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 Referat IV/2 Hochschulförderung (HAW) und Promotionsförderung
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Mensch und Technik

Foto: Helico/Flickr

Die Menschheitsgeschichte zeigt, dass sich zu allen Zeiten kulturübergreifend Menschen um Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse bemüht haben. Dabei kommt technischen Errungenschaften eine ganz besondere Bedeutung zu.

Im Rahmen der Promotionsfachtagungsreihe „Ideengeschichte“ beschäftigten sich vom 4. bis 6. Dezember 2009 in Wildbad Kreuth 47 Promotionsstipendiaten mit dem Thema „Mensch und Technik“ mit dem Ziel, die Fragestellung punktuell zu beleuchten und die Konsequenzen für die menschliche Entwicklung kritisch zu beleuchten.

Seit der neolithischen Revolution mit der Sesshaftwerdung und Spezialisierung haben sich nicht nur die Lebensumstände geändert, sondern auch die Materialien (Stein, Bronze, Eisen, Stahl, Kunststoffe, Nanotechnologie etc.) und Produkte (Töpferscheibe, Rad, Webstuhl, Eisenbahn, Flugzeug, Computer etc.).

Die Stipendiaten erhielten Einblicke in einige für das menschliche Selbstverständnis und die Entwicklung des Menschen grundlegende Fragestellungen. So wurde anhand alter Menschheitsträume (beispielsweise das Fliegen, die Mondreise, Zeitreise, Unsterblichkeit und ewige Jugend, die Automation, der Mensch-Maschine-Komplex) gezeigt, wie im Spannungsfeld zwischen Science und Fiction Wünsche und Errungenschaften übergreifend über die Jahrtausende und Kulturkreise medial thematisiert oder auch tatsächlich mit Hilfe der vom Menschen entwickelten Technik realisiert wurden.

Unter dem Stichwort Anti-Aging und dermatokosmetische Maßnahmen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den heutigen Möglichkeiten, Risiken und Grenzen plastisch-chirurgischer Technikverfahren. Dabei wurde der Fokus auf gesundheitsbewahrende Verfahren gelegt.

Wie weit heute moderne Technik in unser tägliches Leben eingreift, konnte in einem Beitrag zur Nanotechnologie näher beleuchtet werden. Aktuell wird die Diskussion um Risiken und Chancen dieser Technologie zum Teil sehr emotional und auf der Grundlage geringer Informationsbreite geführt. Dabei überwiegt meist die Skepsis, obwohl sich Nanotechnologie maßgeblich nur durch drei Eigenschaften definiert: Diese Technologie ist extrem klein (etwa 7 Atomkerne ergeben einen nm). Diese Kleinst-Technologie ist in fast allen Stoffen des Periodensystems realisierbar. Aufgrund der extremen Verkleinerung ergeben sich neue Eigenschaften, die man zum Beispiel für Fließeigenschaften in Autopolituren und Ketchup, als Sonnenschutz in Bodylotion und Mützen oder als anti-bakterielle Maßnahme in Lebensmittelfrischhalteboxen nutzen kann.

Ein besonderer Fokus wurde abschließend auch auf das Verhältnis von Mensch und Schrift gelegt. Neben der mündlichen Überlieferung kam und kommt in allen Hochkulturen maßgeblich der Schrift entscheidende Bedeutung für den Erhalt und die Weitergabe relevanter Informationen und Kommunikationsinhalte zu. Ergänzend wurden dabei auch moderne elektronische Formen der Kommunikation und damit verbundene neue Kommunikationsstrukturen beleuchtet.