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Zu den Quellen der Europäischen Leitkultur

Vor San Giovanni in Laterano
Dr. Andreas Burtscheidt mit Archivar Dr. Johan Ickx

Vom antiken christlichen Rom bis hin zum Vatikanstaat im 21. Jahrhundert spannte sich der Bogen einer Studienreise des "Club der Altstipendiaten" (CdAS). Vom 5. bis 8. November 2009 besuchte die Gruppe zentrale Einrichtungen im und um den Vatikan, die vor allem das deutsche Leben und Kulturschaffen in Rom berücksichtigten. Anlass des von Dr. Andreas Burtscheidt geleiteten Besuchs war der 80. Jahrestag der Lateranverträge von 1929, die den modernen Vatikanstaat begründeten.

Im Archiv der Deutschen Nationalstiftung Santa Maria dell’Anima in der Nähe der Piazza Navona trafen die Altstipendiaten mit dem Archivar Dr. Johan Ickx zusammen und erhielten interessante Einblicke in die jahrhundertealte Geschichte der Gemeinde der deutschsprechenden Katholiken in Rom.

Bei einer gut einstündige Begegnung mit dem Geistlichen Konsultor der Deutschen Botschaft am Heiligen Stuhl, Prälat Dr. Eugen Kleindienst, wurden aktuelle Themenfelder aus Kirche und Theologie im Alltag der Botschaft diskutiert. Schon allein die seltene Stellung eines Geistlichen im Dienste des Auswärtigen Amtes unterstrich die Besonderheit seines Aufgabenfeldes, das in den letzten Jahren des Pontifikates des deutschen Papstes Benedikt XVI. an Gewicht gewonnen hat.

Nicht minder von Bedeutung für die Präsenz und die Geschichte der Deutschen bzw. der deutschsprechenden Länder in der ewigen Stadt ist das Campo Santo Teutonico im Schatten von St. Peter. Neben dem vollständig von Mauern umschlossenen Gräberfeld, dessen Gründung bereits auf die Karolingerzeit im 8. Jahrhundert zurückgeht und seit 1929 einen exterritorialen Bereich innerhalb der Vatikanstadt bildet, gehören zu dem Komplex die Kirche Santa Maria della Pietà, ein Priesterkolleg und die Räume des römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. Nach einer beeindruckenden Würdigung der historischen Zusammenhänge dieses besonderen Ortes führte der langjährige Rektor, Prof. Erwin Gatz, die Gruppe schließlich noch über den berühmten Friedhof der Deutschen in Rom.

Am vorletzten Tag stand ein Besuch bei Radio Vatikan auf dem Programm, wo die 24 Altstipendiaten mit Pater Bernd Hagenkord SJ verabredet waren, der erst eine Woche zuvor die Leitung der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan von seinem Vorgänger Pater Eberhard von Gemmingen SJ übernommen hatte. Nach einem Image-Film über die Arbeit des weltbekannten Senders bestand die Möglichkeit, eine angeregte Diskussion mit dem neuen Redaktionsleiter zu führen und so Einblicke in den Arbeitsalltag des Senders zu erhalten.

Zu den Stationen des offiziellen Besichtigungsprogramms zählten neben den vier römischen Hauptbasiliken, Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterano und San Paolo fuori le mura, u.a. auch das Pantheon und die Besichtigung der Ausgrabungen unter der Kirche San Clemente, unter der sich eine weitere Kirche aus dem 4. Jahrhundert befindet und darunter eine noch ältere Mithras-Kultstätte.

Zum Abschluss der Romfahrt führte der Weg in die etwas außerhalb der Stadt gelegenen antiken Domitilla-Katakomben, wo die Gruppe mit CdAS-Mitglied Dr. Stefan Rambacher einen Gottesdienst feierte - einem der ursprünglichsten Orte des Christentums in Europa.

Dr. Andreas Burtscheidt