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Referat II/7 Arbeit und Soziales, Demographischer Wandel, Familie, Frauen und Senioren
Dr. Susanne Schmid
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Die kulturelle Dimension der europäischen Integration
Das Projekt der Europäischen Einigung ist trotz - und wohl auch wegen - der jüngsten Erweiterung der Europäischen Union um zehn weitere Mitgliedstaaten ins Stocken, wenn nicht in eine Krise geraten. Dafür gibt es ein ganzes Bündel von Verantwortlichkeiten. Sie reichen von der umstrittenen Form des Verfassungsvertrags-Entwurfes, der unzureichenden Vorbereitung durch die vorausgegangenen Verträge bis hin zur Rolle der Europäischen Kommission im Liberalisierungsprozess des Welthandels.
Die tiefere Ursache dürfte jedoch in einer unzureichenden Klärung des kulturellen und normativen Fundaments der europäischen Einigung liegen, weshalb eine Rückbesinnung auf die antiken Wurzeln europäischer Identität und ihre Fortschreibung in die Gegenwart dringend geboten wäre. Über die Beschwörung der Vielfalt europäischer Sprachen und Traditionen hinaus ist eine Verständigung auf das, was alle Europäer eint, erforderlich. Diese Verständigung kann sich nicht in der Beschreibung von kulturellen und mentalen Befindlichkeiten erschöpfen, sondern muss den Mut zur normativen Setzung, zur Wahrheit in der europäischen Politik haben.
Mit Kulturstaatsminister a.D. Professor Dr. Julian Nida-Rümelin, Ordinarius für Politische Theorie und Philosophie am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München, konnte die Akademie für Politik und Zeitgeschehen einen ausgewiesenen Kenner der Materie für Vortrag und Diskussion über dieses Thema gewinnen. Eingeführt von Staatsminister a.D. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, dem Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, sprach er zu diesem Thema im Rahmen eines Forum XXI Abends im Münchner Konferenzzentrum am 18. Juli 2007.
Der Vortrag von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin wird in der Nummer 416 (Nov./Dez. 2007) der Politischen Studien im Druck erscheinen.

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