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Hanns-Seidel-Stiftung vergibt Volksmusikpreise

Hans Zehetmair überreicht Preise im Bildungszentrum Wildbad Kreuth

Hans Zehetmair begrüßt die Gäste

Aktives Musizieren oder die Weitergabe von musikalischen Fertigkeiten im Bereich Volksmusik sind gesellschaftliches Engagement und werden seit 1984 mit dem Volksmusikpreis der Hanns-Seidel-Stiftung gewürdigt. Die Auszeichnung verleiht alljährlich der Stiftungsvorsitzende. “Dieser Beitrag zur Anerkennung ist ein wichtiger Impuls für die Volksmusikpflege, den Kulturerhalt in Bayern sowie das Engagement im musikalischen Ehrenamt“, erklärte Staatsminister a.D. Hans Zehetmair anlässlich der Urkundenverleihung am 13. Mai 2012 in Wildbad Kreuth. Die Fachjury für den begehrten Volksmusikpreis stellt der Bayerische Landesverein für Heimatpflege. In diesem Jahr werden sieben Preisträger aus Altbayern und Schwaben ausgezeichnet.

Volksmusikpreise 2012 der Hanns-Seidel-Stiftung:

Preisträger Ort Landkreis
Waldramer Sänger Wolfratshausen Bad Tölz-Wolfratshausen
Schwäbische Franzosamusik Krumbach Günzburg
Zwoagsang Wilfahrt Pettendorf Regensburg
Niederbayerischer Musikantenstammtisch diverse Orte in Niederbayern -
Hans Kanzler Dietramszell Bad Tölz- Wolfratshausen
Sepp Bergauer Massenhausen/Waldsassen Freising/Tirschenreuth
Siegfried Bradl Altomünster Dachau


Siegi Götze führte durch den Festakt
Max Bertl, Franz Jungwirth, Josef Bichler, Hans Zehetmair, Siegi Götze , Alexander Radwan
Elmar Walter, Leiter Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege
Blick in den Saal

Die Preisverleihung – mittlerweile zum 29. Mal in Wildbad Kreuth durchgeführt – folgte von Anfang an der Idee, den „Tag der Volksmusik“ gemeinsam mit einem Gottesdienst zu beginnen. Die vom Münchener Pater Stefan Stöhr, SDB gefeierte Heilige Messe wurde auch von den Volksmusikgruppen musikalisch umrahmt. Durch den Festakt führte als Sprecher Siegi Götze aus Marquartstein. Auch das Publikum kann mitwirken: Vor dem Festakt werden gemeinsam Volkslieder gesungen, in diesem Jahr intoniert vom Volksmusikpfleger des Bezirks Schwaben, Christoph Lambertz, der später selbst mit der Schwäbischen Franzosamusik einen Preis entgegennehmen durfte.

Die Auswahl der Preisträger obliegt einer Fachjury bei der Abteilung Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege unter Vorsitz von Elmar Walter. Kriterien zur Auswahl sind u.a. das Musizieren auf einem hohen Niveau, das Zusammenspiel von Instrumenten in seltenen Kombinationen oder das Setzen neuer Impulse im Bereich der Volkskultur. Im Vordergrund stehen bei der Auswahl aber auch kulturelle Leistungen, die in der Vergangenheit bereits erbracht oder in Zukunft zu erwarten sind. Auch Persönlichkeiten, die sich in der Weitergabe ihrer volksmusikalischen Fähigkeiten an die jüngere Generation besonders verdient gemacht haben, werden ausgezeichnet.

Vor den 400 geladenen Gästen im Bildungszentrum Wildbad Kreuth stellte der Stiftungsvorsitzende Hans Zehetmair die Leistungen der Preisträger heraus: „Die Preisträger haben sich in der Musikpflege oder in der Nachwuchsarbeit in besonderer Weise verdient gemacht und sollen deshalb für ihren Vorbildcharakter öffentlich ausgezeichnet und gewürdigt werden!“

Die auch als „Tag der Volksmusik“ bekannte Preisverleihung ist kein Wettbewerb. Alle auszuzeichnenden Gruppen musizieren auf einem hochstehenden Niveau und boten beim Festakt Kostproben aus ihrem jeweiligen Repertoire.

Seit 1984 konnten insgesamt 428 Preise verliehen werden, darunter auch die Preise für die fränkischen Volksmusiker, deren Ehrung im oberfränkischen Kloster Banz stattfindet.

Die Preisträger

Waldramer Sänger, Wolfratshausen, Bad Tölz-Wolfratshausen

Schwäbische Franzosamusik, Krumbach, Günzburg

Zwoagsang Wilfahrt, Pettendorf, Regensburg

Niederbayerischer Musikantenstammtisch, Niederbayern

Hans Kanzler, Dietramszell, Bad Tölz-Wolfratshausen

Sepp Bergauer, Massenhausen/Waldsassen, Freising/Tirschenreuth

Siegfried Bradl, Altomünster, Dachau