Kontakt

Akademie für Politik und Zeitgeschehen
Leiter: Prof. Dr. Reinhard Meier-Walser
Tel.: 089 1258-240 | Fax: -469
E-Mail: meier-w@hss.de

Publikationen

Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation
Diese Publikation bestellen

Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
Schutzgebühr: Keine
Download der Publikation
Diese Publikation bestellen

Aktuelle Veranstaltungen

Montag, 21. Januar 2013 bis Freitag, 25. Januar 2013

Wildbad Kreuth

Grundseminar Rhetorik

Montag, 21. Januar 2013

Parsberg

Kurzveranstaltung zur Vereinspraxis (Steuer)

Montag, 21. Januar 2013

Wonfurt

Pflegeversicherung

Hanns-Seidel-Stiftung im Web 2.0

Meine HSS

Seite hinzufügen
löschen
 

Unser Klima - einst und heute

Prof. Dr. Josef H. Reichholf  bei seinem Vortrag zum Klimawandel
Prof. Dr. Josef H. Reichholf bei seinem Vortrag zum Klimawandel

Die Auswirkungen der derzeitigen Klimaveränderungen sollten dazu führen, dass ein Umdenken in unserem Umgang mit der Natur einsetzt. Unser zukünftiges Handeln sollte sich mit einem Rückblick auf unsere Geschichte und den Erkenntnissen, die man daraus ziehen kann, zu einem differenzierten und verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und ihren Gegebenheiten hin entwickeln.

Wie Prof. Reichholf in seinem Vortrag darstellte, habe es eine Stabilität bzw. stabile Kontinuität des Klimas in der Erdgeschichte nie gegeben und ohne wechselndes Klima wäre die Species Mensch höchstwahrscheinlich auch nie entstanden. Letztendlich erfolgreich auf unserem Planeten seien nämlich nur die Arten gewesen, die sich den wechselnden Gegebenheiten anpassen konnten; diejenigen, die dazu nicht in der Lage waren, seien von der Erde verschwunden wie z.B. die Dinosaurier oder das Mammut.

Auch demographische und historische Fakten würden klimatische Bezüge aufweisen. So deuteten beispielsweise die Vielzahl von Städtegründungen und auch andere Ereignisse wie die Kreuzzüge auf ein starkes Bevölkerungswachstum im Hochmittelalter hin, das nur durch ein ausgeprägt warmes Klima erklärbar sei, das die dafür notwendigen Ernährungsgrundlagen geschaffen habe. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts setzte die sog. "Kleine Eiszeit" ein, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. Die sich dadurch verschlechternde Ernährungssituation habe in Europa zu mehreren Auswanderungswellen geführt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts habe eine langsame Erwärmung wieder eingesetzt, wobei aber das Temperaturniveau wie im Hochmittelalter noch nicht erreicht wurde.

Diese Erkenntnisse machten umso bewusster, wie wichtig ein verantwortlicher und nachhaltiger Umgang mit der Natur und unserer Umwelt, nicht zuletzt auch in Bezug auf den Klimawandel und somit auch für unsere Lebensqualität sei. Vor Panikmache und einer Katastrophenmentalität warnte der Referent aber.