Hanns-Seidel-Stiftung Korea
Hanns-Seidel-Stiftung, Vertretung Seoul
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Vorstellung des Abschlussberichts zum Forschungsprojekt „Wiedervereinigung im Forstbereich“
Die Hanns-Seidel-Stiftung implementiert seit einigen Jahren ein Projekt zur nachhaltigen Forstwirtschaft in Nordkorea. Dort haben die Wälder wegen der seit zwei Jahrzehnten andauernden Wirtschafts- und Energiekrise stark gelitten. In Südkorea kooperiert Die Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Korea Forestry Research Institute, dem staatlichen Forschungsinstitut der Forstwirtschaft, bei der Vorbereitung einer möglichen Wiedervereinigung im Forstbereich und der Suche nach Wegen, die nordkoreanischen Wälder wiederaufzuforsten. Südkorea hatte selber nach dem Koreakrieg stark dezimierte Wälder, hat aber seit den 1960er Jahren ein äußerst erfolgreiches Aufforstungsprogramm durchgeführt.
In diesem Jahr hat die Hanns-Seidel-Stiftung im Auftrag des Korea Forestry Research Institute (KFRI) ein Forschungsprojekt zur Forstkooperation vor und (vor allem) nach der Wiedervereinigung in Deutschland durchgeführt. Während zur sozialistischen Zeit kaum Kontakte der Förster von Ost und West bestanden, kam es nach der Wende in Ostdeutschland und vor der Wiedervereinigung zu einer breiten Kooperation auf Ebene der Forstverwaltungen. Zahlreiche Experten aus dem Westen halfen bei der Begründung einer modernen Forstverwaltung in den neuen Bundesländern mit. Dabei hatte jedes der fünf neuen Bundesländer, die 1990 noch in der DDR wiederentstanden, Partnerländer im Westen, z.B. Sachsen mit Bayern. Bis 1994 war die Aufbauarbeit in den neuen Bundesländern beendet, aber auch danach hielten die neu entstandenen Partnerschaften und oft auch Freundschaften an. Heute stehen die Forstverwaltungen in Ost- wie Westdeutschland vor neuen Herausforderungen. Dennoch kann man sagen, daß die Kooperation und der Aufbau in den neuen Bundesländern erfolgreich war.
Jetzt hielt Young-Soo Kim, Projektmanager der Hanns-Seidel-Stiftung Korea, beim KFRI einen Vortrag über den Abschlussbericht des Forschungsprojekts. Die Lage unterscheidet sich von der zwischen Nordkorea und Südkorea deutlich, so Kim. Insbesondere sei die Forstverwaltung der DDR nie so abgeschlossen gewesen von der internationalen Forschungsgemeinschaft und die Lage der Wälder sei im Großen und Ganzen gut gewesen, anders als in Nordkorea. Projekte der Hanns-Seidel-Stiftung in Nordkorea, so Kim, dienten als Modellprojekte der Wiederherstellung gesunder Wälder ganz Korea. Zu dem Forschungsprojekt gehörten u.a. eine Studienreise von KFRI nach Deutschland im Sommer 2012 sowie die Einladung des Kulmbacher Forstdirektors Michael Schneider im Oktober 2012.


