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Referat III/5 Recht, Geschichte und Kultur
Dr. Birgit Strobl
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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Altes und neues Bauen in Bayern

Thomas Lauer ist Architekt und Bauberater beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege.

Vom 17. bis 19. Oktober fand in Wildbad Kreuth ein Seminar zur Denkmalpflege statt. Es befasste sich auch mit dem Bereich der Baupflege und stellte die Frage: Wie wollen wir in Zukunft leben?

Schon seit den 1930er Jahren gibt es Überlegungen, wie Heimat auch gebaut werden kann. Damit ist keine Heimattümelei gemeint. Es geht nicht um die Verwendung von modischen Oberflächendekorationen, sondern darum, den Menschen in Bayern ein hochwertiges Lebens- und Arbeitsumfeld zu schaffen. Heute ist es wichtig, sparsam und klimagerecht zu bauen sowie nachhaltige Gebäude zu errichten. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Es gibt Ziegeldächer, die die Sonnenenergie speichern und damit ein Solardach überflüssig machen. Eine Photovoltaik kann auf den Traufbereich konzentriert werden und durch ein sauber konstruiertes Dach zur Gestaltqualität beitragen. Sonnenenergiegewinnung, die mittels Kuhflecken wahllos auf dem Dach verteilt wird, muss nicht sein.

Die „Zollingerhalle“, genannt nach dem Erfinder dieser Hallenkonstruktion.

Gutes Bauen hat es immer gegeben. Dies gilt auch für Bauten im Gewerbe- und Industriebereich. Ein Beispiel dafür ist die Zollingerhalle, ein Gebäude mit spezieller Lamellendachkonstruktion. In dieser Art sind in Bayern nur noch wenige erhalten. Eine gehörte zu einem Sägewerk. Durch glückliche Umstände konnte die Halle vor Kurzem auf die Glentleiten versetzt werden. Durch diese Maßnahme wurden schon viele Bauten gerettet. Sie ist oft die letzte Möglichkeit, um dem Verfall und einem Abriss entgegenzutreten. Dennoch wird heute verstärkt versucht, den jeweiligen Bau vor Ort zu erhalten, da auch das natürliche Umfeld eines Gebäudes wichtig ist. Glücklicherweise findet in der Bevölkerung in den letzten Jahren ein Umdenken statt. Alte Häuser werden wieder als schön empfunden. Es gibt aber noch Eigentümer, die sich des Wertes ihrer Gebäude nicht bewusst sind.

Sybille Krafft hat für ihr Engagement den Deutschen Preis für Denkmalschutz 2011 erhalten.
Das Lamellendach der Zollingerhalle kommt der Sammlung von Orgeln zugute.

"Leben mit einem Denkmal"

Den Menschen, ihrer Häuser und der Geschichten dazu nimmt sich seit Jahren die Autorin Sybille Krafft im Rahmen der Reihe „Leben mit einem Denkmal“ an. Die Beiträge werden zur besten Fernsehzeit im Vorabendprogramm gesendet. Auch dies ist ein Weg, das Bewusstsein für die Denkmalpflege in der Bevölkerung zu schärfen.

 

Die Frage der Nutzung steht bei Denkmälern immer im Raum. Im Falle der Zollingerhalle auf der Glentleiten sind es Veranstaltungen, die hier künftig durchgeführt werden. Auch der jährliche Weihnachtsmarkt findet dort statt. Eine andere Zollingerhalle, die ebenfalls versetzt und dadurch gerettet wurde, hat nun eine ungewöhnlichere Funktion: Sie beherbergt ein Orgelmuseum. Die Dachkonstruktion liefert eine einzigartige Akustik und ist hier ein besonderer Glücksfall.

Diese Scheune wird noch benutzt. Sie steht in Wildbad Kreuth.

Scheunen in Bayern

Probleme entstehen, wenn ein Gebäude nicht mehr nutzbar ist oder sich nicht an die heutige Zeit anpasst. Viele Scheunen in Bayern sind davon betroffen. Obwohl sie das Landschaftsbild prägen, werden sie oftmals nicht mehr gebraucht. Lösungen dafür müssen in Zukunft noch gefunden werden.