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Referat IV/5 Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten (JFS)/ Fachforen
Isabel Küfer
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Herausforderungen für Online-Journalisten
Für die journalistische Arbeit im Internet gelten oftmals besondere Regeln. Denn gerade Online-Angebote müssen auf den ersten Blick überzeugen – ansonsten verlässt der Besucher die Seite sofort wieder. Diese und weitere Besonderheiten sind Thema der Seminarreihe zum Online-Journalismus für die Stipendiaten des Journalistischen Förderprogramms (JFS) der Hanns-Seidel-Stiftung. Vom 18. bis 20. März 2011 fand im Bildungszentrum Kloster Banz die zweite Veranstaltung zu diesem Thema statt.
Für viele klassische Medienhäuser stellt das veränderte Mediennutzungsverhalten eine große Herausforderung dar. Seit einigen Jahren sinken etwa die Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften und die Werbeumsätze vieler Verlagshäuser gehen zurück. Gleichzeitig gewinnen Online-Nachrichtenseiten oder soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter an Bedeutung. Das Internet ist für viele junge Menschen inzwischen zum wichtigsten Medium geworden – hier vereinen sich die vormals getrennten Medienformen Audio, Video und Print. Regionale Tageszeitungen können oft schwer mithalten.
Diese Entwicklung bietet aber auch Chancen – gerade für den Lokaljournalismus, wie die Referenten um Matthias J. Lange erklärten. Auf regionalen Webseiten etwa findet der Nutzer zu jedem Heimspiel beliebter Fußballclubs neben einem ausführlichen Bericht auch eine Fotostrecke mit den besten Bildern des Spieltags sowie einen kurzen Film. Darin kommen Fußballfans zu Wort, die nach dem Abpfiff das Stadion verlassen – und ihren Emotionen freien Lauf lassen. Diese kurzen Filme ergänzen die klassische Berichterstattung und sind bei den Besuchern der Internetseite äußerst beliebt.
Doch für die journalistische Arbeit im Internet gelten oftmals besondere Regeln. Wenn Online-Angebote nicht auf den ersten Blick überzeugen, verlässt der Besucher die Seite sehr schnell wieder. Aus diesem Grund spielt die Bedienbarkeit und das Layout einer Internetseite eine wichtige Rolle. Ob Navigation, Schriftarten, Anordnung von Grafiken und Bildern – die Teilnehmer analysierten verschiedene Online-Auftritte und lernten so die wichtigsten Merkmale einer gelungenen Darstellung von Inhalten im Internet kennen.
Diese Inhalte können im Internet-Zeitalter sehr unkompliziert veröffentlicht werden. Journalisten haben so die Möglichkeit, ihre Zielgruppe sehr schnell zu erreichen. Videos können heute sehr kostengünstig produziert, Texte auf Blogs publiziert, kommentiert, verlinkt und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aber auch individuelle Themen abseits des Mainstreams finden im weltweiten Netz ihre Beachtung: Viele Nischen können durch die etablierten Verlage nicht besetzt werden und bieten jungen Journalisten eine gute Gelegenheit, sich auf dem Markt zu positionieren.
Durch das Seminar wurden viele der Teilnehmer nicht nur dazu ermutigt, mit dem Wandel in der Medienwelt Schritt zu halten, sondern diesen auch aktiv mitzugestalten. Denn da sich die gesamte Kommunikation innerhalb der Gesellschaft verändert, bedarf die Vermittlung von medialen Inhalten neuer Formen – auch der Journalismus muss sich wandeln, um nicht an Relevanz zu verlieren.

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