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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
Tel.: 089 1258-229 | Fax: -338
E-Mail: strobl@hss.de

Publikationen

Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Symbole in Kultur und Politik

Christliche, jüdische und heidnische Symbole
Der Adler als Staatssymbol ist weit verbreitet.

Die Kraft der Symbole ist deshalb so wirksam, weil sie den Menschen auch emotional anspricht, indem sie in starkem Maße assoziativ wirkt. In vielen Bereichen unseres Alltags spielt dies eine wichtige Rolle. In einem Seminar zu Kultur und Tradition werden vom 10. bis 12. Juli 2011 in Kloster Banz die Entwicklungsgeschichte, das Herangehen an die Deutung unbekannter Symbole sowie ausgewählte Beispiele vorgestellt. Wir betrachten Symbole aus Vergangenheit und Gegenwart, die uns im Alltag begegnen können und zeigen die Abgrenzung zu Zeichen und Piktogrammen. Ein Zeichen bemüht sich, seinen Informationsgehalt jedem zu offenbaren. Ein Symbol hingegen spricht nur denjenigen an, der um seine Bedeutung weiß. Dieser Form der Kommunikation bedienen sich menschliche Gemeinschaften seit jeher. Sie erleichtern das Erkennen und das Zusammengehörigkeitsgefühl. So werden ursprünglich keltische Symbole auch heute von gewissen Gruppierungen als Identifikationszeichen verwendet. Durch Missdeutungen und Missbrauch wurde jedoch gerade in Deutschland in der Vergangenheit schon viel Unheil angerichtet. Die Verwendung gewisser Symbole ist deshalb strafrechtlich relevant.

Die Burg als Symbol des himmlischen Jerusalem – hier an der Stadtpfarrkirche von Neumarkt i.d. Oberpfalz.
Castel del Monte in Apulien

Für das Mittelalter ist ein Symbol besonders gegenwärtig: die Burg. Ursprünglich stand sie repräsentativ als Friedenssymbol, für hohe und niedere Gerichtsbarkeit und für befriedetes Gebiet. Mit theologischem Bezug auch als Ort des Schutzes und der Zuflucht. Dass wir heute in der Burg eher ein Kriegssymbol sehen, zeigt, dass Symbole auch einem Bedeutungswandel ausgesetzt sein können.

Eine Burg, der darüber hinaus noch eine besondere Symbolik nachgesagt wird, hat Kaiser Friedrich II. im Jahre 1240 in Auftrag gegeben. Sie hat seitdem nicht nur zu staatspolitischen, sondern auch bereits zu mathematischen, astronomischen und astrologischen Betrachtungen angeregt. Ihre besondere Bedeutung hat sie auch als europäischer Erinnerungsort. So ziert die Anlage als Reversprägung die Ein-Cent-Münze Italiens und ist seit 1996 in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Kloster Banz hat sich zusammen mit Vierzehnheiligen und dem Staffelberg als Ensemble ebenfalls um Aufnahme in diese Liste beworben. Die Entscheidung steht noch aus.