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Kulturjournalismus heute - Beobachtungen eines Feuilletonisten

Mediengesprächskreis mit FAZ-Feuilletonchef Patrick Bahners

Patrick Bahners

Kurzweilige Einblicke in die Welt des Kulturjournalismus vermochte Patrick Bahners, Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), bei einem Mediengesprächskreis des HSS-Altstipendiatenreferats und der CdAS-Regionalgruppe München/Oberbayern am 17. Mai 2010 in München zu vermitteln. Fazit: Der Kulturteil der Zeitung ist Luxus – auf den auch oder gerade im Zeitalter von Facebook, Twitter & Co. nicht verzichtet werden darf.

„Wir gestalten ein Blatt im Blatt für Leute, die Zeit haben“, gab sich der Gast keiner Illusion hin. Zeit hatten die rund 50 Zuhörer bei dem von CdAS-Regionalvorstand Franz Niedermaier moderierten Gespräch mitgebracht, und so konnte Bahners zu einer kurzweiligen Kulturgeschichte des Feuilletons ausholen. Es wurde deutlich, dass gerade die Kulturberichterstattung immer auch ein Spiegel ihrer Zeit war und ist, ein vielstimmiger Kanon der wohlformulierten Meinungen zwischen „klassischem“ rezensorischem Feuilleton der Kunstkritiker und ressortübergreifendem Debatten-Feuilleton zu tagesaktuellen Themen von Politik bis Wirtschaft, von Sport bis Religion. „Wir arbeiten in einem diskursiven Beruf“, fasste der FAZ-Kulturexperte den Anspruch der Redaktion zusammen.

Bahners eigenes Tagesgeschäft indes ist mehr vom Management als von launigen Texten geprägt, der „Umbruch“ der täglichen Kulturseiten nimmt einen Großteil der Zeit in Anspruch. Den Platz füllen rund 30 Redakteure, Korrespondenten und Autoren in einem weltweiten Netzwerk, täglich heißt es auszuwählen und zu gewichten. Dabei ist der Instinkt des erfahrenen Blattmachers vonnöten – angereichert von Ergebnissen fundierter Marktforschung.

Bericht und Bild: Heiko Richter