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Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP), Bibliothek und Dokumentation
Leiterin: Dr. Renate Höpfinger
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Werner Dollinger (1918-2008) – Ein Mann der ersten Stunde
Werner Dollinger war 1946 Gründungsmitglied der CSU in Neustadt an der Aisch. Sein politischer Weg führte Dollinger bis in die höchsten Gremien der Partei. Fast 25 Jahre war er stellvertretender Parteivorsitzender der CSU. Am 3. Januar 2008 starb Bundesminister a.D. Werner Dollinger im Alter von 89 Jahren.
Am 22. November 2008 würdigte der CSU-Bundeswahlkreis Fürth den Politiker mit einer Gedenkfeier in Neustadt an der Aisch. Das Archiv für Christlich-Soziale Politik gestaltet die Feierstunde mit einer kleinen Ausstellung, die das Leben und politische Wirken des allseits geschätzten CSU-Politikers Revue passieren ließ. Anließen war die Ausstellung bis zum 30. Januar 2009 in der Ehrenhalle des Rathauses und im Schalterraum der Sparkasse in Neustadt zu sehen.
Die Bildtafeln dokumentieren unter anderem die verschiedenen Verantwortungsfelder, die Dr. Dollinger von vier Bundeskanzlern übertagen worden waren:
Im Dezember 1962 wurde Werner Dollinger zum Bundesschatzminister ernannt. In seiner Amtszeit trieb er vor allem die Privatisierung von Bundesbesitz voran. Das größte Projekt, das er realisierte, war die Teilprivatisierung der bundeseigenen Vereinigten Elektrizitäts- und Bergwerks-Aktiengesellschaft (VEBA).
Ende 1966 übernahm Dollinger das Bundesministerium für Post- und Fernmeldewesen. Er investierte in die Modernisierung der Post und den Ausbau des Fernmeldewesens. Den spektakulärsten Vorgang in Dollingers Amtszeit stellten die schwierigen Verhandlungen mit der DDR-Post um den Kostenausgleich im innerdeutschen Postverkehr dar.
1982 trat Dollinger überraschend als Bundesverkehrsminister in das Kabinett Kohl ein. Das wichtigste Projekt seiner Amtszeit war die Sanierung der Finanzen der Deutschen Bundesbahn. Gegen den Widerstand von Landespolitikern und Gewerkschaften erreichte er die Stilllegung unrentabler Strecken und Personalabbau.
Ausstellungstafeln über Dollinger als engagierter evangelischer Christ, als Kommunal- und Bundespolitiker, als Privatmann und als Gegenstand von politischen Karikaturisten vervollständigen die Ausstellung.

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