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Die Zukunft des Buches - auf der Frankfurter Buchmesse hautnah erlebt

Anne Eckert (r.), PR-Managerin auf der Frankfurter Buchmesse, informierte die Stipendiaten über aktuelle Entwicklungen auf dem Büchermarkt und den Ehrengast Argentinien.

Auch wenn das gedruckte Buch mit einem Anteil von 99 Prozent am Gesamtumsatz von 9,6 Milliarden Euro im deutschen Buchmarkt der klare Umsatzbringer ist, liegen die Wachstumschancen bei digitalen Produkten. Daher beschäftigten sich Stipendiaten des Journalistischen Förderprogramms im Rahmen eines Stipendiatengesprächskreises auf der Frankfurter Buchmesse mit möglichen Zukunftsentwicklungen in diesem Bereich.

Nicht nur Literaturwissenschaftler unter den JFS-Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung waren der Einladung zur Kooperationsveranstaltung am 8. Oktober 2010 auf der Frankfurter Buchmesse gefolgt, sondern auch solche, die als junge Journalisten die Gelegenheit  nutzen wollten, um von der weltweit größten Buchmesse für ihr Medium zu berichten. Dabei galt es zunächst, unter den Tausenden von Ständen auf 172.000 Quadratmetern und knapp 2.500 Vorträgen, Diskussionen, Lesungen, Seminaren und Konferenzen, die während der fünf Messetage stattfinden, den Überblick nicht zu verlieren. Daher trafen sich die Stipendiaten im Pressezentrum mit einer der PR-Managerinnen der Messe, Anne Eckert, zu einem Informationsgespräch.

Die Stipendiaten nutzten die Chance, um mehr über die Zukunft des Buches aus erster Hand zu erfahren.

Dabei waren zunächst digitale Aspekte zentral: Unter dem Dach von Frankfurt SPARKS hatte die Frankfurter Buchmesse Ausstellungsformate, Konferenzen und Veranstaltungen rund um die Zukunft der Medien- und Kreativbranchen lanciert. SPARKS soll Verlagswelt, Technologiebranche, Medien und Internetkultur miteinander vernetzen, um gemeinsam tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Entsprechend widmeten sich rund 350 Veranstaltungen auf der Messe digitalen Themen. Daneben interessierte die Stipendiaten der diesjährige Ehrengast Argentinien. Länder, die an einer Position als Ehrengast interessiert sind, müssen ein Bewerbungsverfahren durchlaufen. „Dabei stellt sich auch die Frage, inwieweit die Literatur im Bewerberland innovativ und für deutsche Leser interessant ist“, erklärte Anne Eckert. Nach erfolgter Zusage müsse das Land ein Übersetzungsförderprogramm auflegen, um die Literatur auch in Deutschland bekannter zu machen.  „1976 gab es zum ersten Mal einen Ehrengast auf der Buchmesse, 2011 wird es Island sein“, so die PR-Managerin.

Das geht mit digitalen Medien nicht: Anfassen und durchblättern.

Danach machten sich die JFS-Stipendiaten gemeinsam auf, die Buchmesse zu entdecken. Dabei interessierte besonders die Präsentation des Ehrengasts Argentinien, das Film- und Media Forum oder der International Congress of Young Booksellers. Andere nutzten wiederum die Gelegenheit, in den Belletristik-Hallen die neuesten Romanveröffentlichungen in Händen zu halten. Dabei bestand Gelegenheit, dem einen oder anderen Autor zu begegnen. So waren an dem Freitag, an dem die Stipendiaten auf der Messe waren, unter anderem Jonathan Franzen und Nobelpreisträger Günter Grass vor Ort.

Nach einem langen Tag voller vielfältiger Eindrücke waren sich die Stipendiaten jedoch einig: Trotz der zahlreichen multimedialen Inhalte, die auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert wurden, hat das gedruckte Buch nach wie vor Zukunft – schon allein deshalb, weil man es in die Hand nehmen und darin blättern kann. Und genau das taten die Stipendiaten an den vielen Verlagsständen leidenschaftlich gern.