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Sauber und leise - Herausforderungen einer umweltgerechten Luftfahrt

Abgasstrahl und Kondensstreifen eines Düsenflugzeuges. Mit dem DLR-Forschungsflugzeug Falcon kann die Spurengasverteilung direkt im Abgasstrahl von Verkehrsflugzeugen gemessen werden. (Quelle: DLR)
Das 9. Luftfahrt-Podium: Harald Stocker, Mirko Hornung, Karl Heinz Keil (Hanns-Seidel-Stiftung), Walter Vill, Karlheinz Haag

"Sauber und leise!" - das sind zwei der wesentlichen Anforderungen, die der Luftverkehr im 21. Jahrhundert erfüllen muss. Denn Luftverschmutzung und Lärmbelästigung gelten häufig als Schwachpunkte der Luftfahrt. Nicht selten hört man plakative Vorwürfe, wonach Flugzeuge „Klimakiller“ seien. Fakt ist aber auch: Die Luftfahrtbranche befördert heute jährlich über 2,2 Mrd. Flugreisende. Wie kann also der Luftverkehr als Garant globaler Mobilität und ökonomischer Entwicklung, seiner ökologischen Verantwortung gerecht werden?

Was die Umwelt anbelangt, ist die Luftfahrtindustrie nicht untätig geblieben. Dies machten alle Experten auf dem 9. Luftfahrt-Podium deutlich. Die Branche setze auf eine „Vier-Säulen-Strategie“: Investition in neue Technologien, Effizienzsteigerung im Flugbetrieb, land- und luftseitige Verbesserung der Infrastruktur und Einsatz effektiver ökonomischer Instrumente, wie beispielsweise mit dem Emissionshandel.

Dr. Karlheinz Haag
, Leiter Umweltkonzepte bei der Deutschen Lufthansa, und Walter Vill, Geschäftsführer des Münchner Flughafens, betonten, dass Airlines und Flughäfen hier sehr eng zusammen arbeiten und ein gemeinsames Interesse verfolgen. Einig war man sich, dass angesichts der Wachstumsprognosen für den Luftverkehr, alle Akteure in der Verantwortung stehen.

Die Branchenvertreter verwiesen darauf, dass nur zwei Prozent der anthropogenen Emissionen aus dem Luftverkehr stammen. Der Luftfahrtjournalist Harald Stocker mahnte aber, dass man sich hinter dieser Zahl nicht verstecken dürfe und weiter an diesem Thema „Sauber und Leise“ arbeiten müsse - ein Thema, dass seiner Meinung nach auf Jahrzehnte ein bestimmendes Thema bleiben wird. Das Problem sei, so Stocker, auch wenn dies paradox klinge: „Die Luftfahrt ist bereits unheimlich gut geworden!“ Die Einsparpotenziale bei den Emissionen seien langsam ausgeschöpft.

Prof. Dr. Mirko Hornung
, Vorstand von Bauhaus Luftfahrt e.V. und Lehrstuhlinhaber an der TU München, stellte den Begriff der „Langfristigkeit“ in den Mittelpunkt seines Statements. Die lange Lebensdauer der Maschinen setzt dieses langfristige Denken bei der praktischen Umsetzung umwelttechnologischen Fortschritts voraus. Entscheidend sei die Suche nach alternativen Kraftstoffen, um auch die von der Lufthansa angestrebte und vorgestellte CO2-Neutralität zu realisieren.

Die Podiumsteilnehmer aus der Luftfahrt-Branche forderten in diesem Zusammenhang auch die Politik auf die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Lufthansa-Umweltexperte Dr. Haag forderte explizit die Schaffung globaler und harmonisierter Rahmenbedingungen, die Förderung entsprechender Forschung und mit der Investitionsforderung in Infrastruktur, wurde am konkreten Beispiel die Notwendigkeit des Ausbaus des Münchner Flughafens thematisiert.

Markus Blume: "Luftfahrtpolitik ist Industriepolitik!"

Aber was kann die Politik wirklich leisten? Der Münchner Landtagsabgeordnete Markus Blume machte klar, wie wichtig die Luftfahrtbranche für Deutschland und insbesondere Bayern ist: „Luftfahrtpolitik ist Industriepolitik!“. Die Politik könne hier Signale setzen und ein forschungsfreundliches Klima schaffen, wie es in Bayern etwa durch die beiden Cluster „Luft- und Raumfahrt“ sowie „Satellitennavigation“ geschehen sei.