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Gedenken an früheren Ministerpräsidenten Hanns Seidel

Ingo Friedrich, Hans Zehetmair, Joachim Herrmann und Reinhold Bocklet

Der in Aschaffenburg geborene CSU-Politiker Hanns Seidel war am 5. August 1961 im Alter von 59 Jahren verstorben. Aus diesem Anlass legten die Politiker Hans Zehetmair, Joachim Herrmann, Reinhold Bocklet und Ingo Friedrich als Vertreter von Hanns-Seidel-Stiftung, Staatsregierung, Landtag und CSU Kränze am Grab von Hanns Seidel auf dem Münchner Westfriedhof nieder. Das Geistliche Wort sprach Prälat Lorenz Wolf vom Katholischen Büro Bayern.

Der Vorsitzende der Hanns Seidel Stiftung, Staatsminister a.D. Hans Zehetmair erklärte, die Stiftung trage den Namen mit Stolz und in dem Bewusstsein von Hanns Seidel als Vordenker der politischen Bildung. „Seine Visionen, seine Wertbindung und sein Glaube sind und bleiben der entscheidende Kompass für unsere Arbeit auf christlicher Grundlage“, erklärte Stiftungschef Zehetmair. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann würdigte „die hohen fachlichen wie menschlichen Fähigkeiten“ Seidels und bezeichnete ihn als eine “Integrationsfigur von besonderem Format, die nicht polarisierte, sondern bemüht war Gräben zu überbrücken“. Hanns Seidel „legte den Grundstein für  die steile Entwicklung Bayerns“, so Herrmann, der am Grab einen Kranz für die Bayerische Staatsregierung niederlegte. 

Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet hob in seiner Rede die Rolle Seidels als Parlamentarier hervor, der ein leidenschaftlicher Wirtschaftspolitiker und konsequenter Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft war. In seinem politischen Handeln war Hanns Seidel stets ein "überzeugter Förderalist und beherzter Streiter für bayerische Interessen". Der frühere CSU-Europapolitiker Ingo Friedrich erinnerte in seinen Gedanken an den authentisch wirkenden Politiker Seidel, dem "Wirken über das Wort hinaus" wichtig war. So verfasste Hanns Seidel im Krankenbett noch drei Bücher, die sich u.a. mit Theorie und Praxis der Politischen Bildung befassten. 

Der gelernte Rechtsanwalt Hanns Seidel wurde 1945 von den Amerikanern als Landrat von Aschaffenburg ernannt. Erfolgreich kandidierte er für den Bayerischen Landtag und wurde 1947 zum Wirtschaftsminister berufen. Während der Viererkoalition positionierte sich Hanns Seidel als Oppositionsführer im Landtag und machte 1955 das Rennen um den CSU-Parteivorsitz gegen Franz Josef Strauß. Nach dem Zerbrechen der Viererkoalition wählte 1957 der Landtag Hanns Seidel zum bayerischen Ministerpräsidenten. Krankheitsbedingt musste sich Seidel von seinen Spitzenämtern in Staat und Partei zurückziehen. Wenige Monate nach seinem Tod im August 1961 begannen die Planungen für die CSU-nahe Stiftung, die bis heute seinen Namen trägt.