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Pomnyun Sunmin zu Gast bei der Hanns-Seidel-Stiftung

Ernst Hebeker begrüßte Ehrwürden Pomnyun Sunmin
Ernst Hebeker begrüßte Ehrwürden Pomnyun Sunmin

Die ganze Tragik der Teilung Koreas zeichnete Ehrwürden Pomnyun Sunmin bei seinem Besuch im Berliner Büro der Hanns-Seidel-Stiftung nach. Der südkoreanische Zen-Meister Pomnyun ist u.a. Vorsitzender von "The Peace Foundation" und setzt sich seit 1997 für die Aussöhnung auf der Koreanischen Halbinsel ein.

Angesichts der tiefen Kluft zwischen Nord- und Südkorea infolge des Bruder-Krieges und der fortdauernden gegenseitigen Beschuldigungen sei es eine zentrale Aufgabe seiner Organisation, die Südkoreaner über die miserablen Lebensbedingungen der nordkoreanischen Brüder und Schwestern aufzuklären und für humanitäre Unterstützung in Südkorea zu werben, erläutert Ehrwürden Pomnyun dem Leiter des Berliner Büros, Ernst Hebeker.

Viele Südkoreaner wünschen sich zwar die Überwindung der Teilung und bewundern die Leistungen der Deutschen hinsichtlich ihrer Wiedervereinigung, aber es fehle ihnen an Wissen über die soziale und politische Situation in Nordkorea. Aber ohne gegenseitiges Verständnis, führte Ehrwürden Pomnyun weiter aus, könne es nicht zur Aussöhnung als Vorbedingungen für eine mögliche Wiedervereinigung kommen.

Tiefe Einblicke in die nordkoreanische Misere gewinnen Zen-Meister Pomnyun und seine Helfer durch die Betreuung nordkoreanischer Flüchtlinge im chinesisch-koreanischen Grenzgebiet, aber auch in Nordkorea selbst. Humanitäre Hilfestellung sei kein leichtes Unterfangen unter den politischen Bedingungen Nordkoreas, wie er betont, zu groß sei das Misstrauen gegenüber jeglichen Hilfsorganisation seitens des Regimes. Die Furcht vor politische Einflussnahme von außen sitze tief.

Eintrag ins Gästebuch der Hanns-Seidel-Stiftung

Die westlichen Erwartungen hinsichtlich einer Öffnung des Regimes in Zusammenhang mit den Spekulationen über den Gesundheitszustand des nordkoreanischen Staatsführers Kim Jong Il dämpfte der Mönch. Auch die sich stetig verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen der Menschen werden den Systemkollaps nicht beschleunigen, erläutert Ehrwürden Pomnyun. Der politisch-militärische Kontrollapparat funktioniere nach wie vor.

Seiner Einschätzung nach ist ein Regimewechsel in naher Zukunft nicht zu erwarten. Umso wichtiger sei es ungeachtet der politischen Kontroversen, so sein abschließender Appell, nicht das Schicksal der Menschen, die unter den totalitären Bedingungen leben müssen, zu vergessen und ihnen wo immer möglich zu helfen.

Seit mehreren Jahren sind alle Aktivitäten der Hanns-Seidel-Stiftung in Südkorea an diesem Ziel der Aussöhnung ausgerichtet. Entsprechend wurde 2005 ein Pilotprojekt zur nachhaltigen Entwicklung der Grenzregion mit der Provinz Gangwon ins Leben gerufen. Für ihre Verdienste erhielt die Hanns-Seidel-Stiftung 2006 in Korea auch den "Gangwon Peace Prize".

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