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JFS-Stipendiaten am Medienstandort Hamburg

Ein Blick ins Hamburger Abendblatt mit Leserbotschafter Ralf Nehmzow (Mitte)

Hamburg ist nicht nur Deutschlands Tor zur Welt, sondern auch ein wichtiger Medienstandort. Daher führte die diesjährige Herbstakademie Stipendiaten des Journalistischen Förderprogramms der Hanns-Seidel-Stiftung für vier Tage vom 7. bis 10. November 2010 in die Hansestadt. Neben Redaktions- und Unternehmensbesuchen standen auch Gespräche im politischen und wissenschaftlichen Bereich auf dem Programm.

Zunächst waren die JFS-Stipendiaten beim Hamburger Abendblatt zu Gast. Die Zeitung verfügt in Person von Ralf Nehmzow über einen so genannten Leserbotschafter. In seinem Amt agiere er als Ombudsmann der Leser und sei deren Verbindung zur Redaktion, so Nehmzow im ersten Gespräch mit den Stipendiaten. Zugleich erläuterte er die Vision „Abendblatt 3.0“, die zu einer engen Verzahnung zwischen Print- und Online-Inhalten, etwa über verschiedene Abo-Modelle, geführt hat. Dabei wird verstärkt auf Bezahl-Inhalte („Paid Content“) gesetzt.

Die Stipendiaten waren eingeladen, als Zuhörer bei der Morgenkonferenz der Redaktion unter Leitung des Chefredakteurs Claus Strunz teilzunehmen. Dieser nahm sich nach der Konferenz ausführlich Zeit, um den Stipendiaten seine Zukunftsvorstellungen vom Zusammenspiel zwischen Print und Online zu erläutern. Zugleich gab der allen künftigen Journalisten unter den Stipendiaten den Rat, die eigenen Stärken zu verbessern, statt sich zu sehr auf die Schwächen zu konzentrieren. Mittelmaß werde kostenlos bleiben, mit exzellenten Inhalten könne man jedoch Geld verdienen.

Bei Google Deutschland konnten die Stipendiaten Einblicke in die neuesten Online-Trends gewinnen. Pressesprecher Stefan Keuchel erläuterte dabei die Entwicklung des Unternehmens von einem Zwei-Mann-Betrieb in einer kalifornischen Garage hin zu einem der wichtigsten Online-Dienste der Welt. Darüber hinaus interessierten die Stipendiaten auch die wesentlichen Säulen des Geschäftsmodells und der aktuelle Stand bei Google Streetview.

Informationen aus erster Hand über die aktuelle politische Situation in der Hansestadt Hamburg gab es danach von der Sprecherin des Hamburger Senats, Kristin Breuer. Als ehemalige Journalistin erläuterte sie den Stipendiaten die verschiedenen Perspektiven politischer Ereignisse – sowohl aus Sicht von Medienvertretern als auch aus Sicht der politischen Kommunikation.

Prof. Martina Kerscher, Altstipendiatin sowie Vertrauensdozentin der Hanns-Seidel-Stiftung und Inhaberin des Lehrstuhls für Kosmetikwissenschaften an der Universität Hamburg, zeigte den Stipendiaten die Bandbreite des Wissenschaftsstandorts Hamburg auf: Obwohl Stadtstaat verfügt Hamburg über 27 Hochschulen. Zudem erläuterte sie einige Eigenheiten des Bildungswesens vor Ort: So ist es möglich, dass auch Meistern oder Berufserfahrenen ohne Abitur unter bestimmten Umständen der Zugang zu einem Studium gewährt wird. Zugleich hatten die Stipendiaten Gelegenheit, das Labor des Lehrstuhls zu besichtigen und bekamen von wissenschaftlichen Mitarbeitern neueste Geräte zur Hautdiagnostik erläutert und vorgeführt.

Maria Marquart, Altstipendiatin und Politikredakteurin bei Spiegel-Online, sprach über die Herausforderungen, denen sich Online-Medien stellen müssen. Dabei konnte sie an Hand der Spiegel-Online-Website die rasanten zeitlichen Dimensionen und die Intentionen der Redakteure bei Überschriftenwahl oder Beitragsplatzierung vorführen.

Auch der Hörfunk war Thema der Herbstakademie: Ulrich Bunsmann, Geschäftsführer und Programmdirektor von Alster Radio erläuterte in den Redaktionsräumen des Senders die ökonomische Perspektive des Hörfunks. Dabei war auch die Reaktion von Radiosendern auf Zielgruppenveränderungen und die Bedeutung der Erhebungsformen von Hörerreichweiten Thema.

Die Lage der CDU in Hamburg konnten die Stipendiaten wiederum aus erster Hand erfahren. Altstipendiat Gregor Jaecke ist Landesgeschäftsführer der Partei und erläuterte Alltag und Miteinander der schwarz-grünen Koalitionsregierung. Zugleich ging er auf die Bedeutung der Politik ein, Hamburg als Zentrum der Kreativwirtschaft zu fördern. Dabei seien auch so genannte weiche Standortfaktoren entscheidend, damit kreative Menschen sich in der Stadt wohlfühlen und gerne niederlassen. Genau diese Vorzüge der Hansestadt konnten die JFS-Stipendiaten an den vier Tagen im Norden Deuschlands selbst erleben: Bei einer Stadtrundfahrt, Spaziergängen an der Alster entlang oder einer Bootsfahrt im Hafen zeigte sich, dass der eine oder andere Teilnehmer sicherlich dem Reiz der Elb-Metropole dauerhaft erliegen könnte.

Stefan Keuchel (kniend) erläuterte den Stipendiaten die Erfolgsgeschichte von Google.

Claus Strunz (Mitte), Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, erklärte den Stipendiaten, dass Qualitätsjournalismus auch weiterhin Zukunft habe.

Ein Blick ins Hamburger Abendblatt mit Leserbotschafter Ralf Nehmzow (Mitte).

Der CDU-Landesgeschäftsführer und Altstipendiat Gregor Jaecke (links) sprach zu aktuellen politischen Themen.

Maria Marquart, Politik-Redakteurin bei Spiegel-Online und JFS-Altstipendiatin, sprach über die Herausforderungen des politischen Journalismus in Online-Medien.

Die Sprecherin des Hamburger Senats, Kristin Breuer (5. v. li.) gab Einblicke in das Aufgabenfeld der politischen Kommunikation.

Die Landungsbrücken sind ein guter Ausgangspunkt für eine Hafentour.