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Hoffnung in Zeiten der Krise

Hans Zehetmair

Krisen so weit das Auge reicht. Kein Tag vergeht ohne alarmierende Meldungen über den Zustand der internationalen Finanzmärkte, die Zukunft Europas, die Krisenherde dieser Welt. Gründe zu verzweifeln, zu klagen, zu resignieren ließen sich an jeder Straßenecke finden. Doch in eine glücklichere Zukunft führt eine solche Geisteshaltung sicher nicht. Ich halte dagegen: Was unsere Gesellschaft und die Menschen, die Teil dieser Gesellschaft sind, heute am meisten brauchen, ist Hoffnung.

Dabei geht es nicht um die Hoffnung auf einen „Deus ex machina“, der an unserer Stelle alle auftretenden Probleme löst. Es geht um die Hoffnung als eine grundsätzliche Lebenseinstellung. Hoffnung zielt auf die Zukunft ab. Sie enthält neben allem Ansporn zum eigenen Handeln auch das Zählen auf andere. Wer hofft, der weiß, dass es zwar Hindernisse und Widerstände gibt, dass die Dinge aber schließlich doch gelingen oder besser gehen werden, wenn man zusammenarbeitet.

Ein Mensch, der hofft, engagiert sich auch. Der Verzweifelte ist gelähmt, der Optimist rasch enttäuscht. Wer hoffnungsvoll ist, hält hingegen durch. Echte Hoffnung geht selbst über den Tod hinaus. Dabei steht das Bild vom Christen, der das Hier und Jetzt vernachlässigt, um sich auf das Jenseits hin zu orientieren, in deutlichem Widerspruch zu den Tatsachen. Es sind gerade die Menschen mit religiöser Überzeugung, die sich am stärksten für die Gesellschaft engagieren.

Glück stellt sich nur ein, wenn man eine hoffnungsvolle Grundhaltung hat. Diese Grundhaltung hält stand im Angesicht von Krankheit, Leid, Tod und tiefer Trauer. Diese Grundhaltung hält stand auch in Zeiten der Krise. Ohne sie kann man Glück haben oder Pech – glücklich sein kann man nicht. Wir sollten wieder mehr Hoffnung leben, trotz aller Krisen. Wie sagte Cicero so treffend: Dum spiro, spero – so lange ich atme, hoffe ich!

Ihr Prof. Dr. h. c. mult. Hans Zehetmair
Staatsminister a. D., Senator E. h.
Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung