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Aktuelles aus dem Bundestag: Themenfeld Verteidigungspolitik

- Florian Hahn (r.)
„Unsere Soldaten fühlen sich von der deutschen Gesellschaft im Stich gelassen.“ Dies war einer der Eindrücke, die Florian Hahn, MdB, auf einer Afghanistanreise gewann und den er neben anderen Aspekten am 26. April 2010 in seinem Vortrag „Aktuelles aus dem Bundestag: Themenfeld Verteidigungspolitik“ vor etwa 40 Stipendiaten und Altstipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung einbrachte.
Florian Hahn wurde im September 2009 für die CSU in den Deutschen Bundestag gewählt und ist unter anderem Mitglied im Ausschuss für Verteidigung sowie im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich der 36-jährige Putzbrunner politisch für Bayern und den Landkreis München.
An diesem Abend gab er zunächst Einblicke in die Herausforderungen, die die Arbeit im Bundestag für einen jungen Abgeordneten mit sich bringt. In Bezug auf die aktuell laufende Diskussion zur Verteidigungspolitik berichtete er von seinem Afghanistanbesuch, zu dem er gemeinsam mit den Soldaten des deutschen Kontingents angereist war. „Ich saß mit den vier am Karfreitag gefallenen Soldaten im Flugzeug.“ Aus vielen Gesprächen mit den Soldaten vor Ort wisse er, dass sich diese häufig von der Gesellschaft im Stich gelassen fühlten. Sowohl die Anteilnahme am Tod der Gefallenen als auch die klare Position der Bundeskanzlerin Angela Merkel machten jedoch Mut, dass hier etwas in Bewegung käme und Verbesserungen sichtbar seien.
Auf die Frage einer Stipendiatin nach einem realistischen Abzugstermin veranschaulichte Hahn die Schwierigkeiten mit einem Zitat der Taliban: „Ihr habt die Uhren, wir haben die Zeit.“ Sobald ein Abzugstermin bekannt wäre, würden die Taliban „die Tage also rückwärts zählen“, meinte Hahn.
„Der Gesprächskreis war vor allem deshalb so interessant, weil Florian Hahn viel von seinen persönlichen Eindrücken geschildert und kein Blatt vor den Mund genommen hat“, so die einhellige Meinung der Stipendiaten aus der Hochschulgruppe München VII.
Bericht: Katharina Schuster und Jakob Dondl

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