatsminister

1914-1918 Soldat, 1920 Journalist; 1921 Geschäftsführer, 1922 Vorsitzender des Christlichen Bauernvereins; 1925 Direktor des Niederbayerischen Christlichen Bauernvereins in Landshut; Mitglied der BVP, 1932 Mitbegründer des Mittelstandsbundes in Landshut; 1932-1933 MdL; 1933 Schriftführer des Landtags, Steuerberater, 1941-1945 Soldat;

1945 Mitbegründer der CSU und des Bayerischen Bauernverbandes, bis 1948 dessen Generalsekretär; 1945/46 Mitglied des Vorläufigen Landesausschusses der CSU und 1948-1954 Mitglied des CSU-Landesvorstands; 1946 Mitglied des Bayerischen Beratenden Landesausschusses und der Verfassunggebenden Landesversammlung, 1946-1957 MdL,

1948-1954 Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Bestand: Zeitungsausschnittsammlung 1950-1960, Fotos 1950-1954; Wiedergutmachung 1933-1957; Unterlagen zur Person 1948-1960

Findmittel: Repertorium

Umfang: 4 lfd m

Literatur: Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments  1819-2003, Theresia Bauer, Schlögl Alois, in: NDB 23 (2007) S. 96f.

von Alois Schlögl u.a., Die ländliche Siedlung und der Krieg, Dissertation Erlangen 1923;  Bayerischer Bauernverband. Entstehung und Geschichte, München 1947; Bayerische Agrargeschichte, München 1954; Der Weg der deutschen Landwirtschaft in die Zukunft, 1956; Dr. Georg Heim, in: Aschaffenburger Jahrbuch Landeskunde und Kunst des Untermaingebietes, Bd.3 1956, S. 416-418; Johann Kirchinger, Zum 50. Todestag von Alois Schlögl und Michael Horlacher. Eine politische Freundschaft, in: Bayerischer Bauernkalender 2007, 2006, S. 100-105.

Schmid Albert
geb. 15.11.1943, gest. 12.03.2014
Verlagskaufmann; MdL, Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes

Gymnasium, Ausbildung zum Verlagskaufmann, 1963 Mitglied der CSU, 1969-1976 Landesgeschäftsführer der JU Bayern, 1972-1985 Mitglied im Augsburger Stadtrat 1972-1985 u.a. in den Ausschüssen Stadtentwicklung und Sport, 1978-2003 MdL, 1976-1978 Leiter der Abteilung Organisation und Verwaltung der CSU-Landesleitung, 1997-1999 Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes

Bestand: Druckschriften JU-Arbeit 1972 und 1974

Umfang: 0,01 lfd m

Findmittel: Abgabeverzeichnis

Literatur: Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments  1819-2003.

Schmid Ludwig
geb. 26.05.1900, gest. 07.03.1987
Dr. oec.publ.; Rechtsanwalt, Stadtrat

Studium der Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft in München; ab 1927 Rechtsanwalt; 1945 Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins in München und des Landesverbandes bayerischer Haus- und Grundbesitzer; 1945-1975 Stadtrat, 1952 Mitgründer des Münchner Block

Bestand: Persönliche Unterlagen 1925-1933, 1945, 1980, 1985; Stadtrat 1945-1975, u.a. Verkehrsplanung, Olympische Spiele, CSU-Stadtratsfraktion München; Bayerischer Aufbaurat 1949-1955

Findmittel: Abgabeverzeichnis

Umfang: 6 lfd m

Schmidhuber Peter
geb. 15.12.1931
Diplom-Volkswirt, Rechtsanwalt; MdB, MdL, Staatssekretär, EU-Kommissar

Abitur, Studium der Rechtswissenschaften und Ökonomie in München, 1955 Diplom-Volkswirt, 1956 erste und 1960 zweite juristische Staatsprüfung

1952 Eintritt in die CSU, 1955 stv. Vorsitzender des JU-BV München, 1959 Mitglied des CSU-Landesauschusses, 1960-1966 ehrenamtliches Mitglied des Münchner Stadtrats, 1961-1972 Tätigkeit im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr, 1965-1969 sowie 1972-1978 MdB, 1978-1987 MdL, Staatsminister im Staatsministerium für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Freistaates Bayern beim Bund, 1987-1994 Kommissar in Brüssel, Mitglied des Bundesrates, des Vermittlungsausschusses und der Parlamentarischen Versammlung, 1987-1995 Mitglied in verschiedenen Europäischen Kommissionen, 1995-1999 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank

Bestand: CSU-Präsidium/Vorstand 1990-1995, CSU-Landesvorstand ab 1986, Parteiausschuss und Bezirksparteitagsprotokolle des CSU-BV München 1969-1978, Europakommission der CSU 1980-1988, Kommission „Aktionsprogramm“ Mittelstand 1984-1992, AGM München 1965-1969, JU-Landesausschuss 1963-1971

Findmittel: Abgabeverzeichnis

Umfang: 0,55 lfd m

Literatur: Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949-2002, München 2002, S. 752; Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819-2003; in Munzinger Archiv.

von Peter Schmidhuber u.a.: Die Länder stärken, Europa schaffen!, München 1979; Bayerische Verfassung und Grundgesetz, in: Auftrag, Bewährung, Ausblick: 1946-1986; 40 Jahre Bayerische Verfassung, München 1986, S. 21 bis 29.

