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Referat III/4 Politische Grundlagen und Grundwerte, Schule und Bildung, Regionalbeauftragte
Stefanie v. Winning
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Fernsehjournalismusseminar für hochbegabte Schüler
„Unser Magazin entstand innerhalb von drei Tagen im Rahmen eines Videoseminars in Kloster Banz. 16 Redakteure und Redakteurinnen arbeiteten vor und hinter der Kamera!“ So lautet die Einleitung zum „Making-of“, einem der fünf Filme, der innerhalb von nur so kurzer Zeit entstand. „Es ist immer wieder eine beachtliche Leistung, die die Jugendlichen innerhalb dieses Seminars zeigen.“, sagt Helmut Göb, einer der beiden Seminarleiter. „Vor allem, wenn man bedenkt, in welcher Kompaktheit die Teilnehmenden alle Informationen über Medientechnik erhalten und anschließend umsetzen“, ergänzt Malte Burdekat, der mit Helmut Göb zusammen das Seminar leitete. Dieses aufwendige Projekt wird im Wesentlichen von der Hanns-Seidel-Stiftung finanziert und teilweise durch die DGhK-Nordbayern (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind) unterstützt. Die Videoberichte können sich sehen lassen, ihre Erstellung ist jedes Mal eine Herausforderung für das gesamte Team.
Um an dem Training teilnehmen zu können, müssen die Interessenten vorab eine Filmidee in Form eines Storyboards einreichen. Ist ihre Bewerbung akzeptiert, beginnt die Vorfreude. Gleich nach Anreise, dem Bezug der Zimmer und dem Mittagessen geht es los zum ersten Seminarteil, der auch einer der Spannendsten ist. Mögliche Reportagethemen werden zusammengestellt und Interessentenlisten erarbeitet. Welche Teams können gebildet werden und wer macht was? Ist dieses „Kapitel“ abgeschlossen, geht es auch schon nahtlos in die Theorie über - ohne die keine Praxis möglich ist. Hier werden unter anderem die Grundlagen videografischer Sehweise, die Bedeutung des Tons und die Rolle des Urheberrechts besprochen. Danach bekommen die Teams die Profiausrüstungen an die Hand: Camcorder, Stativ, Kopfhörer, Kopflicht und Mikrofon werden erklärt. Nun können erste Kameraeinstellungen geübt werden. Spätestens jetzt ist das fernsehjournalistische „Feuer“ entfacht. Zu schade nur, dass jetzt Abendessen-Zeit ist. Danach können die Jugendlichen aber auch weiter arbeiten und so machen sich einige zu später Stunde an die Erstellung des Storyboards.

- Die Schüler bei Dreharbeiten in einer Eisdiele
Am nächsten Morgen kann gleich mit den Dreharbeiten begonnen werden. Der Besitzer eines Eiscafés und die Geschäftsführerin eines Souvenirladens haben sich bereit erklärt, die Jugendlichen einen Beitrag über ihre „Wirkungsstätten“ machen zu lassen. Deshalb werden zwei Teams zu den Drehorten nach Bad Staffelstein gefahren. Ein weiteres macht sich auf den Weg zum Klettergarten gegenüber der Klosteranlage. Die restlichen beiden Teams bleiben in den Seminarräumen, um sich mit der Planung der Moderationen zwischen den Filmen zu beschäftigen und ein „Making-of“ zu konzipieren.
Malte Burdekat und Helmut Göb unterstützen die Teams bei den Dreharbeiten, in denen sie von einem Ort des Geschehens zum anderen eilen.
Am nächsten Tag findet die Einweisung an den Schnittplätzen statt und es beginnt die Feinarbeit. Zwischendurch besorgen die Betreuerinnen Ulrike Heesch-Ehrsam und Ulrike von Rohr schnell ein bisschen „Extra-Verpflegung“ für die angehenden Jungredakteure - die Wunschliste ist lang! Jetzt wird auch Nervennahrung nötig, denn schnell wird einigen klar, dass doch einige „Nachdrehs“ nötig werden. Der Begriff „Zwischenschnitt“ erlangt plötzlich die ihm gebührende Bedeutung und diverse Teams machen sich noch mal auf zu den Drehorten, um eben diese „einzufangen“. „Beim nächsten Mal, wird das nicht mehr passieren“, hört man einen Teilnehmer vor sich hin brummeln, während er das Kameramaterial vorsichtig im Kofferraum verstaut. Bei den verbliebenen Jugendlichen an den Schnittplätzen erlangen die Toneinspielungen eine zusätzliche Bedeutung. Wie bringt man Moderationen auf die Videoaufnahmen? Zum Glück sind die Seminarleiter stets mit Rat und Tat zur Stelle. Auch an diesem Tage geht die Sonne schneller unter als erwartet. Morgen ist schon wieder Abreise und der Film muss noch am heutigen Abend fertig werden. Bis tief in die Nacht wird mit hoch rotem Kopf konzentriert gearbeitet. Kegelbahn und Schwimmbad bleiben leer. Um 1.30 Uhr macht der letzte das Licht aus. Am nächsten Morgen können die Jugendlichen es kaum erwarten, ihr Gesamtwerk stolz zu bewundern. Der große Augenblick ist gekommen und selbst extrem müde Augen bekommen jetzt neuen Glanz, wenn es heißt: „Achtung Sendung!“. Mit berechtigtem Stolz sehen sie das Gesamtwerk und ihr geschultes Auge sieht sofort, was sie beim nächsten Mal besser machen wollen! Genau, beim nächsten Mal, denn sie wissen schon heute, dass sie im kommenden Jahr gerne wieder dabei sein möchten: so viel Spaß hat es allen gemacht!

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