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Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP), Bibliothek und Dokumentation
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Wolfgang Schäuble eröffnet „Die Augenbraue“ in Augsburg
Der amtierende Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eröffnete am 2. Februar 2010 im Foyer des Medienzentrums der Augsburger Allgemeinen die Ausstellung „Die Augenbraue“. Nach der Präsentation im Prämonstratenser-Kloster Roggenburg holte die Verlegerfamilie Holland die Ausstellung nun nach Augsburg, wo sie bis 7. März 2010 gezeigt wird.
Die mehr als 160 amüsanten, hintersinnigen und bissigen Zeichnungen und Karikaturen zu seinem Amtsvorgänger zeigen, dass auch schon Theo Waigel während seiner zehnjährigen Amtszeit mit Milliardenlöchern, Steuerbetrug und vielfältigen Begehrlichkeiten zu kämpfen hatte. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble betonte in seiner Ansprache, gegenüber Waigel befände er sich in einer „hoffnungslos schlechteren Rolle“. Weder könne er mit dessen sonorer Stimme noch mit seinen Augenbrauen konkurrieren. Auch sei Waigels Humor nur „schwer zu schlagen“. Und den brauche man als Finanzminister. Er erinnerte in seinen Ausführungen an gemeinsame politische Entscheidungen, die wie die Einführung des Euro zwar umstritten, aber richtig gewesen seien. Ohne gemeinsame europäische Währung wäre es auch um Deutschland in diesen Krisenzeiten sehr viel schlechter bestellt. Auch die Gestaltung der Deutschen Einheit, dem epochalen Ereignis ihrer gemeinsamen Kabinettszeit, sei von Waigel entscheidend geprägt worden. Die Kritik an einer überstürzten Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion treffe nicht, denn „es war die einzige Chance, die Wiedervereinigung zu erreichen.“
Theo Waigel im Gespräch mit dem Karikaturisten Horst Haitzinger und der Ausstellungsorganisatorin Renate Höpfinger
Wolfgang Schäuble betonte in seiner Ansprache, gegenüber Waigel befände er sich in einer „hoffnungslos schlechteren Rolle“. Weder könne er mit dessen sonorer Stimme noch mit seinen Augenbrauen konkurrieren.
Alexandra Holland, Mitherausgeberin der Augsburger Allgemeinen, hatte bei ihrer Begrüßung betont, dass die von den Karikaturisten aufgespießten Politiker ohne Zweifel populär seien. Theo Waigel zitierte in seiner Rede den Zeichner Dieter Hanitzsch, nur ein gut zu zeichnender „Kopf“ könne es in der Politik zu etwas bringen. Von ihm seien im Jahr viele hunderte Zeichnungen entstanden, aber nur selten hätten ihn die Zeichner im eher milden Licht als Tenor, als tapferen Ritter oder stolzen Vater dargestellt. Weit häufiger hätten sie ihm die Rolle eines Räubers und Taschendiebs, eines Märchenerzählers, eines unheiligen Drei-Königs, eines Pleitegeiers oder gar eines wilden Ebers und apokalyptischen Reiters zugeschrieben. Diese Popularität hätte jedoch bei der Wahl 1998 nicht entscheidend geholfen.
Die Ausstellung "Die Augenbraue" ist bis 7. März im Foyer des Medienzentrums Augsburg, Curt-Frenzel-Straße 4 zu sehen. Außer am 6. Februar ist sie von Donnerstag bis Sonntag, 10–18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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