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Polen - Deutschlands Nachbar im Zentrum Europas

Herbstakademie 2009 des Clubs der Altstipendiaten (CdAS)

Generalkonsulin Elżbieta Sobótka, Stipendiatin Natalia Ojewska und CdAS-Vorsitzender Christof Botzenhart (Foto: Franz Niedermaier)

Polen und Deutschland sind Nachbarn, die im Laufe der Geschichte abwechselnd zu Freunden und zu Feinden wurden. Diesem unstabilen Verhältnis liegen komplexe historische, kulturelle und gesellschaftliche Ursachen zugrunde. Sie haben einen unmittelbaren Einfluss auf die gegenseitige Betrachtungsweise beider Völker sowie den Ablauf ihrer politischen Kommunikation. Diese Problematik war Gegenstand der Herbstakademie 2009 des Clubs der Altstipendiaten (CdAS) vom 25. bis 27. September 2009 in Wildbad Kreuth.

Bayerns langjähriger Kultusminister Prof. Dr. Hans Maier widmete sich der Frage, welche Rolle Polen und der Papst bei der Vorbereitung zur Wende gespielt haben. Hätte die Geschichte Polens und Europas anderen Verlauf angenommen, wenn Karol Wojtyla nicht zum Papst 1978 gewählt worden wäre? Der Hallenser Geschichtsprofessor Michael G. Müller setzte in seinem Vortrag: "Polen – eine junge Demokratie" an Prof. Maier an und schilderte die historischen Ereignisse, welche unmittelbar an die demokratischen Erfahrungen Polens knüpften. Dies bildete eine wertvolle Basis für den Vortrag von Thomas Urban. Der Osteuropa-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung befasste sich mit den trennenden und verbindenden Elementen im polnisch-deutschen Verhältnis und beeindruckte durch eine unglaubliche Detailkenntnis und sein fundiertes Wissen.

Auch die Kultur kam nicht zu kurz: Lidia Kämmerlings vom polnischen Institut Düsseldorf verschaffte in ihrem Vortrag zur jüngsten polnischen Geschichte im Spiegel des Filmes einen guten Überblick über die Ziele und Sehnsüchte des polnischen Volkes in der Zeit der Volksrepublik Polen.

Zum Abschluss besuchte die Generalkonsulin der Republik Polen in München, Elżbieta Sobótka, die Herbstakademie. Sie fokussierte Plätze und Ereignisse, die Polen und Bayern verbinden. Die Kenntnis der Geschichte sei zwar nötig, um sich mit den Nachbarn verständigen zu können, aber sie dürfe nicht zur Last in den gegenwärtigen politischen Beziehungen werden, so Sobótka. "Die Heilung von Erinnerung ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine gute internationale Zusammenarbeit", so die Diplomatin.

Natalia Ojewska