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Alternative Heilverfahren versus Schulmedizin?

Die Teilnehmer zeigten viel Interesse

Was hat es auf sich mit Globuli, TCM und Ying und Yang? Was ist Schulmedizin und was sind alternative Heilverfahren? Welchen Stellenwert nehmen alternative Heilverfahren in der Medizin ein? Auf diese Fragen suchten Stipendiaten und Altstipendiaten in einer gemeinsamen Fachtagung der CdAS-Fachgruppe Medizin und des HSS-Fachforums Medizin am 26. Juni 2010 im Konferenzzentrum München eine Antwort.

Die jungen Mediziner und Medizinstudenten zeigten sich beeindruckt von den Vorträgen und Erfahrungsberichten der anwesenden Vertreter alternativer Heilverfahren. Einige Aussagen wurden auch kontrovers diskutiert. Insgesamt kam man zu dem Ergebnis, dass alternative Heilmethoden eine sinnvolle Ergänzung zur sogenannten Schulmedizin darstellen können und viele Therapien Anerkennung verdienen und erfolgversprechend scheinen.

Die Ärzte Gerhard Opitz und Ute Schaaf

Wie genau definiert sich Schulmedizin? Diese Frage stellte Dr. med. Ute Schaaf, Fachärztin für Allgemeinmedizin. Ihrer Meinung nach liegen Schulmedizin und alternative Verfahren oft nicht weit auseinander. Sie sollten gemeinsam zur Anwendung kommen: „Das heterogene Feld der alternativen Heilverfahren ist häufig gar nicht so alternativ.“ Ute Schaaf wies auch auf die Grenzen alternativer Heilmethoden hin und auf Gefahren, die aus einer alleinigen Anwendung entstehen können.

Um die jahrtausendealte „große Kunst der bloßen Hände“, heute Manuelle Medizin genannt, ging es zuvor bei Dr. med. Hans-Peter Bischoff. Der Orthopäde behandelt mit manueller Therapie beispielsweise Funktionsstörungen am Bewegungsapparat und diverse Schmerzsyndrome nahezu ohne Nebenwirkungen.

Den langen Weg wirkungsvoller pflanzlicher Rohstoffe bis zum anerkannten Arzneimittel erklärte Dr. rer. nat. Tankred Wegener. Er machte deutlich, dass sowohl die Herstellungsverfahren als auch die nationalen und europäischen Zulassungsverfahren für Kräuter und Pflanzen, die therapeutisch verwendet werden sollen, aufwendig sind.

Auf fernöstliche Heilverfahren mit ihren traditionellen Ordnungsmustern ging Dr. med. Gerhard Opitz ein. Anhand der Begriffe Ying und Yang und weiterer Gegensatzpaare erläuterte der Orthopädie und Schmerztherapeut die chinesische Vorstellung von der Entstehung der Krankheiten. Er schilderte die Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin und erklärte, wie sie in China angewendet wird.

Der Apotheker und Heilpraktiker Hans Wilhelm stellte die Lehren des deutschen Arztes und Begründers der Homöopathie, Samuel Hahnemann, vor. Der begann Anfang des 19. Jahrhunderts mit der Behandlung mit potenzierten, also hochgradig verdünnten Substanzen. Das Prinzip laute dabei, „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu heilen. Die Vorstellung, dass eine Potenzierung von D9 einem Wirkstofftropfen in einem Tanklastwagen entspricht, entfachte Diskussionen.