Menü
Zusätzliche Informationen einblenden

Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

Anschrift

Hanns-Seidel-Stiftung
Institut für Begabtenförderung
Lazarettstraße 33
80636 München

Aktuelle Veranstaltungen

Donnerstag, 08. Dezember 2016

Bad Reichenhall

Der politische Islam - eine Gefahr für Deutschland und Europa

Donnerstag, 08. Dezember 2016

München

Wahlsystem und präsidentielles System der USA

Meine HSS

Seite hinzufügen
löschen
 

Besuch bei Airbus

Die Stipendiatengruppe mit Airbus-Chef Thomas Enders (M.)

Am 19. Februar 2010 besuchte Münchner Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung die Niederlassung von Airbus in Ottobrunn. Empfangen wurden sie durch den Vorstandsvorsitzenden von Airbus, Dr. Thomas Enders.

Dr. Enders gab zunächst einen Überblick über die Struktur und die Geschichte des Konzerns und erläuterte auch die Rolle, die bayerische Politiker, allen voran Franz Josef Strauß, für die Entwicklung von Airbus gespielt haben.

Heute ist Airbus mit weltweit über 52.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 30 Milliarden Euro der größte europäische Flugzeughersteller. Der Hauptsitz befindet sich in Toulouse, wobei sich Montagewerke unter anderem auch in Deutschland, Großbritannien und Spanien befinden.

Die Stipendiaten interessierten sich insbesondere für die Zukunftsperspektiven im technischen Bereich wie beispielsweise die Entwicklung von Alternativen zu den bisher eingesetzten Triebwerken, deren Betrieb nur mit Erdöl möglich ist. Dr. Enders führte aus, dass Airbus Flugzeuge entwickelt, deren Kerosinbedarf nur noch ein Bruchteil des heutigen beträgt. Allerdings werde es in naher Zukunft wohl keine Antriebsmöglichkeiten geben, die gänzlich auf Öl verzichten könnten.

Auch die Verlagerung von Arbeitsplätzen von Europa nach China sowie die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Konzern wurden thematisiert. Der Airbus-Chef erörterte eingehend die Standortwahl der neuen Endmontageline im chinesischen Tianjin. Die Fertigung von Flugzeugen in China sei von eminenter Bedeutung, um auf dem chinesischen Flugzeugmarkt, dem am schnellsten wachsenden der Welt, weiterhin erfolgreich zu sein. Denn in absehbarer Zeit werde es auch konkurrenzfähige Flugzeuge von chinesischen Herstellern geben.

Allerdings sei sich Airbus selbstverständlich seiner europäischen Herkunft bewusst und werde aus diesem Grund auch die europäischen Standorte weiter stärken. Zwar habe die derzeitige Wirtschaftskrise großen Einfluss auf die Flugzeugbranche, allerdings sei es Airbus gelungen sich hierauf einzustellen, weshalb der Konzern weniger als andere Flugzeughersteller betroffen sei.

Christoph Braun