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Fachforum zur Wirtschafts- und Unternehmensethik

Der ehemalige Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer (Mitte) mit dem Fachforumssprecher Philipp Egger und dem Leiter des Förderungswerks, Hans-Peter Niedermeier (r.)

Beim diesjährigen Fachforum Wirtschaftswissenschaften des Förderungswerks der Hanns-Seidel-Stiftung vom 2. bis 4. Oktober 2009 in Wildbad Kreuth drehte sich alles um unternehmerische Verantwortung und um die Frage nach ethischen Maßstäben in der Wirtschaftspolitik.

Der ehemalige Bundesbankpräsident Professor Dr. Hans Tietmeyer betonte in seinem Grundsatzreferat, dass es keine Alternative zu kontinuierlichem Wachstum gibt, wenn man eine Marktwirtschaft auch künftig in sozialem Rahmen durchführen will. Er räumte allerdings auch ein, dass Wachstum allein auch kein Allheilmittel für die Lösung der schwierigen wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Probleme Deutschlands sei.

"Wachstum ist immer Problemlöser und Problemschaffer zugleich", bemerkte Tietmeyer vor den Stipendiaten. Er machte deutlich, dass allzu große Wachstumssprünge nicht sehr viel Vorteile bringen würden, da sie langfristig mehr Unsicherheit als Fortschritt bedeuteten. Es müsse vielmehr nach Konstanz gestrebt werden, die Tietmeyer auch in der Politik als Garant für die Funktionalität der Sozialen Marktwirtschaft ansieht. Ein unerlässlicher Faktor sei zudem eine bewusst betriebene Verantwortungsethik, die auch das Handeln der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft bestimmen sollte.

Auch der Präsident des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels, Anton F. Börner, forderte eine Rückbesinnung auf Werte. Börner sprach sich aber auch für eine "Revitalisierung des Welthandels" aus. Nur durch eine Wiederbelebung des Welthandels könnten die Staaten in die Lage versetzt werden, ihre sozialen Verpflichtungen in vertretbarer Weise zu erfüllen.

Der Unternehmer und Landtagsabgeordnete Dr. Markus Blume gab zu bedenken, dass der Spagat zwischen wirtschaftlich verantwortlichem Handeln und der Notwendigkeit, im sozialen Netz Veränderungen zu tätigen, sehr schwierig sei. Wichtig sei, so Dr. Blume, dass den Bürgern die Notwendigkeit zu globalem Handeln in Politik und Wirtschaft verdeutlicht werde.