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Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP), Bibliothek und Dokumentation
Leiterin: Dr. Renate Höpfinger
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Politischer Neubeginn 1945 bis 1950
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Politischer Neubeginn 1945 bis 1950. Die Anfänge der Parteien in Würzburg und Unterfranken im Spiegel der Wahlplakate

Ausstellungsplakat

"Würzburg ist nicht tot, Würzburg muss leben, Würzburg muss neu erstehen!" - Mit diesem Aufruf wandte sich Oberbürgermeister Gustav Pinkenburg am 1. Mai 1945 an die Bevölkerung der fast völlig zerstörten Stadt. Auch die meisten anderen bayerischen Großstädte lagen in Trümmern. Familien waren zerrissen, Hunderttausende hatten keine Wohnung, Millionen hungerten oder waren auf der Flucht. In dieser Zeit größter materieller Not, in einer Zeit, die geprägt war von Gegensätzen und Spannungen, machten sich Männer und Frauen noch während der Besatzung an den politischen Wiederaufbau. Sie schufen die Fundamente für einen demokratischen Neuaufbau, die bis heute tragen: Die Gründung von Parteien und Verbänden, die Schaffung einer kommunalen Verwaltung, der Entwurf einer neuen Verfassung, die Festlegung einer neuen Wirtschaftsordnung, die Integration der Vertriebenen, alle diese Maßnahmen waren heftig umstritten auf lokaler wie überregionaler Ebene.

Und sie fanden ihren deutlich sichtbaren, plakativen Niederschlag im Ringen um Unterstützung bei Abstimmungen, Wahlen und Volksentscheiden. Nach dem Krieg waren Plakate zunächst das erste öffentliche Kommunikationsmittel, Zeitungen und Rundfunk übernahmen erst allmählich diese Funktion. Auch die wiederbegründeten und neuen demokratischen Parteien griffen nach dem Ende des Dritten Reiches diese traditionellen Werbemittel auf, waren aber bis 1950 der strengen Zensur der Militärbehörden entsprechend ihrer jeweiligen Lizenzierungspraxis für politische Parteien unterworfen.

Dr. Ulrich Wagner, Direktor des Stadtarchivs Würzburg, Dr. Renate Höpfinger, Leiterin des ACSP, und Adolf Wolz jun. von den Schöningh Buchhandlungen stellen den Ausstellungskatalog vor.

Das Archiv für Christlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung und das Stadtarchiv Würzburg dokumentieren mit der gemeinsamen Plakatausstellung den politischen Neubeginn am Beispiel Würzburgs und Unterfrankens. Sie rücken ihre außerordentlich reichen Plakatbestände zu den ersten Wahlen in den Mittelpunkt, die auf spannende, schlagwortartige und plakative Weise die herausfordernden Probleme der Zeit thematisieren. Und sie erinnern an die Frauen und Männer "der ersten Stunde", die sich unbeirrt an einen demokratischen Neuaufbau machten. Ein begleitender Katalog dokumentiert die wesentlichen Inhalte der Ausstellung.

Die Ausstellung war von 8. bis 24. April 2009 im Rathaus Würzburg und von Juni 2009 bis März 2011 im alten Foyer der Hanns-Seidel-Stiftung zu sehen.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, eröffneten am 8. April vor 120 geladenen Gästen die Ausstellung im Würzburger Rathaus.
Dirk Götschmann, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Würzburg, erläuterte die politischen Hintergründe der unmittelbaren Nachkriegszeit.