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Ausstellungseröffnung über Albrecht Haushofer (1903-1945)

Albrecht Haushofer
Hubert Albrecht Haushofer
Hubert Albrecht Haushofer und Renate Höpfinger
Besucher in der Ausstellung

Mit einer öffentlichen Ausstellung bei der Hanns-Seidel-Stiftung wird an Albrecht Haushofer (1903-1945) erinnert, der dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus angehörte. Zu sehen ist die Ausstellung vom 15. bis 25. Januar 2013 (montags bis donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr) im Konferenzzentrum München der Hanns-Seidel-Stiftung, Lazarettstraße 33. Zwei Vitrinen und 21 Tafeln zeigen Fotos und Gegenstände aus dem Leben von Albrecht Haushofer. Eintritt frei.

Am Mittwoch 16. Januar und 23. Januar, jeweils um 17.00 Uhr, wird der Neffe Hubert Albrecht Haushofer eine einstündige Führung durch die Ausstellung anbieten. Anmeldung ist erbeten unter 089 / 1258-276.

Hier finden Sie die Anfahrtsbeschreibung zum Konferenzzentrum in München Neuhausen.

Eröffnungsveranstaltung

Am 14. Januar wurde im Beisein von zahlreichen Angehörigen Albrecht Haushofers die Ausstellung "Zuflucht Heimat – Albrecht Haushofer und das Werdenfelser Land" im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung eröffnet. Nach Begrüßung und Einführung in die Thematik durch die stellvertretende Akademieleiterin Dr. Renate Höpfinger wurde den etwa 120 Gästen ein plastisches Bild von Albrecht Haushofer durch seinen Neffen und Patensohn vermittelt. Hubert Albrecht Haushofer zeichnete in seinem Vortrag mit bewegenden Worten ein persönliches Bild von Albrecht Haushofer. Im Anschluss hatten die Besucher der Eröffnung die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen und weiterführende Informationen über das Leben von Albrecht Haushofer zu erhalten.


Albrecht Haushofer in München geboren und aufgewachsen, Professor für politische Geographie und Geopolitik in Berlin, Außenpolitiker und Schriftsteller, verabscheute zutiefst das nationalsozialistische System. Schon seit 1933 stand er auf Seiten der Opposition, versuchte aber, den verhängnisvollen außenpolitischen Kurs des „Dritten Reiches“ von innen heraus zu beeinflussen und umzusteuern. Obwohl er an dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944  nicht direkt beteiligt war, musste er sich vor der Gestapo verbergen. Er fand mehrere Monate Zuflucht im Werdenfelser Land, der Region seiner Kindheit. Im Dezember 1944 gefangen und wie sein Bruder Heinz im Gefängnis in der Lehrter Straße in Berlin inhaftiert, wurde Albrecht Haushofer in der Nacht vom 22./23. April 1945 dort ermordet.

Während seiner Haft verfasste er einen Zyklus von 80 Gedichten, die zu den eindrucksvollsten Zeugnissen des Widerstands gehören und unter der Bezeichnung „Moabiter Sonette“ Eingang in die Literaturgeschichte und in die deutschen Schullesebücher fanden.