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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Wirtschaftsliberal, nationalbewusst, wertkonservativ ... Welcher Begriff des "Konservativen" hat Zukunft?

Finanzminister Georg Fahrenschon
Finanzminister Georg Fahrenschon

Im Rahmen der Vortragsreihe zur Zukunft des Konservatismus der Hanns-Seidel-Stiftung in Berlin hat Staatsminister Georg Fahrenschon am 11. November 2008 auf die Bedeutung konservativer Politik zur Bewältigung der aktuellen Finanzkrise hingewiesen. "Insbesondere das Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft schwindet besorgniserregend, und unsere Vorstellung von der Rolle des Staates wird heftig diskutiert. Deshalb muss ein modernes Verständnis des Konservativen gerade in Zeiten der Verwerfungen Orientierung geben können." so Fahrenschon wörtlich. 

Gerade ein moderner Konservatismus könne hier ein wichtiger Wegweiser sein, um die richtige Balance aus einem Eingriff des Staates und dem Freisetzen individueller Leistung zu finden: "Konservativ sein heißt, einen starken Staat zur Gewährleistung individueller Freiheit und der Regeln des Umgangs miteinander auch in der Wirtschaft zu wollen. Zugleich hat der Staat aber von gesellschaftspolitischer Planung oder auch von Staatswirtschaft Abstand zu nehmen. Konservative Politik bringt deshalb kein ideelles Heilsversprechen wie verschiedene linke Ideologien mit sich. Das Glück müssen sich die Menschen selber erarbeiten. Der Staat kann weder individuelles Glück noch unternehmerischen Erfolg schaffen. Für die gegenwärtige Finanzmarktkrise gilt deshalb, dass der Staat zwar angesichts des Marktversagens aktiv eingreifen soll und muss. Er kann und darf aber kein dauerhafter Akteur auf den Märkten sein. Vielmehr: Er muss sich danach wieder auf die Regelsetzung zurückziehen".

Ein moderner konservativer Ansatz muss nach Fahrenschon von einer Verantwortungsethik ausgehen: "Jedes Individuum ist frei, aber deshalb auch voll für sein Tun verantwortlich. Deshalb muss der Staat den Rahmen für die Wirtschaft so setzen, dass Individuen ihre Entscheidungsfreiheit zwar behalten, aber auch Konsequenzen tragen müssen, wenn sie falsch entschieden haben. Das gilt gerade auch für die aktuelle Diskussion zur Vergütung von Managern. Wir brauchen einen Staat, der zugleich stark ist und sich aber auch selber beschränken kann. Und wir setzen auf Menschen, die ihre Freiheit bejahen und nutzen, aber aufgrund einer Moral, die nicht der Staat vorgibt, sich an moralische Grenzen halten. Nur eine solche Ordnung kann Frieden, Freiheit und soziale Rücksicht in Einklang bringen, ohne der menschlichen Natur zuwiderzulaufen. Die große Aufgabe konservativer Politik in unserer Zeit ist es deshalb, diese Verbindung von Freiheit und Verantwortung als Garant für unsere soziale, demokratische und marktwirtschaftliche Grundordnung wieder in den Vordergrund zu stellen." 

Für Interessierte steht ein Tagungsbericht zum Download bereit.