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Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP), Bibliothek und Dokumentation
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Wahl Hanns Seidels zum Bayerischen Ministerpräsidenten
Das Ergebnis der Bundestagswahl vom 15. September 1957, bei der die CSU 57,2 % der Stimmen erreichte, hatte auch Auswirkungen auf die politischen Konstellationen innerhalb des Freistaates. Die seit Dezember 1954 in Bayern regierende Koalition aus SPD, Bayernpartei (BP), Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) und FDP brach noch vor Ende der Wahlperiode auseinander. Bereits am 27. September kam es allerdings ohne Autorisierung durch Fraktions- und Parteigremien zwischen Vertretern von GB/BHE, BP und CSU zu Gesprächen über die Möglichkeit der Bildung einer neuen Regierungskoalition. Am 8. Oktober 1957 beschloss die Fraktion von GB/BHE die gemeinsame Koalition aufzukündigen, womit diese ihre Mehrheit im Bayerischen Landtag verlor. Nachdem auf Drängen der CSU-Politiker Rudolf Eberhard und Otto Schedl am selben Tag die vier Regierungsmitglieder der BP ebenfalls aus dem Kabinett ausgeschieden waren, trat Ministerpräsident Wilhelm Hoegner zurück. Daraufhin führte Hanns Seidel als Sprecher der CSU-Landtagsfraktion Sondierungsgespräche mit den übrigen Parteien über die Bildung einer neuen Regierung. Das Ergebnis seiner Verhandlungen war dann die Bildung einer aus CSU, GB/BHE und FDP bestehende Koalitionsregierung. Hanns Seidel wurde auf Vorschlag Rudolf Eberhards am 16. Oktober 1957 zum Ministerpräsidenten gewählt, eine Funktion die er bis zu seinem krankheitsbedingten Rücktritt 1960 ausübte.
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