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Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Dienstag, 22. Januar 2013

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Dienstag, 22. Januar 2013

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Dienstag, 22. Januar 2013

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US Pivot towards Asia? Will Obama´s Second Term Bring New Developments?

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Integration durch Bildung und Arbeit

Vor dem Hintergrund des prognostizierten Fachkräftemangels und der demographischen Entwicklung gewinnt das wertvolle Humankapital der Migranten auf europäischer Ebene an Bedeutung. Andere europäische Länder haben schneller auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen reagiert und ihre Integrationsprogramme reformiert, um sich im internationalen Wettbewerb um zugewanderte Fachkräfte rechtzeitig zu positionieren. Die Bundesregierung hat ein Gesetz zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse auf den Weg gebracht, das zum 1. April 2012 in Kraft treten wird. Aus diesem aktuellen Anlass veranstaltete die Hanns-Seidel-Stiftung vom 29. Februar bis zum 1. März 2012 ein Seminar zu diesem Thema in Wildbad Kreuth.

Susanne Kunkel

Es gilt nun das Bundesgesetz auf Landesebene umzusetzen. Die zuständige Regierungsrätin Susanne Kunkel vom bayerischen Sozialministerium informierte die Teilnehmer über den Stand der Umsetzung. Kunkel erläuterte u.a. das Ausführungsgesetz für Bayern zum Bundesgesetz für die bundesrechtlich geregelten Berufe, das Landesgesetz für die landesrechtlich geregelten Berufe und Vollzugsfragen wie Gebühren und Bündlungsmöglichkeiten der Zuständigkeiten.

Josef Amann

Des Weiteren referierten Vertreter von Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK). Dr. Josef Amann, Geschäftsführer Berufsbildung der IHK Oberbayern, sprach über die Bedeutung der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt. Dr. Amann konstatierte, dass es sich bei der Umsetzung der Gesetze um eine Gratwanderung handelt, die sich aber lohnt, wenn mehr Migranten qualifikationsadäquat eingesetzt werden können und wenn Fachkräftepotential für die Unternehmen vergrößert wird.

Christian Gohlisch

Christian Gohlisch, Abteilungsleiter von der HWK für München und Oberbayern stellte u.a. den idealtypischen Prozessablauf der Handwerkskammer bei der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes dar. Diesbezüglich hob Gohlisch das Leitkammersystem der HWK hervor, um schließlich das Projekt PROTOTYPING zu erläutern. Das Projekt unterstützt die zuständigen Stellen im Bereich der Aus- und Weiterbildungsberufe bei ihrer Aufgabenwahrnehmung. Es wird die Grundlage für eine bundesweit einheitliche Verfahrenspraxis geschaffen und damit mehr Verfahrenstransparenz erreicht, so der Referent. Das Projekt läuft vom 1. August 2011 bis zum 31. Januar 2014.

Carola Burkert

Dr. Carola Burkert vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg analysierte die Lage der Migranten auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland u.a. im Vergleich mit anderen europäischen Ländern. Dr. Burkert sah, wie die anderen Referenten auch, die Notwendigkeit, dass Deutschland künftig die Erwerbsbeteiligung der Menschen erhöhen und das Humankapital in der Bevölkerung, besonders von Frauen und Migranten, optimal ausschöpfen sollte.

Über die Anerkennungsberatung in der Praxis referierte Denzil Manoharan von der Koordinationsstelle des bayerischen Integration-durch-Qualifizierung(IQ)-Netzwerks MigraNet. Zum Schluss erläuterte .Martina Burkart von der Regierung von Schwaben über die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse im Gesundheitsbereich.

Das nächste Seminar "Integration durch Bildung und Arbeit: Alles rund um das Anerkennungsgesetz ausländischer Bildungsabschlüsse" findet vom 29. bis 30 März im Bildungszentrum Kloster Banz statt. Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund, kommunale Integrationsbeauftragte, Beratungsstellen und Ausbildungsbetriebe sind dazu herzlich eingeladen.