Schmidramsl Hanns Martin
geb. 11.01.1917, gest. 07.06.1991
Jugendleiter, MdL

1937-1939 Studium der Geschichte, Philosophie und Pädagogik, 1940-1945 Soldat; seit 1946 in der in der Jugend- und Familienarbeit in Eichstätt tätig, seit 1948 als Referent für Jugend- und Laienarbeit, 1946-1948 Jugendleiter der gesamten Katholischen Jugend Bayerns, 1950-1974 MdL, seit 1954 Vorsitzender des KV Eichstätt des VdK

Bestand: Flugblätter, Rundbriefe, Wahlkampfmaterial 1953-1974

Umfang: 0,1 lfd m

Literatur: Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819-2003.

Schmitt Philipp
geb. 28.01.1910, gest. 02.06.1994
Redakteur, Stadtrat, MdL

vor 1933 Mitglied der BVP, 1930-1938 und 1947-1969 Redakteur und stv. Chefredakteur des "Bamberger Volksblatts"; 1939-1947 Militärdienst und Kriegsgefangenschaft, seit 1947 CSU-Mitglied, 1950-1972 Stadtrat in Bamberg, dort 1957-1967 CSU-Fraktionsvorsitzender, 1966-1970 MdL

Bestand: Kommunalpolitik in Bamberg 1958-1972, u.a. Bamberger Symphoniker und Universität; Tätigkeit als Landtagsabgeordneter 1966-1970; CSU 1953-1986; Persönliches 1946, 1969/70, 1986

Findmittel: Repertorium

Umfang: 0,2 lfd m; Teilnachlass (Institut für Zeitgeschichte)

Literatur: Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819-2003.

Schuchart Gerhard
geb. 16.01.1904, gest. 09.10.1981
Diplomingenieur, Stadtrat

1949 Mitgründer des "Neubürgerbundes" und des BHE in Oberbayern, 1951 Bezirksgeschäftsführer, dann Landesgeschäftsführer des GB/BHE, 1967 Landesvorsitzender der Gesamtdeutschen Partei, 1969 stv. Bundesvorsitzender, 1978 Bundesvorsitzender, 1956-1966 Stadtrat in München, 1962-1966 Mitglied des Bezirkstages Oberbayern

Bestand: Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten auf Bundesebene: u.a. Programmatik und Satzungen 1950-1968, Bundesvorstandschaft und Bundesparteitage 1951-1978, Bundestagsfraktion 1954-1955; Landesebene: u.a. Satzungen 1951-1967, Landesvorstand, Landesausschuss, Landesparteitage 1951-1970, Landtagsfraktion und Regierungsbildun­gen 1950-1962, Landesverband Bayern, Bezirks- und Kreisverbände 1950-1982; Neubürgerbund 1949-1971, Deutsche Gemeinschaft 1947-1962 und andere Parteien 1955-1972; Bundestagswahlen 1953-1969, Landtagswahlen 1950-1970, Stadtrats- und Kommunalwahlen 1956-1972; Generalvertrag 1953, Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR; Flugblätter und Druckschriften verschiedener Parteien

Findmittel: Repertorium

Umfang: 1 lfd m

Schütz Hans
geb. 14.02.1901, gest. 24.01.1982
Schreiner, kaufmännischer Angestellter, MdB, Staatsminister

