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Hanns-Seidel-Stiftung
Institut für Begabtenförderung
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80636 München
Aktuelle Veranstaltungen
Bamberger Stipendiaten zu Besuch in Tübingen
Warum nicht einmal eine andere Stipendiatengruppe besuchen, um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen und eine neue Stadt zu erkunden? Diese Idee haben die Bamberger Stipendiaten im Sommersemester 2009 in die Tat umgesetzt. Sie verbrachten den 16. und 17. Mai 2009 bei ihren Mitstipendiaten in Tübingen.
Führung durch die Universitätsstadt

- Auf dem Marktplatz in Tübingen
Am Samstagnachmittag wurden wir von den Tübinger Stipendiaten und ihrer Sprecherin Christina Drobe vor der Stiftskirche herzlich empfangen. Bei der gemeinsamen Stadtführung erfuhren wir, dass diese Pfarrkirche 1477 im Zuge der Universitätsgründung erst zur Stiftskirche umgewandelt wurde. An der alten Aula und der malerischen Neckarfront vorbei, ging es weiter zur Burse, die einst als Studentenwohnhaus errichtet, später als Klinikum umgebaut und heute die Fächer Philosophie und Kunstgeschichte der Universität Tübingen beherbergt. Unser Stadtrundgang führte uns nun zum Evangelischen Stift, das als ehemaliges Augustinerkloster seit Beginn der Reformation in Württemberg 1534 als Studienstätte für evangelische Theologiestudenten dient.

- Die Bamberger Stipendiaten
Eine tolle Aussicht in das Neckar- und Ammertal, auf die Stadt und die weitere Umgebung erwartete uns dann vom Schloss Hohentübingen, wofür wir den steilen Anstieg gerne in Kauf nahmen. Am Eingang zum Schloss bewunderten wir das Renaissanceportal im Stil eines römischen Triumphbogens mit dem von Ordensketten umrahmten Wappen des Herzogtums Württemberg. Der Marktplatz mit seinem malerischen Rathaus und dem Neptunbrunnen bildete schließlich den Abschluss der interessanten und kurzweiligen Stadtführung als erster gemeinsamer Programmpunkt.
Danach erfrischten wir uns im Neckarmüller bei einem kühlen Getränk, ehe es dann zum Abendessen in die Wurstküche ging, um original schwäbische Spezialitäten zu kosten. Dort hatten wir Gelegenheit, uns mit unseren Mitstipendiaten ausführlich zu unterhalten und Erfahrungen auszutauschen. Entlang der Wilhelmstraße stehen die meisten Universitätsgebäude, wie die neue Aula, die alte und neue Bibliothek sowie diverse Institute, die uns unsere Tübinger Freunde vor Einbruch der Dunkelheit noch zeigten. Dabei konnten wir sogar noch einen Blick in den prächtigen Innenraum der neuen Aula werfen. Über den Botanischen Garten ging es dann wieder zurück in die untere Stadt mit ihren historischen Fachwerkfassaden, wo wir den Tag mit einer Kneipentour gemütlich ausklingen ließen.
Stocherkahnfahren: Für den Tübinger ein Muss

- Stocherkahnfahrt auf dem Neckar
Tübingen bietet natürlich vielfältige Freizeitmöglichkeiten. So durfte am zweiten Tag das Stocherkahnfahren nicht fehlen, ein absolutes Tübinger Muss. Aufgrund der starken Strömung war das Stochern eine große Kraftanstrengung. Nicht jedoch für uns: Wir konnten uns auf den Bänken zurücklehnen und uns die Tübinger Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Die Fahrt war allerdings nicht nur erholsam, sondern auch lehrreich. Trotz der Anstrengungen wurden uns interessante Geschichten erzählt, beispielsweise vom beliebten alljährlichen Stocherkahnrennen, dessen Verliererteam als Schmach einen halben Liter Lebertran trinken muss. Während unserer Kahnfahrt kamen wir am Hölderlinturm vorbei, in welchem sich heute ein Museum zum Gedenken an den dort lebenden kranken Dichter Friedrich Hölderlin befindet.
Nach unserer Fahrt auf dem Neckar schlenderten wir dann zu Fuß durch die Platanenallee auf der Neckarinsel und genossen den erholsamen Schatten, den uns die Bäume spendeten. Nachdem wir uns noch im Uni-Cafe-Ristorante Unckel gestärkt hatten, traten wir am späten Sonntagnachmittag mit einer herzlichen Verabschiedung der Tübinger Stipendiaten die Heimreise an. Gut gelaunt und um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher, kamen wir abends wieder in Bamberg an. Unser Fazit: Tübingen ist nicht nur kulturell auf jeden Fall eine Reise wert!
Silvia Conrad und Thomas Geppert


