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Referat IV/6 Altstipendiaten
Prof. Hans-Peter Niedermeier
Tel.: 089 1258-400 | Fax: -403
E-Mail: SchreyerBrummer@hss.de
Publikationen
Aktuelle Veranstaltungen
Frauen in der Medizin

- Marcus Vallaster und Stephanie Egelseer, Leiter des Stipendiaten-Fachforums Medizin

- Prof. Dr. med. Christine Bruns berichtet von Ihrer Erfahrung als Chirurgin

- Prof. Dr. med. Doris Henne-Bruns und PD Dr. med. Marion Subklewe

- Michaela Münning berichtete aus der medizinischen Industrie

- Prof. Dr. med. Doris Henne-Bruns ist die erste chirurgische C4-Professorin Deutschlands

- Die zukünftigen Mediziner zeigten sich von den Ausführungen beeindruckt.
Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl an Ärztinnen fand am 27. Juni 2009 im Konferenzzentrum München der Hanns-Seidel-Stiftung eine Vortragsveranstaltung zum Thema "Frauen in der Medizin" statt. Der Sprecher der Fachgruppe Medizin des Clubs der Altstipendiaten (CdAS), Prof. Dr. med. Hans Roland Dürr, organisierte diese Tagesveranstaltung zusammen mit den Sprechern des Stipendiaten-Fachforums Medizin, Stephanie Egelseer und Markus Vallaster. Im Focus standen Chancen, Probleme und deren Lösungsmöglichkeiten im beruflichen Alltag von Frauen im Arztberuf .
Prof. Dr. med. Christiane Bruns, geschäftsführende Oberärztin der chirurgischen Klinik und Poliklinik Großhadern, stellte den Spagat zwischen Karriere, Lebensplanung und Familie dar. Da auch heute noch vor allem die chirurgischen Disziplinen als Männerdomäne gelten, empfiehlt sie angehenden Chirurginnen frühzeitig die Suche eines geeigneten Mentors, um persönliche Zielvorstellungen und Wünsche verwirklichen zu können.
Was es heißt, als Ärztin niedergelassen zu sein und alleine eine hausärztliche Praxis auf dem Land zu führen, schilderte Dr. Ute Schaaf, Fachärztin für Allgemeinmedizin. Anhand der Begriffskomponenten "selbst" und "ständig" zeigte sie die Vor- und Nachteile einer Niederlassung auf. Mit Begeisterung und Freude berichtete sie von ihren täglichen Einsätzen auf weiter Flur und bringt ein Schmunzeln über die Gesichter der Stipendiaten, als sie erzählt, dass sie sich manchmal auch als "Herr Doktor" anreden lassen muss.
Ein Paradebeispiel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellte PD Dr. med. Marion Subklewe, Oberärztin der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Universität München–Großhadern, dar. Als Mutter von vier Kinder, Wissenschaftlerin und klinischtätige Ärztin zugleich schilderte sie ihren persönlichen Karriereweg. Die zukünftigen Ärztinnen und Ärzte erfuhren von ihr, was es bedeutet, neben Hortplatzsuche und Experimenten im Labor mit dem in Deutschland vorherrschenden Klischeedenken über die gesellschaftliche Rolle einer Frau und Mutter konfrontiert zu sein.
Michaela Münnig, Leiterin des Vertriebsbereichs Orthopädie und Traumatologie bei der Firma Braun-Aesculap, erläuterte die Chancen und Anforderungen im industriellen Arbeitsbereich. Trotz eines großen und herausfordernden Arbeitspensums sei dort aufgrund flexiblerer Arbeitszeiten und einer variableren Arbeitsplatzgestaltung häufig eine einfachere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleistet.
Als erste chirurgische C4-Professorin Deutschlands referierte Prof. Dr. med. Doris Henne-Bruns, Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie des Universitätsklinikums Ulm. Obwohl laut einer Studie eine Frau bis zu zweieinhalbmal so viele Wissenschaftspunkte für das Fortkommen als ein Mann benötigt, rät sie Frauen zu einer positiven Haltung. Wenn man seine eigenen Interessen klar definiert und bei viel Fleiß keine Chance auslässt, kann man ihrer Meinung nach in jeder medizinischen Disziplin viel erreichen.
Der Leiter der Personalabteilung der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Murnau, Albert Stichaner, präsentierte seine Lösung für die Probleme im Bereich Kinderbetreuung. Mit der Vorstellung der betriebseigenen Kindertagesstätte fegte er sämtliche Sorgen um Engpässe in der Nachwuchsversorgung vom Tisch. Er zeigte auf, dass der Unterhalt einer eigenen Betreuungseinrichtung für eine Klinik zwar mit Kosten verbunden ist, dennoch eine sinnvolle Investition und auch wirtschaftlich rentabel sein kann.
Bericht und Fotos: Stephanie Egelseer

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