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"Kinderlärm ist Zukunftsmusik" - Gesprächsrunde mit Joachim Herrmann

- Joachim Herrmann, MdL (Foto: Niedermaier)
"Fragen der aktuellen Landespolitik"war eine Gesprächsrunde des Clubs der Altstipendiaten (CdAS) und der Hanns-Seidel-Stiftung am 24. Januar 2007 mit Joachim Herrmann, Fraktionsvorsitzendem der CSU im Bayerischen Landtag, überschrieben. Dass es dabei um höchst aktuelle Politik gehen sollte, konnten die Einladenden vorher noch gar nicht wissen.
Denn Herrmann stand den rund 60 Altstipendiaten wenige Tage nach der Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Edmund Stoiber Rede und Antwort. "Hinterher ist man immer g'scheiter", gab er zu, dass die Dynamik der Entwicklungen der zurückliegenden Wochen vollkommen unterschätzt wurde. In Kreuth habe er dann erlebt, "wie massive Medienpräsenz und Dauerberichterstattung Einfluss nehmen". Die Verhältnisse würden sich immer mehr in Richtung "Mediendemokratie" bewegen, resümierte Herrmann über die Rahmenbedingungen der Politik.
Herrmann ging aber auch auf die künftige Landespolitik ein. Als wichtige Weichenstellung für die Zukunft bezeichnete er es vor allem, dass 2006 erstmals ein Haushalt ohne Neuverschuldung vorgelegt wurde. Man müsse sich intensiver Gedanken machen, was die Interessen nachfolgender Generationen seien. Insbesondere Betreuungsangebote für Kleinstkinder müssten geschaffen werden. "Kinderlärm ist Zukunftsmusik", behauptete der dreifache Familienvater.

- (Foto: Niedermaier)
Konkret fragte Herrmann dann nicht nur rhetorisch: "Was können wir tun, damit unser Land wieder familienfreundlicher wird"? Weit war die Bandbreite der Stichpunkte, die der Teilnehmerkreis in die Diskussion einbrachte: Akzeptanz in der Gesellschaft für Kinder, Umdenken bei Unternehmen bezüglich familienkonformer Arbeitsbedingungen, Flexibilität bei Fördermaßnahmen oder auch die Forderung, dass auch Einverdiener-Familien möglich sein müssten.
Aus einem Bericht von Dr. Volker Göbner, Altstipendiat

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