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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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20 Jahre Deutsche Einheit: Vera Lengsfeld und Inka Bach

Franz Guber, Stefanie von Winning, Vera Lengsfeld, Wilfried Scharnagl
Vera Lengsfeld sprach in mehreren Veranstaltungen zum Thema "20 Jahre Deutsche Einheit"

Vera Lengsfeld stand in jeweils zwei Veranstaltungen ca. 400 Gymnasiasten bzw. ca. 100 Teilnehmern in öffentlichen Diskussionen Rede und Antwort.

Die Wiedervereinigung ist für sie eine Erfolgsgeschichte ohne Wenn und Aber, der Mauerfall der glücklichste Moment in der deutschen Geschichte und die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 der zweitglücklichste. Noch heute könne sie sich jeden Tag darüber freuen. Kein Wunder angesichts der Schilderungen über die vielfältigen Repressalien durch die DDR-Diktatur, denen sie persönlich, aber auch die ganze Oppositionsbewegung ausgesetzt waren. Reise- und Berufsverbot, willkürliche Festnahmen und Verhaftungen prägten den Alltag der Oppositionellen. Trotzdem hatten sich im Laufe der 80er Jahre ca. 3000 Menschen in 30 Friedensgruppen in allen Teilen der DDR zusammengefunden und beschäftigten sich mit den Themen Menschenrechte, Umweltverschmutzung und Frieden.

Vera Lengsfeld beeindruckte die Zuhörer mit der Schilderung ihres Widerstandes. Sie begegnete ihrer Verhaftung und ihrem Prozess, die allen rechtsstaatlichen Regeln widersprachen, mit Mut und Courage. Diese Courage hat sich dann auch auf die vielen Menschen bei den Montagsdemonstrationen übertragen, die letztlich diese schnelle Wiedervereinigung forderten und bekamen. Nicht die Politiker, sondern das Volk hat ihrer Meinung nach die Wiedervereinigung durchgesetzt.

Inka Bach vor Schülern des Gymnasiums Icking
Die Autorin im Gespräch

Dr. Inka Bach hat ihre persönlichen Erlebnisse literarisch verarbeitet und kam durch die Lesung aus ihrem Roman „Die Glücksmarie“ ins Gespräch mit ihrem Zuhörern über die unwürdigen und menschenverachtenden Verhältnisse im Unrechtsregime der DDR. Das Leiden bei der Protagonistin des Buches, Marie, wird neben dem politischen Druck noch durch die gewalttätige Erziehung durch ihre Stiefeltern, die hohe Parteifunktionäre sind, verschlimmert. So kam Inka Bach insbesondere auch mit den Schülerinnen und Schülern zu einer doppelten Diskussion, über Gewalt in der Familie, ein heute noch aktuelles Thema, aber auch über die unmenschlichen Lebensbedingungen in der DDR, wo Marie keiner helfen wollte oder konnte. Erst die Flucht in den Westen bringt ihr die notwendige Hilfe ihrer Situation.

Für die Schülerinnen und Schüler war aber auch das Thema „Schriftsteller“ ein interessanter Punkt. „Kann man davon leben?“ war eine spannende Frage. Ja, war die Antwort, durch ein vielfältiges Engagement als Autorin von Büchern und Hörspielen, durch Regie am Theater, aber auch durch Lesungen. Wichtig sei aber, dass man es unbedingt machen wolle und irgendwie sich künstlerisch ausdrücken wolle. So wurde die bewegende Geschichtsstunde durch aktuelle Fragestellungen ergänzt.