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Akademie für Politik und Zeitgeschehen
Leiter: Prof. Dr. Reinhard Meier-Walser
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Aktuelle Veranstaltungen

Montag, 21. Januar 2013 bis Freitag, 25. Januar 2013

Wildbad Kreuth

Grundseminar Rhetorik

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Kurzveranstaltung zur Vereinspraxis (Steuer)

Montag, 21. Januar 2013

Wonfurt

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Deutsche Außenpolitik - Anspruch, Realität und Perspektiven

Helga Haftendorn

Im Zentrum der Tagung am 24./25. November 2011 in Widbad Kreuth stand die immer wieder neu zu stellende Frage nach Anspruch und Wirklichkeit deutscher Außenpolitik und ihrem Verhältnis zueinander. Welche Rolle will, soll und kann Deutschland gegenüber seinen europäischen Nachbarn und in der Welt einnehmen? Stimmt das außenpolitische Selbstverständnis Deutschlands mit strategischen Richtlinien, Mittelwahl und Handlungen überein? Wie sind diese Faktoren im Kontext von Fremdwahrnehmungen und Fremderwartungen zu beurteilen?

Prof. Dr. Helga Haftendorn (Freie Universität Berlin) sowie Prof. Dr. Wilfried von Bredow (Philipps-Universität Marburg) analysierten die Entwicklung der deutschen Außenpolitik seit der Wiedervereinigung. Die Maximem neuer deutscher Außenpolitik – von Kohl über Schröder zu Merkel – seien geprägt gewesen von den strukturellen Veränderungen durch das Ende des Ost-West-Konflikts und der vollen Souveränität Deutschlands nach der Wiedervereinigung, wodurch sich ein Spannungsverhältnis zwischen europäischer Identität und der Rolle Deutschlands als transatlantischer Partner ergab.

Klaus Schubert und Sven B. Gareis
Werner Weidenfeld, Carlo Masala und Gunther Hellmann

Auf die derzeitige deutsche Außenpolitik gingen Prof. Dr. Klaus Schubert (Katholische Universität Eichstätt) und Prof. Dr. Sven Bernhard Gareis (George C. Marshall Center, Garmisch-Partenkirchen) ein. Beide sahen sowohl aufgrund der komplexen Problemstrukturen als auch aufgrund von Führungsfehlern, die deutsche Außenpolitik in einem gewissen Zustand der Orientierungslosigkeit.

Die zukünftigen politischen Herausforderungen der deutschen Außenpolitik betrachteten Prof. Dr. Gunther Hellmann (Goethe Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Werner Weidenfeld (Ludwig-Maximilians-Universität München). Während Prof. Weidenfeld darauf aufmerksam machte, dass die überwiegend positiv konnotierte europäische Integrationsgeschichte immer auch von Rückschlägen und Misserfolgen geprägt war und somit die derzeitige Euro-Krise auch in diesem Kontext zu sehen sei, verwies Prof. Hellmann auf den Einfluss des veränderten deutschen Selbstbewusstseins, welches insbesondere durch die Verwendung „neuen“ Vokabulars wie „Verantwortung“ das außenpolitische Handeln Deutschlands zukünftig immer stärker prägen würde.