seit 1918 für die christliche Gewerkschaftsbewegung tätig, 1920 Sekretär der Christlichen Gewerkschaften in Schluckau, Zentralsekretär christlicher Textilarbeiter in Reichenberg; 1920-1925 stv.r Bundesobmann des Reichsbundes der Deutschen Katholischen Jugend in der CSR; 1922 Obmann des Christlichen Textilarbeiterverbandes in der CSR; 1924-1938 Leiter des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften in der CSR und Reichsparteivorstand der Deutschen Christlich-Sozialen Volkspartei; 1925-1928 Schriftleiter „Sudentendeutsche Arbeit“; 1935 Abgeordneter der Deutschen Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) im Prager Parlament, 1938 Rückzug aus der aktiven Politik, 1938-1940 Versicherungsangestellter in Teplitz-Schönau, 1941-1945 Soldat; 1945 Entlassung aus Kriegsgefangenschaft in Weilheim; 1945-1946 Mitarbeiter der „Sudentendeutschen Hilfsstelle“; 1946 Gründungsmitglied der CSU, Mitbegründer und Vorsitzender der Union der Ausgewiesenen/Union der Vertriebenen (UdV) der CSU; 1946 Mitbegründer und bis 1970 Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde; 1946-1950 Vorsitzender des Hauptausschusses der Flüchtlinge und Ausgewiesenen in Bayern; 1947-1973 Mitbegründer der „Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung sudetendeutscher Interessen“; 1948/49 Mitglied des Frankfurter Wirtschaftsrates; 1949-1963 MdB und 1950-1962 Mitglied des Europarates in Straßburg; 1962-1964 Staatssekretär, 1964-1966 Staatsminister für Arbeit und Soziale Fürsorge

Bestand: Berufliche Tätigkeit 1920-1949; Reden, Druckschriften, Informationsblätter, Rundschreiben, Korrespondenz, Zeitungen und Presseausschnitte zu seiner Tätigkeit als MdB und MdEP 1949-1963 und im bayerischen Kabinett 1962-1966 sowie von 1967-1980; Tagebücher 1945-1963; Varia, Deposita (Bücher und Broschüren)

Findmittel: Repertorium; Teilnachlass (Ackermann-Gemeinde)

Umfang: 2 lfd m

Literatur:  Franz Lorenz, Hans Schütz, in: Ein Leben - drei Epochen. Festschrift für Hans Schütz zum 70. Geburtstag, hg. v. der Ackermann-Gemeinde, München 1971; Gedenkband: Hans Schütz, Helfer und Wegweiser in schwerer Zeit (Schriftenreihe der Ackermann-Gemeinde 32) München 1982; Hans Schütz, Aufzeichnungen und Erinnerungen, in: Abgeordnete des Deutschen Bundestages Bd. 2, Boppard am Rhein 1983, S.189-234; Renate Höpfinger, Schütz, Hans, in: hg. v. Winfried Becker, Günter Buchstab, Anselm-Doering-Manteuffel, Rudolf Morsey, Lexikon der Christlichen Demokratie in Deutschland, 2002, S. 362; diess. in: Neue Deutsche Biographie, Bd.23 (2007), S. 661ff; Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949-2002, München 2002, S. 789f.; Biographischer Artikel in Munzinger Archiv.

Hans Schütz, Die Eingliederung der Vertriebenen in Bayern, in: hg. v. Ludwig Huber, Bayern, Deutschland, Europa. Festschrift für Alfons Goppel, 1975 S. 63-75.

Schwingenstein August
geb. 09.03.1881, gest. 05.11.1968
Verleger, MdL

im Forstdienst tätig, 1914-1918 Soldat, 1921 Verlags- und Schriftleiter des Iller-Roth-Günzboten in Illertissen; seit 1919 Mitglied des Bayerischen Bauern- und Mittelstandsbundes, 1924-1933 Leiter von dessen Pressestelle im Bayerischen Landtag; 1933 Berufsverbot als Journalist, 1939 Erwerbung des Münchner Zeitungs- und Romanverlages Manz, Kontakte zum Widerstandskreis um Oberst Stauffenberg; 1945-1952 einer der drei Lizenzträger und Mither­ausgeber der Süddeutschen Zeitung; 1945/46 Gründungs- und Vorstandsmitglied der CSU, 1946 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung, 1946-1948 MdL

Bestand: Rede- und Manuskriptentwürfe als Abgeordneter der Verfassunggebenden Landesversammlung und des Bayerischen Landtags 1946-1948; Erinnerungen des US-Nachrichtenoffiziers Bert L. Werner über den Aufbau der Lizenzpresse in der amerikanischen Zone 1945-1947 (ausschließlich Kopien)

Findmittel: Repertorium; Teilnachlass (Bayerisches Wirtschaftsarchiv)

Umfang: 0,2 lfd m

Literatur: Hans-Günter Richardi, Am Anfang war das Ende. Das Wirken von August und Alfred Schwingenstein beim Wiederaufbau der freien Presse in Bayern, München 2001; Marita Kraus, Die ersten Lizensierten, 2009; Franz Menges, Schwingenstein, Verleger (kath.) in: NDB 24 (2010) S. 88-90; Biographie in: Geschichte des Bayerischen Parlaments 1819-2003.

Alfred Schwingenstein: Die wirtschaftlichen Ordnungsvorstellungen in den Verfassungen der Deutschen Länder, 1961.