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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
Tel.: 089 1258-229 | Fax: -338
E-Mail: strobl@hss.de

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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Denkmalpflege

Gerade in der Denkmalpflege leisten Ehrenamtliche einen maßgeblichen, unschätzbar wertvollen Beitrag. Ohne ihr Engagement wären viele Aufgaben zum Schutz und Erhalt von Bau- und Bodendenkmälern nicht zu leisten. Im Jahr der Freiwilligentätigkeit, das durch die Europäische Kommission zur Stärkung des Ehrenamtes 2011 europaweit ausgerufen wurde, beschäftigte sich das Spezialseminar Denkmalpflege deshalb speziell mit diesem Thema.

Bernhard Christoph erhielt für sein Engagement den Denkmalschutzpreis des Freistaates Bayern.
Erläuterung der Siedlungsreste am Staffelberg
Für die Sanierung ihrer „Alten Schule“ wurde die Dorfgemeinschaft Loffeld mit einer Denkmalschutzmedaille geehrt.
Dr. Ursula Schirmer, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, im Gespräch mit Seminarleiterin Petra Kreis

Die Möglichkeiten zur ehrenamtlichen Mitarbeit sind sehr vielfältig. So sind beispielsweise nur ca. 20 Prozent der Bodendenkmäler in Bayern bekannt. Wichtig ist dabei nicht nur, dass einzelne Zufallsfunde an das Landesamt für Denkmalpflege gemeldet werden. Es besteht vor allem ein Bedarf an systematischen Feld- und Geländebegehungen, um die Lage von Bodendenkmälern zu erfassen. Dies ist nur mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zu leisten, die in ihrer Freizeit Begehungen machen und mitteilen, wo sich Bodendenkmäler befinden. Dies hilft nicht nur bei der künftigen Ausweisung von Baugebieten. Auch dem Problem der Raubgrabungen ist dadurch zu begegnen. In Bayern werden Denkmäler im Bayern-Viewer-Denkmal veröffentlicht. Dadurch, dass die Bevölkerung Kenntnis darüber erlangt, wo kulturelles Erbe in ihrer Umgebung zu finden ist, kann eine wirksame Sozialkontrolle ausgeübt werden. Unbefugte Grabungen, die nicht nur den Fund, sondern auch den Fundzusammenhang für immer beseitigen und zerstören, sind damit am ehesten zu verhindern.

Ehrenamtliches Engagement bewährt sich auch beim Erhalt von Baudenkmälern. Stellvertretend für viele wurde ein Beispiel in diesem Seminar vorgestellt. Das Gemeindehaus „Alte Schule“ in Loffeld konnte durch die Mithilfe und Eigenleistung vieler freiwilliger Bauhelfer saniert werden. Unentgeltlich wurden von diesen ca. 3.000 Arbeitsstunden erbracht und damit ermöglicht, dass dieses Baudenkmal nun als Musikschule genutzt werden kann.

Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist für die aktive Mithilfe von Bürgern dankbar. Sie hat Ortskuratorien in über 100 Standorten in Deutschland mit ca. 520 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Diese handeln im Namen der Stiftung und werden mit schriftlicher Vereinbarung auf drei Jahre berufen. Sie genießen Versicherungsschutz und den Status als Mitarbeiter. Die Arbeitsfelder sind sehr unterschiedlich und abhängig von den individuellen Stärken und persönlichen Kenntnissen. Mit ihnen bekommt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz auch vor Ort ein Gesicht.

Ehrenamtliche Mitarbeit hat in der Denkmalpflege einen hohen Stellenwert. Es lohnt sich für jeden einzelnen, sich hier zu engagieren. Dies kommt auch der Bewahrung unserer Heimat zugute. Zuviel Enthusiasmus kann auf diesem Gebiet kaum schaden, auch wenn ein Spruch, der an einer Hausfassade sowohl in Wismar, als auch in Bamberg zu lesen ist, etwas anderes vermuten lässt:

„Gott schütze mich vor Staub und Schmutz, vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz“