Kontakt

Institut für Politische Bildung
Leiter: Dr. Franz Guber
Tel.: 089 1258-230 | Fax: -338
E-Mail: guber@hss.de

Publikationen

Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen 82: Homo Oecologicus, Menschenbilder im 21. Jahrhundert
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Stiftungspost Ausgabe 03 / 12
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Sommerakademie 2012: Internationale Politik und Wirtschaft

Die Teilnehmer der SOMMERAKADEMIE 2012

Was treibt die Internationalisierung von Politik und Wirtschaft voran? Welche Chancen, aber auch welche Risiken ergeben sich aus der Globalisierung? Und wie können wir in Europa, in Deutschland und Bayern darauf Einfluss nehmen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der SOMMERAKADEMIE des Instituts für Politische Bildung, die in diesem Jahr nun zum zweiten Mal vom 29. Juli bis 3. August 2012 im Bildungszentrum Wildbad Kreuth stattfand. Die SOMMERAKADEMIE, die von Dr. Johannes Urban, Altstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung, geleitet wurde, bot vor allem Abiturienten und Studierenden Gelegenheit, Hintergründe zu aktuellen Entwicklungen wie den Umbrüchen in der Arabischen Welt, dem Aufschwung aufstrebender Industrienationen wie z.B. China oder der Schuldenkrise in Europa zu erfahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartete ein vielfältiges Programm an Vorträgen, Arbeitsgruppen, Diskussionen und Informationsbesuchen.
Eröffnet wurde die SOMMERAKADEMIE vom Leiter des Instituts für Politische Bildung Dr. Franz Guber, der es angesichts der Komplexität und der vielfältigen internationalen Herausforderungen als eine wichtige Aufgabe politischer Bildungsarbeit bezeichnete, junge Menschen mit den Grundelementen wie auch mit den aktuellen Fragen und Problemen der Weltpolitik und der Wirtschaft vertraut zu machen.

Besuch beim Verband der Bayerischen Wirtschaft: Gespräch mit Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt (re. im Hintergrund)
Besuch beim Europäischen Patenamt: Gespräch mit Noël Campling, Direktor IP Awareness

Deshalb begann das Seminar mit Vorträgen zu Grundlagen und Strukturen der internationalen Politik, zur Internationalisierung des Handels und der Rolle, die insbesondere aufstrebende Industriestaaten wie China hierbei einnehmen. Den Auftaktvortrag hielt der Leiter der Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung und Honorarprofessor für Internationale Politik an der Universität Regensburg, Prof. Dr. Reinhard Meier-Walser, der zunächst die Strukturen und Grundlagen der internationalen Politik erläuterte. Insbesondere ging er auf die neuen Herausforderungen der internationalen Sicherheitspolitik (Terrorismus, Staatenzerfall, Migration etc.) und auf aktuelle Brennpunkte der Weltpolitik ein. Dr. Andreas Wilhelm, Dozent für Internationale Politik und derzeit Lehrstuhl-Vertreter an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, gab als Kenner des Landes instruktive Einblicke in Kultur, Herrschaftssystem, politische und ökonomische Strategien, mit denen China seinen Wohlstand und politischen Einfluss mehrt. Auf besonderes Interesse bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stieß die „Arabische Revolte“. Dr. Martin Pabst, Nahost-Experte und Politikberater, spannte einen weiten Bogen vom Ausbruch der Revolte in Tunesien bis hin zur aktuellen Gewalt in Syrien. Seine Schilderung der „Herrschafts-Pyramide“ im syrischen Staats- und Gesellschaftssystem, aber auch der Rolle äußerer Einflüsse für den Konflikt ermöglichte einen weitaus differenzierteren und zugleich klareren Blick auf das Geschehen, als er gemeinhin von den Medien vermittelt wird.  Internationale Politik und Wirtschaft zum „anfassen“ bot der Exkursionstag der SOMMERAKADEMIE. In diesem Jahr stand mit dem Europäischen Patentamt (EPA) eine europäische Behörde, jedoch keine EU-Institution, sowie mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) eine für die Exportwirtschaft wichtige Interessengruppe im Fokus. Viele Teilnehmer zeigten sich fasziniert von der Arbeitsweise des Europäischen Patentamts (EPA) und der Rolle, die dem Schutz geistigen Eigentums für den internationalen Handel zukommt. Bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) nahm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt kein Blatt vor den Mund. Er schilderte aus erster Hand die Erfolgs-Strategien bayerischer Unternehmen auf den internationalen Märkten, aber auch seine Besorgnis über die Auswirkungen der gegenwärtigen Krise im Euroraum, z.B. auf den Handel Bayerns mit den Ländern Südeuropas.

Simulation: "G8-Gipfel"
Simulation: "Der amerikanische Präsident"
Simulation: "Gipfelspaziergang"

Der „Gipfel“ der SOMMERAKADEMIE war auch in diesem Jahr wieder eine Simulation des Gipfeltreffens der G8-Staats- und Regierungschefs mit den Spitzen der aufstrebenden Industrienationen, diesmal im US-amerikanischen Camp David. Ob als Gastgeber und US-Präsident, ob als brasilianische Staatspräsidentin oder Ratspräsidentin der Europäischen Union - jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin musste für einen Tag in eine ungewohnte Rolle schlüpfen und die Interessen des jeweiligen Staats (oder auch einer Nicht-Regierungsorganisation) mit Fortune voranbringen. Nicht ohne Grund kamen dabei all die Themen der vorangegangenen Seminartage erneut zur Sprache - von der Regulierung der internationalen Finanzmärkte über das Atomprogramm des Iran bis hin zum internationalen Klimaschutz. Dabei konnte sich niemand der Diskussion entziehen. Es musste schließlich eine gemeinsame Abschluss-Erklärung erarbeitet werden. Die Teilnehmer nahmen die Herausforderung auf beeindruckende Weise an und kämpften sich durch einen Verhandlungsmarathon, der bis zum späten Abend reichte.

Sechs Tage SOMMERAKADEMIE haben den Blick auf das Weltgeschehen verändert. Zwar konnten auch keine „Patentlösungen“ für die aktuellen Probleme und Herausforderungen angeboten werden. Doch wuchs das Verständnis für die Komplexität der einzelnen Fragen wie auch für vielfältige Zusammenhänge.