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Referat IV/5 Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten (JFS)/ Fachforen
Isabel Küfer
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Teamarbeit an bunten Themen bei der Fernsehakademie
Erfolgreiche Teamarbeit ist der Schlüssel zu einem guten Fernsehbeitrag. Bei der Fernsehakademie des Förderungswerks der Hanns-Seidel-Stiftung vom 18. bis 21. November 2010 in Kloster Banz konnten die Stipendiaten erleben, dass einerseits journalistische Professionalität und technisches Know-how wichtig sind, andererseits aber das Zusammenspiel in der Gruppe entscheidend ist für sehenswerte Fernsehinhalte.
Die JFS-Fernsehakademie wird jährlich durchgeführt und gehört zum Pflichtprogramm der ideellen Förderung im Bereich des Journalistischen Förderprogramms für Stipendiaten (JFS). Sie bietet Gelegenheit, journalistische und technische Grundlagen im Bereich des Fernsehens zu erlernen, aber auch vorhandenes Wissen aus Praktika oder praxisnahen Studiengängen zu vertiefen. Entsprechend bunt gemischt war das Teilnehmerfeld der Stipendiaten. Einige hatten schon bei TV-Sendern erste Erfahrungen gemacht, für andere war „Fernsehen“ jenseits der Fernbedienung noch völliges Neuland.
Der Einführungsabend stand daher im Zeichen der Grundlagenvermittlung. Die Dozenten Prof. Peter Gottschalk (ARTE), Andreas Bachmann, Thomas Kießling und Edwin Maier (alle Bayerisches Fernsehen) starteten die Fernsehakademie mit der Einführung in Kameratechnik und Bildgestaltung. Anhand von Beispielen wurden Grundlagen der Filmdramaturgie auf Basis des Kernsatz-Prinzips vermittelt. Es ging daraufhin sogleich in medias res, die Stipendiaten wurden in fünf Gruppen mit je drei bis vier Leuten eingeteilt und stellten bereits vorrecherchierte denkbare Themen für den zu drehenden Magazinbeitrag von etwa 1:30 bis 2 Minuten Länge vor.
Der nächste Tag zeigte die thematische Kreativität der Stipendiaten: Eine Gruppe befasste sich mit Urnen- bzw. Feuerbestattungen, andere waren im Bereich alternativer Kraftstoffe in Coburg unterwegs, eine Traditionsbrauerei war ebenso Thema wie der berühmte Bad Staffelsteiner Adam Riese und eine Leih-Oma. Den ganzen Freitagvormittag über und an Teilen des Nachmittags waren Teilnehmer an ihren Drehorten unterwegs. Nach der Rückkehr ging es ans Sichten des gedrehten Materials. Der Samstag stand ganz im Zeichen von digitalem Schnitt, Texten und der Vertonung – teilweise bis spätabends. Nachdem die Dozenten die Beiträge abgenommen hatten, wurde die Anmoderation aufgezeichnet. Dabei nutzten viele Gruppen die atmosphärisch reichen Möglichkeiten, die der große Klosterbau in Banz zu bieten hatte.
Der letzte Tag der Fernsehakademie war der kritischen Bewertung der Fernsehbeiträge vorbehalten. Dabei war es den Dozenten wichtig, dass sie selbst wie auch die Stipendiaten konstruktive Kritik im Sinne von Verbesserungsmöglichkeiten lieferten. Insgesamt zeigte sich aber, dass die Teilnehmer durchaus Sendenswertes abgeliefert hatten – was einmal mehr guter Teamwork zu verdanken war, da in jeder Gruppe gleichermaßen kreative, fernseherfahrene und technisch versierte Stipendiaten vertreten waren. Solche gemeinsamen Erfolgserlebnisse bleiben nicht ohne Folgen: Schon in der Vergangenheit war es oft so, dass bei der JFS-Fernsehakademie der TV-Bereich von so manchem Teilnehmer als attraktives Arbeitsfeld entdeckt wurde, das – mit einer solchen Basis im Rücken – viel leichter in künftigen Praktika erschlossen werden kann.

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