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"Meine Sprache wohnt woanders"- Gedanken zu Deutschland und Israel

16.11.2012 Lesung und Diskussion mit Lea Fleischmann

Clemens Verenkotte, Lea Fleischmann und Hans Zehetmair
Lea Fleischmann
Clemens Verenkotte und Lea Fleischmann

Am 16. November 2012 konnte der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Prof. Dr. h.c. mult Hans Zehetmair, die deutschsprachige Schriftstellerin Lea Fleischmann zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch und Diskussion im Konferenzzentrum München begrüßen.

Lea Fleischmann wurde in Ulm als Tochter von Holocaust-Überlebenden geboren. Eindrücklich schildert die Autorin in ihrem Buch „ Meine Sprache wohnt woanders“ wie sehr ihre Kindheit in Frankfurt am Main von den Erfahrungen und dem schweren Schicksal ihrer Eltern geprägt wurde. Nach bestandenem Abitur und Studium war sie bis 1979 im hessischen Schuldienst tätig. Konfrontiert mit der schleppenden Aufarbeitung der deutschen Geschichte und verkrusteten Strukturen im deutschen Bildungswesen, entschloss sie sich 1979 nach Israel auszuwandern. Dort fand sie zu ihren jüdischen Wurzeln zurück. Jerusalem wurde für sie und ihre Familie zur Heimat. Als Leiterin eines interkulturellen Begegnungszentrums widmet sich Lea Fleischmann dem Dialog zwischen Kulturen und Religionen. Israel ist in ihren Augen der Türöffner und Vorbild für die demokratischen Bewegungen in der arabischen Welt. Bereits 2006 hatte sie in einem Text die Wirkungen beschrieben, die von dem demokratisch verfassten Staat Israel auf die Bevölkerung der arabischen Staaten  ausgingen. In dem anschließenden Gespräch mit dem Historiker und Journalisten Dr. Clemens Verenkotte rückten auch die aktuelle politische Situation im Nahen Osten und die militärische Eskalation in Israel und den angrenzenden Gebieten in den Mittelpunkt.

Lea Fleischmann wurde auch nach künftigen Plänen und Projekten befragt. Nach diversen Publikationen über jüdisches Leben und dessen Kultur, will sie sich in der nächsten Zeit auf ihre Arbeit an einem Roman konzentrieren. Des weiteren plant sie ein Buch über die Ehe.